Glasfaserausbau geht weiter
Planung nach Datenauswertung aktualisiert

Der Breitbandausbau in Hohberg soll fortgesetzt werden.  | Foto: Symbolbild gro
  • Der Breitbandausbau in Hohberg soll fortgesetzt werden.
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Hohberg (st) Der Breitbandausbau in Hohberg geht weiter, heißt es in einer Pressemitteiling der Breitband Ortenau GmbH & Co.KG. Nach einer erneuten Validierung der Versorgungsdaten sei die Planung für den geförderten Glasfaserausbau aktualisiert worden. Dabei habe sich gezeigt, dass ein Großteil der ursprünglich vorgesehenen Gebäude in Hofweier derzeit nicht mehr über das Förderprogramm berücksichtigt werden könne. Hintergrund seien aktualisierte Angaben zur bestehenden Breitbandversorgung: Für einige Gebäude im Innenbereich von Hofweier sei eine Versorgung über das DOCSIS-Netz von Vodafone gemeldet worden. Nach den geltenden Förderkriterien würden diese Adressen damit derzeit nicht als förderfähig gelten.
Die bestätigten Ausbaugebiete würden weiterverfolgt werden und der geförderte Ausbau werde auf dieser Grundlage fortgesetzt. Gleichzeitig arbeite die Gemeinde Hohberg gemeinsam mit der Breitband Ortenau weiterhin an einer Lösung für die Gebäude, deren Förderstatus sich infolge der Datenvalidierung geändert habe. Ziel bleibe es, auch für diese Gebäude eine tragfähige Perspektive für eine zukunftsfähige Glasfaserversorgung zu entwickeln.

Wichtiger Baustein

„Eine leistungsfähige Glasfaserinfrastruktur ist für mich ein wichtiger Baustein für die Zukunftsfähigkeit unserer Gemeinde. Umso bedauerlicher ist es, dass nach der erneuten Datenvalidierung leider ein großer Teil der ursprünglich vorgesehenen Gebäude in Hofweier derzeit nicht mehr über das Förderprogramm berücksichtigt werden kann. Das ist für die betroffenen Bürgerinnen und Bürger, aber auch für uns als Gemeinde sehr unbefriedigend. Für mich ist deshalb klar: Wir werden diese Gebäude nicht aus dem Blick verlieren und gemeinsam mit der Breitband Ortenau mit Nachdruck nach einer tragfähigen Lösung suchen. Bei der Bürgerveranstaltung am 15. September werden wir transparent über die aktuelle Situation, die Hintergründe und die weiteren Möglichkeiten informieren“, erklärt Hohbergs Bürgermeister Andreas Heck.
Wie in zahlreichen Kommunen der Ortenau komme auch in Hohberg das hybride Ausbaumodell zum Einsatz, bei dem eigenwirtschaftlicher und staatlich geförderter Glasfaserausbau passgenau miteinander kombiniert werden. Während die Telekom die Ortsteile Diersburg und Niederschopfheim bereits eigenwirtschaftlich mit Glasfaser erschlossen habe, übernehme die Breitband Ortenau nun den Ausbau dort, wo sich eine privatwirtschaftliche Erschließung wirtschaftlich nicht rechnet.

Zentrale Bürgerinformation am 15. September 2026

Über den aktuellen Stand des Glasfaserausbaus und die weiteren Planungen informiere die Gemeinde Hohberg gemeinsam mit den Projektbeteiligten bei einer Bürgerveranstaltung am 15. September. Die Bürgerveranstaltung sei die zentrale Informationsveranstaltung zum weiteren Breitbandausbau in der Gemeinde. Dort würden sowohl die bestätigten Ausbaugebiete als auch die Änderungen bei einzelnen Gebäuden erläutert werden. Insbesondere werde dargestellt, welche Auswirkungen die aktualisierten Versorgungsdaten und die gemeldete DOCSIS-Versorgung auf die Förderfähigkeit einzelner Gebäude im Innenbereich von Hofweier haben. Darüber hinaus informieren die Projektbeteiligten über den weiteren Ablauf des geförderten Ausbaus und die nächsten Schritte.
„Die Datenvalidierung ist ein notwendiger Schritt, damit der geförderte Ausbau auf einer belastbaren Grundlage umgesetzt werden kann“, so Maximilian Fritz, operativer Geschäftsführer der Breitband Ortenau GmbH & Co. KG. „Bei den einzelnen Gebäuden mit geänderter Förderfähigkeit werden wir gemeinsam mit der Gemeinde die Möglichkeiten für das weitere Vorgehen prüfen.“
Die Gemeinde Hohberg werde den Ausbauprozess weiterhin eng begleiten und sich dafür einsetzen, dass für die von den Änderungen betroffenen Gebäude eine Lösung gefunden wird. Zugleich werde der Ausbau in den bestätigten Bereichen konsequent weitergeführt.
Der Glasfaserausbau ist das größte Infrastrukturprojekt in der Geschichte des Ortenaukreises. Insgesamt sollen in den kommenden Jahren ungefähr 121.200 Gebäude im Landkreis an das Glasfasernetz angeschlossen werden. Ziel ist es, durch die Kombination aus gefördertem und eigenwirtschaftlichem Ausbau eine möglichst flächendeckende Versorgung mit gigabitfähiger Infrastruktur zu erreichen. Der Ausbau in der Ortenau macht gute Fortschritte: Die sogenannte Homes-Passed-Quote liegt bereits bei 52 Prozent. Das bedeutet, dass bei mehr als der Hälfte aller Gebäude das Glasfaserkabel bereits in der Straße liegt und ein Anschluss ans Netz technisch kurzfristig möglich wäre. Bis 2027 soll eine Homes-Passed-Quote von 70 Prozent erreicht werden, der vollständige Ausbau aller bislang unterversorgten Gebäude soll bis 2031 abgeschlossen sein.

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