Erste Veranstaltung dieser Art auf dem jüdischen Friedhof
Juden Gedenken der Opfer des Holocaust

Ort für eine Gedenkfeier nach jüdischen Riten ist heute der jüdische Friedhof in Schmieheim.
  • Ort für eine Gedenkfeier nach jüdischen Riten ist heute der jüdische Friedhof in Schmieheim.
  • Foto: Deutsch-Israelischer Arbeitskreis
  • hochgeladen von Rembert Graf Kerssenbrock

Kippenheim-(rek). Der griechische Begriff Holocaust und das hebräische Wort Shoah meinen beide das gleiche Grauen: die millionenfache Verfolgung und Ermordung von Juden während des Zweiten Weltkriegs. Zentrale jüdische Gedenkstätten in der Ortenau sind die Synagoge in Kippenheim sowie der Friedhof in Schmieheim. Dort, so erläutert Robert Krais für den Deutsch-Israelischen Arbeitskreis, findet am Sonntag, 8. September, ab 11 Uhr erstmals nach Kriegsende bei den Gräbern eine Gedenkfeier der jüdischen Gemeinde nach jüdischem Ritus statt. Daher sei diese Gedenkveranstaltung einmalig für den Ortenaukreis. Auch das Landratsamt und der Eurodistrikt sind involviert. Erwartet werden daher auch Vertreter anderer Religionen sowie von politischen und bürgerlichen Organisationen.

Zu den Initiatoren dieser Gedenkfeier an die Opfer der Shoah gehört der Straßburger Militärgeistliche Jonathan Blum. Zudem kommt der Oberrabbiner der Départements Metz und Moselle, Bruno Fiszon. Der Termin dieses Gedenkens steht immer in zeitlichem Zusammenhang mit dem Neujahrstag Rosch ha-Schana des jüdischen Kalenders, dieses Jahr vom 30. September bis zum 1. Oktober. Obwohl, so Krais, auf dem jüdischen Friedhof in Schmieheim keine Opfer des Zweiten Weltkriegs begraben seien, würden sie der Gedenkveranstaltung den Rahmen geben. Vergleichen könne man es eventuell mit dem christlichen Allerheiligen. Bei der Gedenkveranstaltung würden Slichot-Gebete der Buße und Reue vorgetragen. Begleitet wird die Gedenkfeier mit liturgischen Gesängen durch den Synagogenchor aus Straßburg.

Im Anschluss werden geladene Gäste die Synagoge besichtigen und Robert Krais einen Vortrag halten. Für ihn, selber Christ wie auch alle anderen Mitglieder des Deutsch-Israelischen Arbeitskreises am südlichen Oberrhein, hat diese deutsch-französische und jüdisch-christliche Veranstaltung eine besondere Bedeutung, zu der "jedermann eingeladen ist".

Autor:

Rembert Graf Kerssenbrock aus Kehl

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