Illegale Müllablagerungen
Videoschutz an zwei Glascontainer-Standorten
- Der Videoschutz läuft rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche.
- Foto: Stadt Lahr
- hochgeladen von Matthias Kerber
Lahr (st) Die Stadt Lahr verstärkt ihr Vorgehen gegen illegale Müllablagerungen: In einem Pilotprojekt wird an zwei besonders problematischen Glascontainer-Standorten ab sofort Videoschutz eingesetzt. Damit möchte die Stadt Verunreinigungen im Umfeld der Container deutlich reduzieren und Verstöße konsequenter ahnden können, so die Stadt Lahr in einer Pressemitteilung.
Im gesamten Stadtgebiet sei seit längerer Zeit eine deutliche Zunahme illegaler Müllablagerungen zu beobachten. Besonders im Umfeld von Altkleider- und Glascontainern werden regelmäßig Abfälle abgestellt, die dort nicht hingehören. Dabei handelt es sich teilweise sogar um Lebensmittelreste oder Gefahrstoffe. Neben der erheblichen optischen Beeinträchtigung können dadurch auch Gesundheits- und Umweltgefahren entstehen – etwa wenn Flüssigkeiten in den Boden oder das Grundwasser gelangen. Zudem werden durch die Ablagerungen Schädlinge, insbesondere Ratten, angelockt.
Verstärkte Kontrollen
Die Stadt hat in der Vergangenheit bereits verstärkt Kontrollen durch den Kommunalen Ordnungsdienst (KOD) durchgeführt. Diese Maßnahmen haben jedoch nicht die gewünschte Wirkung erzielt. Deshalb setzt die Stadt nun auf Videoschutz als zusätzliches Instrument.
Trotz der bestehenden Haushaltssperre wird nun an zwei besonders problematischen Standorten der Videoschutz installiert. Drei weitere Standorte sollen im kommenden Jahr folgen.
„Ich freue mich, dass wir mit der Inbetriebnahme des Videoschutzes nun ein deutliches Zeichen setzen können, dass wir denen, die illegal Abfall im öffentlichen Raum verursachen, entschieden entgegentreten. Die Verwaltung nutzt mit diesem Pilotprojekt konsequent die Möglichkeit, diesem ordnungswidrigen Verhalten Einhalt zu gebieten“, so Erster Bürgermeister Guido Schöneboom.
Der Videoschutz ist rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche auf die Alarmzentrale der beauftragten Firma Dogan aufgeschaltet. Über eine Lautsprecherfunktion können Mitarbeiter bei festgestellten Verstößen direkt vor Ort Durchsagen an mögliche Verursachende richten. Werden Verstöße festgestellt, können außerdem unmittelbar der Kommunale Ordnungsdienst oder auch die Polizei alarmiert werden.
Möglich geworden ist die Maßnahme durch Lockerungen im Landesdatenschutzgesetz.




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