Amphibienrettung in Neuried
Mehr Frösche, aber weniger Kröten gerettet
- Der Abschluss der Amphibienrettungsmaßnahmen wurde von den Helfern in Neuried gefeiert.
- Foto: Jürgen Stude
- hochgeladen von Christina Großheim
Neuried (st) Die Betreuung des Amphibienzauns entlang der Landesstraße 75 zwischen Altenheim und Goldscheuer ist erfolgreich abgeschlossen. Für alle Beteiligten der Altenheimer Amphibienrettungsaktion ein willkommener Anlass zum Feiern, heißt es in einer Pressemitteilung. Treffpunkt war das Waldhäusel im Altenheimer Wald, unweit der L75. Während einige Helfer den Grill vorbereiteten, führte Förster Gunter Hepfer die Anwesenden zu neu angelegten Teichen und erläuterte die Lebensräume der Amphibien im Altenheimer Wald.
Bestand stabilisiert sich
Im Anschluss gaben er und Jürgen Stude von der Ortsgruppe Neuried des BUND für Umwelt und Naturschutz einen Überblick über die Ergebnisse der diesjährigen Aktion. Erfreut stellten sie fest, dass die Zahl der dieses Jahr geretteten 2.090 Amphibien deutlich über dem Jahr 2024 (768 Tiere) und dem Jahr 2025 (1.763 Tiere) lag. Stabilisiert hat sich klar der Bestand der Frösche, zu denen unter anderem Braun- und Grünfrösche zählen und Wasserfrösche, Grasfrösche, Springfrösche, Teichfrösche sowie Kleine Wasserfrösche. Besonders positiv wurde die Zunahme der Laubfrösche bewertet, die inzwischen zu den in Deutschland stark gefährdeten Arten gehören.
Besorgniserregend hingegen ist der drastische Rückgang der Erdkröten: Mit lediglich 279 Exemplaren blieb ihre Zahl weit hinter den Ergebnissen früherer Jahre zurück. Noch 2022 stellten sie mit über der Hälfte der damals gezählten 4.285 Individuen die größte Gruppe dar, während dieses Jahr nur etwa 300 Kröten über die Straße getragen wurden. Diese negative Entwicklung wird vor allem mit den extrem trockenen und heißen Sommern seit 2022 in Verbindung gebracht. Trotz dieser Herausforderungen zeigen sich die Amphibienfreunde zuversichtlich, dass sich die Krötenpopulationen langfristig erholen können.
Zum Abschluss dankten Gunter Hepfer und Jürgen Stude allen Helfern für ihren unermüdlichen Einsatz und leiteten damit zum geselligen Teil des Dankesfestes über.





Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.