Im Notfall muss jeder Handgriff sitzen
Prüfungen zum DLRG-Einsatztaucher erfolgreich abgelegt

Bestandteil der Prüfung ist das Retten von verunglückten Tauchern.
  • Bestandteil der Prüfung ist das Retten von verunglückten Tauchern.
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Lahr-Kippenheimweiler. „Mir ist übel und ich habe Kopfschmerzen." Angela Seitz aus Mannheim wird von
ihrem Tauchpartner Heiko Jüttner nach einem Tauchgang im Waldmattensee
in Kippenheimweiler an Land gezogen. Schon unter Wasser hatte er durch
einmaliges Ziehen an der Sicherungsleine einen Notfall signalisiert und
somit den Leinenführer am Ufer informiert.

Die Taucherin jammert und fühlt sich unwohl. An Land wird derweil schon von Tauchern der
Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) die Rettungskette in Gang
gesetzt. Immer wieder wird die 30-Jährige von den Tauchkollegen
angesprochen, bevor sie ohnmächtig wird.

Angela Seitz ist nicht wirklich was passiert. Sie ist eine von zwölf Tauchlehrern, die am
Waldmattensee im Auftrag des DLRG-Landesverbands Baden den angehenden
Einsatztauchern die Prüfung abnehmen.

Von Weinheim bis zum Bodensee reicht das Einzugsgebiet, aus dem die Rettungsschwimmer
angereist sind. In mehreren Übungen müssen sie nicht nur die Rettung und
erste medizinische Versorgung eines verunglückten Tauchers
demonstrieren. Holz unter Wasser zu zersägen und Gewichte mit Hilfe
eines Hebesacks vom Grund hoch bringen sind weitere Bestandteile.
Eistauchen, Strömungstauchen und Nachteinsätze wurden während der
zweijährigen Ausbildung ebenfalls trainiert. Schließlich sind
Rettungsschwimmer und Einsatztaucher 24 Stunden täglich in Bereitschaft.

250 Einsatztaucher gibt es im Landesverband, berichtet der Prüfungsvorsitzende Achim Schell. Die Ausbildung kann bereits mit 15
Jahren begonnen werden, in den Einsatz dürfen die Taucher aber erst ab 18.

Dr. Lothar Hassling, der Doc im Landesverband hat die Übung beobachtet und ist mit dem Ergebnis zufrieden. „Perfekt ist keiner,
kleine Fehler kann es immer mal geben."

Autor: Christine Breuer

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