Lastenfahrrad erweitert städtischen Fuhrpark
Auf drei Rädern durch die Stadt

Mit dem neuen Lastenfahrrad mit bis zu 25 Kilometern pro Stunde unterwegs: Jennifer Haas, Albert Eberle (Mitte) und Manuel Mayer
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  • Mit dem neuen Lastenfahrrad mit bis zu 25 Kilometern pro Stunde unterwegs: Jennifer Haas, Albert Eberle (Mitte) und Manuel Mayer
  • Foto: Stadt Kehl
  • hochgeladen von Rembert Graf Kerssenbrock

Kehl (st). Mehrere – teils sehr schwere – Pakete von A nach B bringen? Wenn die Fahrradtasche am Betriebsrad dafür nicht ausreichte, mussten die Mitarbeiter der städtischen Poststelle bisher auf das Auto zurückgreifen. Dank eines neu angeschafften Elektro-Lastenrades können sie Lieferungen nun umweltschonend auf drei Rädern zum Empfänger bringen.

Rund gepresstes Buchenholz mit einem anthrazitfarbenen Rahmen: Das Elektro-Lastenfahrrad Modell Curve-E (englisch „curvy“, zu Deutsch: „kurvig“) erweitert seit neuestem den städtischen Fuhrpark und begeistert dabei nicht nur durch seine geschwungene Form. Bis zu 100 Kilogramm schwer darf die Ladung sein, die in die Transportbox kommt. Durch eine Plastikhaube, die optional angebracht werden kann, bleiben wetterempfindliche Frachtstücke zudem vor Regen geschützt.

Genutzt wird das neue Lastenfahrrad hauptsächlich von den beiden Hausmeistern Albert Eberle und Manuel Mayer sowie Jennifer Haas, die seit September bei der Stadt Kehl in der Poststelle arbeitet. Jeden Tag fährt die junge Frau während des großen Rundgangs die Außenstellen der Stadtverwaltung an; darunter unter anderem das Standesamt und die Feuerwehr: „45 Minuten bin ich dabei unterwegs.“ Jeweils montags, mittwochs und donnerstags hängt sie zudem noch die kleine Runde zur Villa RiWa an, wofür sie etwa 20 Minuten braucht.

Von der Bedienbarkeit des neuen Gefährts ist sie absolut begeistert, auch wenn es zu Beginn etwas ungewohnt war: „Als ich das erste Mal damit gefahren bin, hatte ich schon ein etwas mulmiges Gefühl, ob ich mit dem Rad zurechtkomme. Der Wendekreis ist ja doch etwas größer als bei einem gewöhnlichen Fahrrad mit zwei Rädern. Aber das hat sich schnell gelegt.“

Das Elektro-Lastenfahrrad schafft eine Spitzengeschwindigkeit von 25 Kilometern pro Stunde; alle zwei bis drei Wochen muss der Akku aufgeladen werden. „Das kommt aber auch auf die Beanspruchung an, je nachdem, wie hoch der Motor eingestellt ist und wie viel das Fahrrad mitarbeiten muss, wenn man in die Pedale tritt“, erklärt Albert Eberle. Auch das Gesamtgewicht, das sich durch den Fahrer und das Gepäck erhöht, spiele eine Rolle.

Um den Akku des Rades aufzuladen, wird dieser herausgenommen und per Ladekabel mit einer gewöhnlichen Steckdose verbunden. Vier bis sechs Stunden dauert der Ladevorgang bei einer komplett leeren Batterie. Nach dem Wiedereinsetzen ins Fahrrad kann man den Akku dann mit einem Schlüssel abschließen, um ihn vor Diebstahl zu sichern. „Im Winter nehmen wir den Akku über Nacht heraus, damit er durch die niedrigen Temperaturen nicht an Leistung verliert“, erklärt Manuel Mayer.

Für die Finanzierung des 2.734 Euro teuren Rades hat sich die Stadt Kehl im Rahmen der „Landesinitiative III Marktwachstum Elektromobilität BW“ um Förderung beim Verkehrsministerium in Baden-Württemberg beworben – das zum Antrag gehörige Foto vom bereits in Betrieb genommenen Lastenfahrrad wurde bereits nach Stuttgart geschickt. Eine Förderung in Höhe von bis zu 30 Prozent der Investitionskosten ist möglich.

Autor:

Rembert Graf Kerssenbrock aus Kehl

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