Neue Anforderungen umgesetzt
Verkehrsübungsplatz der Gemeinde gerettet

Bauhofmitarbeiter Johannes Arndt (v. l.), Marcel Schnurr, Hauptamtsleiter Martin Reichert, Polizeioberrätin und Leiterin des Referats Prävention beim Polizeipräsidiums Offenburg, Helena Kucher, Hubert Waltersbacher, Bürgermeister Stefan Hattenbach, Tizian Wiegert, Bauhofleiter Norbert Kimmig, Sven Kohler, Bauamtsleiterin Nora Ludihuser und Polizeihauptkommissar und Referent Verkehrsunfallprävention beim Polizeipräsidiums Offenburg, Daniel Westermann | Foto: Gemeinde Kappelrodeck
  • Bauhofmitarbeiter Johannes Arndt (v. l.), Marcel Schnurr, Hauptamtsleiter Martin Reichert, Polizeioberrätin und Leiterin des Referats Prävention beim Polizeipräsidiums Offenburg, Helena Kucher, Hubert Waltersbacher, Bürgermeister Stefan Hattenbach, Tizian Wiegert, Bauhofleiter Norbert Kimmig, Sven Kohler, Bauamtsleiterin Nora Ludihuser und Polizeihauptkommissar und Referent Verkehrsunfallprävention beim Polizeipräsidiums Offenburg, Daniel Westermann
  • Foto: Gemeinde Kappelrodeck
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Kappelrodeck (st) „Ich muss es an dieser Stelle in aller Klarheit sagen: Wenn wir nicht hart dafür gekämpft hätten, gäbe es ab 2026 keinen Verkehrsübungsplatz mehr“, so Bürgermeister Stefan Hattenbach in einer Pressemitteilung der Gemeinde Kappelrodeck.
Der Hintergrund: Die Anforderungen an Verkehrsübungsplätze wurden durch die landesweite Standardisierung der Radfahrausbildung erhöht. Weitere Verkehrssituationen mussten abgebildet werden, mit mehr Platzbedarf. Zusätzliche Anforderungen für schlechtes Wetter und sanitäre Anlagen mussten erfüllt werden.
Viele Gemeinden können die gestiegenen Anforderungen finanziell oder technisch nicht mehr erfüllen und umsetzen. Wohnortnahe Verkehrsübungsplätze, die es den örtlichen Grundschulen ermöglichen, dass Kinder sich auf die „Fahrradprüfung“ vorbereiten, um dann den „Fahrradführerschein“ zu erwerben - sie stünden auf der Kippe. Doch gerade der „Fahrradführerschein“ sei oft ein wichtiger Schritt für die Familien, deren Mobilitäts-Biographie und die Selbständigkeit der Kinder, so Hattenbach. „Ich verstehe den Wunsch, dass man die Anforderungen erhöhen will. Wenn das aber im Ergebnis dazu führt, dass wegen oft unerfüllbarer bürokratischer Hürden die Verkehrserziehung für Kinder 'in Schönheit stirbt', dann ist das ein weiterer Fall, in dem einfach praxisfremd das Ziel verfehlt wurde. Ich meine: Lieber ein Verkehrsübungsplatz, der nicht 100 Prozent die Anforderungen erfüllt als überhaupt keinen“, so Hattenbach.
Mobilität sei für ihn ein Mega-Thema, Verkehrssicherheit von Kindern und Jugendlichen entsprechend wichtig.

10.000 Euro Ausgaben

In Kappelrodeck konnte verhindert werden, dass die wichtige Einrichtung geschlossen werden muss. Der Gemeinderat hatte bis zu 10.000 Euro Ausgaben für Fremdleistungen zugestanden, zusätzlich zu eigenen Planungs- und Bauhofleistungen des Gemeindeteams. Geld, das die Gemeinde aufbringen muss - der die Kosten verursachende Gesetzgeber zahle nichts. „Mein Dank gilt allen Kollegen der Gemeindeverwaltung und des Bauhofs, die mit Extra-Engagement diese Zusatzaufgabe umgesetzt haben. Gleichermaßen danke ich Polizeioberrätin Kucher und Polizeihauptkommissar Westermann vom Polizeipräsidium Offenburg, die uns mit maximalem Pragmatismus begleitet und beraten haben, um auch in Zukunft in unserer Gemeinde für unsere Kinder einen Verkehrsübungsplatz bereitstellen zu können.“
Der neue, vergrößerte Verkehrsübungsplatz entspricht nun den neuen Richtlinien. Dafür musste die komplette Markierung erneuert werden und Tiefbauarbeiten durchgeführt werden, Wetterschutz und Toiletten sind in räumlicher Nähe gesichert. Auch aus Sicht der Polizei ist der Übungsplatz von großer Bedeutung. "Es ist heute wichtiger, denn je, dass Kinder sicher Fahrrad fahren können", sagte Kucher, die sich gemeinsam mit ihrem Kollegen Westermann über den neuen Übungsplatz freut.

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