Nach erfolgreicher Testfahrt
Tram fährt ab Dienstag wieder für Pendler

Die Bundespolizei wird Fahrgäste in der Tram kontrollieren.
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Kehl (st). Die Tram fährt wieder über den Rhein: Nach gut zehnwöchiger Pause aufgrund der Schließung der Grenze zwischen Straßburg und Kehl wird der Trambetrieb am Dienstag, 26. Mai, wieder aufgenommen. Allerdings mit mehreren Einschränkungen.

Mitfahren dürfen zunächst nur Grenzpendler und Menschen, die einen triftigen Grund zum Grenzübertritt haben, wie enge familiäre Beziehungen oder einen Arzttermin. Ausflüge und Einkaufstouren ins Nachbarland sind noch nicht wieder erlaubt. Endhaltestelle der Tram ist vorerst am Bahnhof. Einsteigen dürfen nur maximal 70 Personen und es gilt die Maskenpflicht. Die Tram verkehrt nur alle 20 Minuten und nur im Zeitraum von 5 bis 22 Uhr. 

Am ersten Betriebstag am Dienstag wird die erste Tram erst um 8 Uhr am Kehler Bahnhof eintreffen, in den Folgetagen dann bereits gegen 5 Uhr. Die Bundespolizei wird stichprobenartig kontrollieren; was bedeutet, dass Bundespolizisten an der Haltestelle Bahnhof in die Tram einsteigen und die Passagiere im Innern des Tramzuges warten müssen, bis die Kontrollen abgeschlossen sind. Erst dann werden alle Türen des Tramzuges geschlossen.

Alle Fahrgäste müssen einen Mund-Nasen-Schutz tragen und in der Tram die Abstandsregeln einhalten. Jeder zweite Sitz darf nicht genutzt werden; auf dem Boden zeigen Markierungen genau, wo die Passagiere stehen dürfen. Die Mitnahme von Fahrrädern in der Tram ist zurzeit verboten. Die Bereiche vor den Fahrerständen sind abgesperrt.Der Trambetrieb über den Rhein wird zunächst testweise wieder aufgenommen. Sollte sich zeigen, dass es auf dem Bahnsteig zu Gedränge kommt oder die Abstandsregeln in den Tramzügen nicht eingehalten werden, können die Fahrten wieder ausgesetzt werden.

„Wir sind froh und glücklich, dass die Tram endlich wieder nach Kehl fahren kann“, freut sich Kehls Erster Beigeordneter Thomas Wuttke, der zugleich Leiter der Technischen Dienste Kehl ist, welche die Tram auf Kehler Stadtgebiet betreiben. Thomas Wuttke ist zuversichtlich, dass sich die Fahrgäste vernünftig verhalten und die Regeln respektieren. Zur Vorbereitung der Wiederaufnahme des Trambetriebs über den Rhein hatte er sich am Dienstag mit seinem Straßburger Beigeordnetenkollegen Alain Fontanel getroffen, der gleichzeitig auch Präsident der Straßburger Verkehrsbetriebe (CTS) ist.

Die technische Testfahrt am Freitagmorgen hatte nach zehn Wochen Stillstand ein bisschen etwas von einer zweiten Jungfernfahrt: „Die Tram hat uns schon sehr gefehlt“, sagt Thomas Wuttke, „sie gehört inzwischen zum Stadtbild und steht für die enge Verbindung und die Vielzahl der Verflechtungen zwischen den Menschen in Straßburg und Kehl.“

Autor:

Rembert Graf Kerssenbrock aus Kehl

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