Stadtmarketing plant Aktionen
Wieder Lust aufs Einkaufen machen

Wieder mehr Leben in der Kehler Innenstadt

Kehl (st). Drei Monate lang mussten die Geschäfte coronabedingt geschlossen bleiben, das Weihnachtsgeschäft ist ausgefallen, neue Ware muss schon bezahlt werden, bevor die im Geschäft vorhandene überhaupt verkauft werden konnte. Seit Montag ist der Einzelhandel wieder geöffnet. Am Dienstagmorgen haben sich Oberbürgermeister Toni Vetrano und die Geschäftsführerin der Stadtmarketing- und Wirtschaftsförderungs-GmbH, Fiona Härtel, im Rahmen einer Web-Konferenz mit mehreren Einzelhändlern und einem Gastronom zusammengeschaltet.

Zwei Ziele verbinden Handel und Stadt: Die Partner wollen alles dafür tun, dass die Sieben-Tage-Inzidenz die magische Schwelle von 50 Neu-Infektionen pro 100.000 Einwohner und Woche möglichst nicht mehr überschreitet und die Geschäfte damit geöffnet bleiben können. Und: Fiona Härtel plant mit ihrem Team und den Händlern eine ganze Reihe von Aktionen, die Innenstadtbesuchern wieder Lust aufs Bummeln und Einkaufen machen sollen.

Luca-App für Händler empfohlen

„Testen, testen, testen“ ist für Toni Vetrano eine wichtige Maßnahme, um die Ausbreitung des Corona-Virus in Grenzen zu halten. Deshalb habe die Stadt das Schnelltestzentrum in der Stadthalle bereits Mitte Februar eingerichtet, erklärte OB, warum sich dort Bürger sowie alle Menschen, die in Kehl arbeiten, kostenlos testen lassen können. Die Luca-App, die seit Montag auch für den Ortenaukreis zur Verfügung steht, biete hier die ideale Ergänzung, betonte Fiona Härtel und forderte die Einzelhändler auf, diese einfache und vor allem schnelle Form der Kontaktverfolgung auch in ihren Geschäften anzubieten; ihr Team unterstütze dabei gerne.

Wer die App auf seinem Handy hat, kann beim Betreten eines Ladens einen QR-Code scannen und damit einchecken. Sollte sich später herausstellen, dass er zusammen mit einem Corona-Infizierten dort war, wird er rasch benachrichtigt. Die App, das hat Fiona Härtel auf Nachfrage den Ladenbesitzern versichert, sei vom baden-württembergischen Datenschutzbeauftragten empfohlen. Noch kann man in der App keine französische Adresse eingegeben, doch deshalb hat Fiona Härtel die Macher der App bereits angeschrieben. Und die haben prompt geantwortet: Sie wollen sich zügig darum kümmern, dass die Anwendung auch für französische Besucher Kehls nutzbar wird.

App für Parkgebühren

Eine weitere App, welche die Stadt Kehl am 1. April zeitgleich mit Lahr und Gegenbach einführen wird, wird das Bezahlen der Parkgebühren erleichtern. Wer die App auf seinem Smartphone installiert, kann künftig seine Parkzeit bequem aus der Ferne verlängern, wenn die Besorgungen doch länger dauern oder er sich spontan entscheidet, den Innenstadtbesuch mit einer Tasse Kaffee zu beschließen.

Street-Food-Festival im Sommer geplant

Ein neuer oder zusätzlicher Grund, den Marktplatz zu frequentieren soll in Kürze ein Imbissstand liefern. Durch die jüngste Änderung der Sondernutzungssatzung durch den Gemeinderat kann damit ein langgehegter Wunsch zahlreicher Kehler in Erfüllung gehen. Wenn es die Corona-Lage zulässt, plant Fiona Härtel für den Sommer ein Street-Food-Festival auf dem Marktplatz und Aktionen, die in der Ferienzeit dort auch bei den Daheimgebliebenen Urlaubsgefühle wecken sollen. Auch das kleine Stadtfest Kehl feiert soll in diesem Jahr wieder stattfinden.

Außerdem hofft sie, dass das Land in diesem besonderen Jahr verkaufsoffene Sonntag zulässt, ohne dass diese in ein großes Fest eingebettet sein müssen. Eine solche Regelung würde es auch Geschäften in den Ortschaften ermöglichen, sich an verkaufsoffenen Sonntagen beteiligen zu können. Selbst für die Adventszeit sind bereits Planungen angelaufen, um die Innenstadt in der Vorweihnachtszeit in besonderer Weise attraktiv zu machen.

Während sich Oberbürgermeister Toni Vetrano bei den Einzelhändlern für ihr Durchhaltevermögen in der Krise und ihre Innovationsfähigkeit in Bezug auf Social-Media-Marketing, Liefer- und Abholservices bedankte, gaben diese den Dank zurück und lobten die gute Begleitung sowohl durch die Stadt als auch durch die Stadtmarketing- und Wirtschaftsförderungs-GmbH. So hat Fiona Härtel mit ihrem Team die Einzelhändler nicht nur durch die Einrichtung der Internetplattform "Kehl bringts.de" unterstützt, sondern auch digitale Workshops zu Online-Marketing und Social-Media-Kampagnen organisiert.

Dennoch, waren sich die Einzelhändler einig, bleibe der Online-Verkauf weit hinter dem üblichen Umsatz zurück, den geöffnete Geschäfte generierten. Die Freude über den Neustart wird von der Furcht getrübt, dass die Sieben-Tage-Inzidenz wieder über den Wert von 50 hinaus ansteigen könnte, was zu einer erneuten Schließung der Geschäfte führen würde. Der Besuch der Innenstadt sei am ersten Öffnungstag noch etwas verhalten gewesen, berichteten die Einzelhändler, „dann war aber doch etwas los, man hat gespürt, dass die Menschen froh sind, dass wir wieder da sind“, berichtete Cathrin Nußbaum vom Juweliergeschäft Thüm. Unerfüllt bleibt derzeit noch der gemeinsame Wunsch der Einzelhändler, von Fiona Härtel und OB Vertrano: dass die Grenze auch für Menschen, die auf der jeweils anderen Rheinseite einkaufen möchten, wieder frei passierbar wird.

Autor:

Rembert Graf Kerssenbrock aus Kehl

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