Uli Stichler geht in Ruhestand
Engagiert im Job, verwurzelt im Ehrenamt

Der Kehler Hafen ohne Uli Stichler ist für viele  schwer vorstellbar: Am 31. Mai geht der stellvertretende Hafendirektor in Ruhestand. Der Rhein spielte in seinem Berufsleben stets eine Rolle: Ursprünglich lernte er Wasserbauwerker.  | Foto: Michael Bode
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  • Der Kehler Hafen ohne Uli Stichler ist für viele schwer vorstellbar: Am 31. Mai geht der stellvertretende Hafendirektor in Ruhestand. Der Rhein spielte in seinem Berufsleben stets eine Rolle: Ursprünglich lernte er Wasserbauwerker.
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Kehl Mit 66 Jahren ist für Uli Stichler eigentlich Schluss. Am 31. Mai geht der stellvertretende Hafendirektor in den Ruhestand. "Ich bin seit 38 Jahren im Kehler Hafen beschäftigt", sagt der Rheinbischofsheimer. Genauso lange ist er kompetenter Ansprechpartner für alle Unternehmen, die sich dort angesiedelt haben oder ansiedeln wollen.

"Als ich 1987 zur Hafenverwaltung kam, hatten wir noch freie Flächen", erinnert er sich. Hinter seinem Schreibtisch in der Kehler Hafenverwaltung hängt ein Luftbild, das das Gebiet im damaligen Zustand zeigt. Seitdem hat sich einiges verändert. "Ende der 1980er-Jahre waren die Kasernen noch belegt, die Franzosen noch in Kehl und die Hafenverwaltung war mehr im Energieversorgungsbereich tätig", berichtet er von dieser Zeit. Ob Strom, Gas oder Trinkwasser – was die Unternehmen im Hafen brauchten, wurde von der Hafenverwaltung geliefert: "Die Versorgung des Hafens mit Strom und Gas haben wir abgegeben. Wir haben uns in den vergangenen Jahren mehr und mehr auf unseren eigenen Umschlag konzentriert."

Aktiv an der Neuaufstellung beteiligt

Diese Veränderung wurde von Uli Stichler zunächst als Technischer Betriebsleiter, ab 2010 als stellvertretender Hafendirektor, gestaltet: "Ich hatte von Seiten meiner Vorgesetzten eine sehr, sehr lange Schnur. Ich konnte frei arbeiten", so Stichler. "Wir haben sehr viel investiert." Stichler nennt den Bau der Brückenkrananlagen, die heute das Bild des Hafens prägen: "Im Seehafen Calais hatte ich erstmals Mobilbagger gesehen, die wir ebenfalls einsetzen. Damals habe ich mir gesagt, wenn die das können, dann geht das auch bei uns."

Nicht immer stieß er auf Begeisterung, wenn er neue Technik einführte. Beirren ließ er sich nie. In seiner Zeit wurden neue Lagergebäude gebaut, Kaimauern versetzt – so wurde zusätzliche Fläche gewonnen – und das Containerterminal ausgebaut. Als Eisenbahnbetriebsleiter ist Stichler außerdem für das Schienennetz im Hafen verantwortlich. "In dieser Eigenschaft bin ich noch für eine Weile im Dienst", sagt Uli Stichler. "Aber nur solange, bis mein Nachfolger alle Prüfungen abgelegt hat."

Ehrenamtlich immer stark engagiert

Mit seiner Frau lebt er noch heute in seiner Heimatgemeinde. "Ich war immer ehrenamtlich engagiert", berichtet er. So war er zehn Jahre Mitglied im Ortschaftsrat sowie zehn Jahre im Gemeinderat von Rheinau. Beim Turnverein Rheinbischofsheim trug er zwölf Jahre Verantwortung. "Und als Opa habe ich künftig auch Verpflichtungen", scherzt er. Seine freie Zeit will er für Radtouren mit seiner Frau nutzen und sein Kanu soll endlich zu Wasser gelassen werden: "Das konnte ich in den vergangenen Jahren so gut wie gar nicht nutzen."

Der Kehler Hafen war nicht die erste berufliche Station, der Rhein aber schon. Nach der Mittleren Reife lernte Uli Stichler bei der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung Wasserbauwerker. "Wir sind für die Unterhaltung des Fahrwassers zuständig", erklärt er. "Es war eine spannende Zeit – damals wurde gerade die Staustufe Iffezheim gebaut." Später studierte er in Biberach an der Riß Bauingenieurwesen. Nach einer Station beim Wasserwirtschaftsamt in Waldshut wechselte er zum Hafen Kehl – eine Aufgabe, die er stets mit Leidenschaft ausgefüllt hat. Wenn er über die Instandhaltung der Infrastruktur der Schifffahrtsstraße Rhein spricht, dann ist die Begeisterung sofort zu spüren. Ich hatte von Seiten meiner Vorgesetzten eine sehr, sehr lange Schnur."

Uli Stichlers persönliche Tipps

Plätze am Rhein

  • Hafeneinfahrt mit Ausblick auf Rhein und Kinzigmündung
  • Rheinübergang Rheinau/Gambsheim
  • Winterdorfers Brücke Iffezheim

Ausflugsziele mit dem Rad

  • Tour Gambsheim/Straßburg
  • Kittersburger Mühle
  • Maiwald mit Besuch im Biergarte
Der Kehler Hafen ohne Uli Stichler ist für viele  schwer vorstellbar: Am 31. Mai geht der stellvertretende Hafendirektor in Ruhestand. Der Rhein spielte in seinem Berufsleben stets eine Rolle: Ursprünglich lernte er Wasserbauwerker.  | Foto: Michael Bode
In den 38 Jahren hat Uli Stichler einiges auf den Weg gebracht. | Foto: Michael Bode

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