Zertifiziert als Regionales Traumazentrum
Versorgung von Schwerverletzten auf hohem Niveau

Chefarzt Professor Dr. Akhil P. Verheyden leitet die Unfallchirurgie am Ortenau Klinikum Lahr-Ettenheim.
  • Chefarzt Professor Dr. Akhil P. Verheyden leitet die Unfallchirurgie am Ortenau Klinikum Lahr-Ettenheim.
  • Foto: Ortenau Klinikum
  • hochgeladen von Daniela Santo

Lahr (st). Die unfallchirurgische Klinik des Ortenau Klinikums in Lahr hat kürzlich erneut erfolgreich die Zertifizierung als Regionales Traumazentrum abgeschlossen. Rund 100 schwerverletzte Patienten versorgt das Team der Klinik aus hoch qualifizierten Notfallmedizinern und Unfallchirurgen pro Jahr. „Die Versorgung von Schwerverletzten im Ortenau Klinikum in Lahr ist auf einem sehr hohen Niveau“, betont Chefarzt Professor Dr. Akhil P. Verheyden, der die Abteilung leitet. Die erstmals 2010 erfüllten Anforderungen an ein Regionales Traumazentrum würden alle zwei Jahre erneut durch ein Zertifizierungsverfahren überprüft.

Um die Voraussetzungen als Regionales Traumazentrum zu erfüllen, muss eine Klinik sämtliche Formen von Schwerst- und Mehrfachverletzungen behandeln können. Am Ortenau Klinikum in Lahr steht dafür 24 Stunden am Tag ein sogenanntes Schockraumteam unter der Führung eines erfahrenen unfallchirurgischen Notfallmediziners zur Versorgung der Schwerstverletzten bereit. Das Team hat die Aufgabe, sämtliche Verletzungen des Patienten in kürzester Zeit zu erfassen, um schnellstmöglich die richtige Therapie einzuleiten. Hierzu wird der Patient nach Ankunft im Schockraum durch den Notarzt an das Schockraumteam übergeben. Dabei werden der Unfallhergang und die bisher vom Notarzt erhobenen Befunde mitgeteilt.

Im Anschluss werden die Patienten anhand eines vorgegebenen Schemas mit dem Ziel untersucht, die lebensgefährlichsten Verletzungen sofort zu erkennen und gegebenenfalls schon erste therapeutische Schritte einzuleiten. Hierzu gehört auch die zügige Ultraschalluntersuchung der Bauchhöhle, um lebensbedrohliche Organverletzungen wie beispielsweise einen Milzriss festzustellen. Nach einer erfolgreichen Stabilisierung des Patienten im Schockraum schließt sich eine sogenannte Traumaspirale, eine Computertomographie des gesamten Körpers, an. Hierdurch lassen sich in wenigen Minuten sämtliche Verletzungen und deren Ausmaß erkennen.
Ist der Patient nicht ausreichend stabil, wird auf die Traumaspirale zunächst verzichtet und der Patient direkt notfallmäßig in den OP gebracht. Um die hohe Qualität der Schwerstverletztenversorgung immer weiter zu verbessern, durchlaufen die beteiligten Ärzte des Schockraumteams regelmäßig Trainingseinheiten in speziellen Schulungen.

Neben der Einrichtung am Ortenau Klinikum in Lahr besteht auch ein Regionales Traumazentrum am Ortenau Klinikum in Offenburg.

Autor:

Daniela Santo aus Lahr

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