Fotografien von Adolf Herrmann
OB Braun besucht Sonderausstellung

Oberbürgermeister Matthias Braun besuchte als einer der ersten Besucher die aktuelle Sonderausstellung des Heimat- und Grimmelshausenmuseums. Dr. Irmgard Schwanke, Leiterin des Museums, erläuterte ihm die Exponate und schilderte Berichte von Zeitzeugen.
  • Oberbürgermeister Matthias Braun besuchte als einer der ersten Besucher die aktuelle Sonderausstellung des Heimat- und Grimmelshausenmuseums. Dr. Irmgard Schwanke, Leiterin des Museums, erläuterte ihm die Exponate und schilderte Berichte von Zeitzeugen.
  • Foto: Bild: Ulrich Reich/Stadt Oberkirch
  • hochgeladen von Matthias Kerber

Oberkirch (st). Die Sonderausstellung „Normalität im Krieg? Photographien von Adolf Herrmann“ kann seit Anfang Juli im Heimat- und Grimmelshausenmuseum besichtigt werden. Einer der ersten Besucher war Oberbürgermeister Matthias Braun. Die sehenswerte Sonderausstellung kann noch bis zum 3. November 2020 zu den üblichen Öffnungszeiten besucht werden.

Die Sonderausstellung zeigt Fotografien von Adolf Herrmann. Herrmann war von 1939 bis 1945 Kaplan in Oberkirch. Mit großem Interesse betrachtete Oberbürgermeister Braun die Farbaufnahmen des Kaplans sowie die anderen Exponate aus dem Bestand des Museums zu den Kriegsjahren. „Die ausgestellten Bilder sind beeindruckende Zeitzeugnisse vom Alltagsleben in dieser Zeit“, betont das Stadtoberhaupt. „Adolf Herrmann lichtete Menschen bei der Arbeit, in der Freizeit und bei kirchlichen Veranstaltungen ab“, berichtet Museumsleiterin Dr. Irmgard Schwanke im Gespräch. „Nur wenige Motive deuten direkt auf ihre Entstehungszeit und den Krieg hin. Das soll ihre Bedeutung jedoch keineswegs schmälern.“ Die Fotos veranschaulichen das Bedürfnis der Menschen, den Krieg – so gut dies eben ging – zumindest zeitweise in den Hintergrund zu drängen.

Exponate ergänzen Ausstellung

In der Ausstellung werden den Aufnahmen von Adolf Herrmann Exponate gegenübergestellt, die die andere, schreckliche Seite des vor 75 Jahren zu Ende gegangenen Krieges dokumentieren. Beeindruckend ist dabei ein Ordner mit Kopien aus einem Erinnerungsbuch der katholischen Pfarrgemeinde Oberkirch. In diesem sind die im Krieg gefallenen oder vermissten Mitgliedern der Oberkircher katholischen Kirchengemeinde aufgeführt. Auf diese Weise kann sich der Ausstellungsbesucher ein eigenes Bild von den Schicksalen von 334 Oberkirchern verschaffen.

Zum Schutz von Museumsbesuchern und Mitarbeitern gelten für den Besuch des Museums corona-bedingt spezielle Regeln. Für Besucher besteht die Pflicht, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Die Besucherzahl im Museum und im Sonderausstellungsraum ist begrenzt. Besucher müssen einen Abstand von mindestens 1,5 Metern einhalten. Außerdem werden für eine eventuelle Nachverfolgung von Kontakten die Namen und Adressen der Museumsbesucher erfasst und vier Wochen lang aufbewahrt. Eine offizielle Eröffnung der Sonderausstellung und Führungen sind momentan leider nicht möglich.

Das Heimat- und Grimmelshausenmuseum ist dienstags und donnerstags von 15 bis 19 Uhr sowie sonntags von 10 bis 12.30 Uhr und von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Der Besuch des Museums und der Sonderausstellung ist frei.

Autor:

Matthias Kerber aus Offenburg

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