Weinbau und Kellerwirtschaft haben sich in 20 Jahren verändert
Bei Qualitätsmanagement Vorreiterrolle übernommen

Kellermeister Martin Bäuerle, Geschäftsführender Vorstand Markus Ell und Qualitätsmanager Frank Männle konnten das Niveau anheben.
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  • Foto: Oberkircher Winzer
  • hochgeladen von Daniel Hengst

Oberkirch (dh). Geschmäcker ändern sich – auch beim Wein. So waren im Jahr 1997, als der Guller aus der Taufe gehoben wurde, ganz andere Weine gefragt, als heute. Doch die Zeit bleibt nicht stehen.

Auch heute, 20 Jahre später, ist wieder ein Wandel bei den Vorlieben für badische, deutsche und internationale Weine zu bemerken. Welche Weine wurden vor 20 Jahren in der Ortenau am liebsten getrunken? Die Verantwortlichen bei den "Oberkircher Winzern" erinnern sich: "Vor 20 Jahren gab es einen Hype um badischen Spätburgunder. Weißweine hatten es schwer. Phasenweise erhielten unsere Kundinnen und Kunden nur Rotweine, wenn sie auch Weißweine dazu kauften." Heute würden die Weinkunden differenzierter einkaufen, wissen die Fachleute. Auch die jahreszeitlichen Schwankungen hätten sich geändert. "Im Sommer Weißwein und im Winter Rotwein – diese Einteilung gibt es heute so nicht mehr." Ein "unglaublich starker Trend" gehe aktuell zu Roséweinen. Dagegen hätten Bukettweine wie Traminer, Gewürztraminer oder Scheurebe im Vergleich zu vor 20 Jahren an Bedeutung verloren.

Auch beim Ausbau der Weine im Keller hat sich in den letzten 20 Jahren bei den Oberkircher Winzern viel getan. Einiges musste sich im Keller und in den Reben bei den Winzern verändern, um den heutigen Ansprüchen der Weinkunden gerecht zu werden. "Die Trauben wurden damals oft relativ „hart“ verarbeitet, um an den Saft zu gelangen. Dadurch gab es je nach Jahrgang bisweilen etwas Bitternis in diesen Weinen", erinnert sich Kellermeister Martin Bäuerle. Mittlerweile hätten aber alle qualitätsorientierten Betriebe in die Annahmetechnik der Trauben investiert. Dadurch seien die Weißweine wesentlich feingliedriger und fruchtbetonter geworden. Die Rotweine aus der Ortenau und aus Oberkirch seien aufgrund der Klimaerwärmung und der reduzierten Erträge mittlerweile auf internationalem Top-Niveau angekommen.

Grundlegend verändert habe sich auch das Qualitätsmanagement, so Frank Männle. "Die Abstimmung zwischen Traubenerzeugung, Ausbau und Vermarktung wurde professionalisiert." Die Oberkircher Winzer seien hier vorausgegangen und hätten bereits im Juni 2002 – als erster Weinerzeuger in Baden – einen Qualitätsmanager Wein eingestellt. "Wir haben hier eine Vorreiterrolle eingenommen, die Vorbild für viele andere Erzeuger geworden ist", so Markus Ell, geschäftsführender Vorstand der Oberkircher Winzer.

Autor:

Daniel Hengst aus Lahr

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