Kandidatenvorstellung
Fünf Bewerber für Mahlberg präsentieren sich

Die Kandidaten für das Bürgermeisteramt in Mahlberg: Stefan Waldinger (v. r.), Stephan Klotz, Dr. Michael Bürkle, Alexander Schröder und Nicolé Ritter | Foto: mak
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  • Die Kandidaten für das Bürgermeisteramt in Mahlberg: Stefan Waldinger (v. r.), Stephan Klotz, Dr. Michael Bürkle, Alexander Schröder und Nicolé Ritter
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Mahlberg (mak) Der Wahlkampf um das Amt des Bürgermeisters der Stadt Mahlberg biegt auf die Zielgerade ein. Am vergangenen Mittwoch, 16. September, präsentierten sich die fünf Bewerber bei der offiziellen Kandidatenvorstellung in der mit rund 480 Menschen vollbesetzten Stadthalle.

Zunächst stellte sich jeder der fünf Bewerber einzeln in einem Vortrag vor, der auf zehn Minuten begrenzt war. Im Anschluss gab es eine Fragerunde mit allen fünf Kandidaten auf dem Podium, die gekonnt von Professor Dr. Jürgen Fleckenstein von der Hochschule Kehl moderiert wurde. 

Stefan Waldinger

Den Anfang machte der 33-jährige Stefan Waldinger. Der verheiratete Vater einer dreijährigen Tochter wohnt im Ortsteil Orschweier und arbeitet als Zollvollzugbeamter beim Hauptzollamt Lörrach. "Ich kann Verwaltung und verstehe auch die Wirtschaft", so Waldinger. Ihm gehe es darum, Verantwortung zu übernehmen. Für Mahlberg lägen ihm vor allem drei Themenbereiche am Herzen. Den ersten umschrieb er mit "modern und wirtschaftlich". Hierbei seien ihm der persönliche Kontakt und moderne Abläufe wichtig. Die Stadt Mahlberg solle ein attraktiver Arbeitgeber sein. "In der Wirtschaft haben wir hervorragende Voraussetzungen", so Waldinger. Als Bürgermeister wolle er den Dialog mit den Betrieben suchen. Auch im Tourismus sehe er Chancen. 
Seinen zweiten Schwerpunkt betitelte er mit "sicher und vorausschauend in die Zukunft gehen". Hierbei wolle Waldinger den Zivil- und Katastrophenschutz stärken. Er wolle sich zudem dafür einsetzen, dass Schulen und Pflegeheime klimatisiert werden, ebenso für mehr Bäume, mehr Verschattungen und kühlere Orte. Ebenso gehöre Mobilität zu einem guten Leben dazu, führte er aus. Deshalb sprach er sich für den Erhalt des Bahnhofs in Orschweier aus. 
Sein dritter Themenschwerpunkt war "Familienfreundlichkeit". Dazu gehörten eine offene Ganztagsbetreuung, attraktive Spielplätze und Treffpunkte für Jugendliche. Er wolle sich zudem gegen Ausgrenzung und Vereinsamung einsetzen. 
"Ich bin davon überzeugt, dass Mahlberg eine gute Zukunft hat und kann Ihnen versprechen, mich dafür einzusetzen", schloss Waldinger seine Rede.

Stephan Klotz

Der zweite Kandidat, der sich dem Publikum präsentierte, war Stephan Klotz. Der 31-jährige Wirtschaftsingenieur, der in Mahlberg lebt und aufgewachsen ist, arbeitet bei der Mercedes-Benz AG in Sindelfingen und Stuttgart. Ihm sei wichtig, dass das Rathaus mit den Bürgern auf Augenhöhe kommuniziere. "Ein starkes Rathaus lebt von engagierten Mitarbeitern. Dieses Umfeld will ich erhalten", so Klotz. Die Menschen wollten die Verwaltung als lösungsorientiert wahrnehmen. Die Digitalisierung solle nach Klotz dafür genutzt werden, um die Verwaltung zu entlasten, um so mehr Zeit für die Bürger zu haben. 
Er sprach sich zudem für den Erhalt des Bahnhofs in Orschweier aus und plädierte für eine zügige Sanierung der Mehrzweckhalle in Orschweier.
"Wirtschaftsförderung wird bei mir zur Chefsache", sagte er. Er stehe für solides Projektmanagement und gute Budgetpläne, führte er weiter aus. "Ich verspreche Ihnen zuzuhören, anzupacken und ich möchte ein Bürgermeister für alle sein. Lassen Sie uns die Stadt gemeinsam gestalten - mit Kompetenz und Leidenschaft", so Klotz abschließend.

Michael Bürkle

Auch der 59-jährige Jurist Dr. Michael Bürkle, der in Mahlberg aufgewachsen ist und noch in Freiburg lebt, möchte Bürgermeister der Stadt Mahlberg werden. "Ich brenne für diese Aufgabe." Er präsentierte sich dem Publikum als Jurist mit langjähriger Verwaltungserfahrung - unter anderem als Geschäftsführer der Bezirksärztekammer Südbaden. Er verwies zudem auf seine Erfahrung bei digitalen Transformationsprozessen. "Ich möchte ein Problemlöser für komplexe Sachverhalte sein", so Bürkle. Wirtschaft und Landwirtschaft würden bei ihm zur Chefsache. Auch er sprach sich für den Erhalt des Bahnhofs in Orschweier aus.
Er stehe für einen "höflichen, freundlichen und verbindlichen Führungsstil." Und weiter: "Ich bin präsent und nahbar." 

Alexander Schröder

Der 53-jährige Alexander Schröder aus Meißenheim war der einzige Kandidat des Abends, der bereits Erfahrung als Bürgermeister  vorweisen konnte. Der verheiratete Vater von drei Kindern war 16 Jahre Bürgermeister der Gemeinde Meißenheim, wo er aufgewachsen ist. Davor war er als Rechtsanwalt tätig. 
"Gerne bringe ich meine Verwaltungserfahrung hier in Mahlberg ein", so Schröder. Die Arbeit als Bürgermeister sei für ihn keine Arbeit, sondern eine Berufung, der er aus Leidenschaft folge. Als neuer Bürgermeister wolle er emphatisch zuhören und die Anliegen der Bürger ernst nehmen.
"Ich stehe bereit, um für die Jüngsten stets ein optimales Betreuungsangebot in den Kindergärten zu erzielen sowie in den Schulen vor Ort die kommunale Betreuung auszubauen." Auch wolle er sich für einen zukunftsfähigen Jugendtreff einsetzen. Barrierefreier Wohnraum für junge Familien und die ältere Generation stünden ebenso auf seiner Agenda. 
Beim Verkehr wolle er seine Erfahrung beim Ausbau der Rheintalbahn sowie der Kreisstraße Ringsheim-Lahr einbringen. "Es gilt für Bahnhof, Bahnhaltepunkte und den ÖPNV zu kämpfen sowie zu verhindern, dass es durch die neue Kreisstraße zu neuen Betroffenheiten vor Ort kommt." Auch bei der Wasser- und Abwasserversorgung gebe es Handlungsbedarf. 
Er wolle für die Stadt Verantwortung übernehmen - "mit Herz, mit Überzeugung und mit dem festen Willen, die Stadt Mahlberg weiter voranbringen zu können", so Schröder abschließend.

Nicolé Ritter

Als einzige Frau unter den fünf Kandidaten will auch Nicolé Ritter neue Bürgermeisterin von Mahlberg werden. "Ich kandidiere, weil ich gestalten und Menschen zusammenbringen will", so die 52-jährige Mutter von vier Kindern. Sie bringe Erfahrung aus ganz unterschiedlichen Bereichen mit, so die studierte Immobilienverwalterin. Kaufmännisches Verständnis, Führungserfahrung und der Umgang mit Menschen zeichneten sie aus. Mit "zuhören, klar entscheiden und gemeinsam handeln", beschrieb sie ihre Arbeitsweise. 
Sie stehe für eine bürgernahe und digitalisierte Verwaltung, wo das persönliche Gespräch aber dennoch wichtig sei. 
Sie wolle Vereine und das Ehrenamt stärken. Sie könne sich zudem die Gründung einer Vereinsgemeinschaft vorstellen, um Synergien zu nutzen. 
Als Bürgermeisterin wolle sie präsent und ansprechbar sein. Bürgernähe bedeute für sie, zuzuhören und Entscheidungen verständlich zu erklären.

Die Bürger Mahlbergs wählen am 4. Oktober einen neuen Bürgermeister. Sollte keiner der fünf Kandidaten die absolute Mehrheit gewinnen, gibt es am 25. Oktober eine Stichwahl zwischen den beiden Bewerbern mit den meisten Stimmen.

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