Diakonisches Werk Ortenau
Ämterlotsen sind gefragte Helfer

Petra Wacker (v. l.), Susanne Wacker, Monika Redt | Foto: Evangelisches Dekanat Ortenau
  • Petra Wacker (v. l.), Susanne Wacker, Monika Redt
  • Foto: Evangelisches Dekanat Ortenau
  • hochgeladen von Matthias Kerber

Lahr (st) Im Februar 2025 startete das Projekt „Diakoniepunkte - Ämterlotsen“ des Fachbereichs Sozialberatung des Diakonisches Werks Ortenau. Informiert und geworben wurde dafür über die Lokalzeitungen, Gemeindeblätter und die Gemeindebriefe der Kirchengemeinden. Susanne Wacker, langjährige Mitarbeiterin beim Diakonischen Werk im Evangelischen Kirchenbezirk Ortenau, leitet das Projekt gemeinsam mit Katja Buß, die ihren Arbeitsplatz in der Dienststelle Hausach hat. Unterstützung erhalten sie von Ulrike Haeusler, der Dienststellenleiterin des Diakonischen Werks Ortenau in Lahr.

Das Projekt „Diakoniepunkte“ wurde im Fachbereich „Allgemeine Sozialberatung“ des Diakonischen Werks entwickelt. Ziel war unter anderem die Vernetzung und Kooperation mit den evangelischen Kirchengemeinden im Ortenaukreis. Das Diakonische Werk wollte einen „ Anlauf-Punkt“ in kirchlichen Räumen für Interessierte aus den Gemeinden, aber auch aus dem Stadtgebiet und dem Umland anbieten. Als Ort für den „Diakoniepunkt“ stellte die Auferstehungsgemeinde ihr Gemeindehaus bei der Martinskirche zur Verfügung.

Monika Redt und Petra Wacker sind ehrenamtliche Mitarbeiterinnen seit der ersten Stunde. Gegen 8.45 Uhr trifft sich das Team und bereitet die Räume im Gemeindehaus vor. Der Seminarraum und der Gemeindesaal werden in zwei „Arbeitsplätze“ umfunktioniert. Dafür werden die Laptops aus dem Rollcontainer geholt und der Drucker eingeschaltet. „Unser wichtigstes Arbeitsgerät“, sagt Petra Wacker mit einem Augenzwinkern. „Ohne Drucker geht nichts“. Sie hängt das Info-Plakat im Windfang des Eingangs auf, das signalisiert: „Wir sind heute von 9 bis 11 Uhr da.“ Monika Redt füllt zwei Wasserkaraffen in der Küche auf und stellt sie zusammen mit einigen Gläsern in die Räume. Außerdem holt sie eine Plastikbox mit Spielzeug und platziert sie im Foyer neben dem Sofa mit Korbgeflecht. „Oft kommen Frauen mit kleinen Kindern, die dann einfach wissen, dass sie willkommen sind. Die Räumlichkeiten im Gemeindehaus sind ideal: großzügig, freundlich und hell“, findet sie. Pro Vormittag sind zwei Termine bei jeder Ämterlotsin vergeben und Susanne Wacker steht ihnen als Ansprechpartnerin und fachliche Unterstützung zur Seite. Inzwischen kommt auch immer mal wieder jemand unangemeldet vorbei, um sich einen amtlichen Brief erklären zu lassen oder Hilfe zu erhalten, um ein Antwortschreiben zu formulieren. Die Vormittage werden gut angenommen und die Anfragen steigen. „Deshalb würden wir uns sehr freuen, wenn unser Team mitwächst. Wir suchen weitere Interessierte“, sagt Susanne Wacker und betont: „Berufliche Vorkenntnisse sind keine Voraussetzung.“ Katja Buß oder sie sind an den Donnerstagvormittagen als beratende Fachkräfte vor Ort. Zusätzlich gibt es regelmäßige Austauschtreffen und bei Bedarf auch Schulungen.

Gestiegene Nachfrage

Aufgrund der gestiegenen Nachfrage überlegt Ulrike Haeusler, das Angebot auf andere Standorte auszuweiten. Auch soll eine App als digitale Hilfe erprobt werden. Sie erhofft sich, dass die Haupt- und Ehrenamtlichen damit langfristig ein weiteres Tool hätten, um Ratsuchende zu unterstützen. Wer also gerne anderen Menschen zur Seite steht beim Ausfüllen von Anträgen oder Vereinbaren von Arzt- oder Ämter-Terminen, wird gebeten, Susanne Wacker für weitere Informationen zu kontaktieren. Das Team freut sich über weitere Interessierte, die gerne zum Schnuppern eingeladen sind und dabei Lust bekommen, sich als „Ämterlotse“ zu engagieren.

Information: Regelmäßig sind die Ämterlotsinnen am Donnerstag von 9 bis 11 Uhr gemeinsam mit Susanne Wacker vor Ort im Gemeindehaus an der Martinskirche. Dort finden die Ratsuchenden in zwei Räumen die nötige, individuelle Unterstützung beim Ausfüllen von diversen Anträgen wie Kinderzuschlag, Wohngeld und dem Bildungs- und Teilhabe-Paket oder beim Vereinbaren von Terminen bei Ärzten, Einrichtungen und Institutionen. Auch gibt es Hilfestellung beim Sortieren von Unterlagen oder beim Verstehen von Behördenbriefen. Weitere Informationen über das Projekt sind über das Diakonische Werk bei Susanne Wacker, Telefon 0179/4335095 oder per E-Mail an susanne.wacker@diakonie.ekiba.de zu erhalten.

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Karte einbetten

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Code einbetten

Funktionalität des eingebetteten Codes ohne Gewähr. Bitte Einbettungen für Video, Social, Link und Maps mit dem vom System vorgesehenen Einbettungsfuntkionen vornehmen.
Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.