Oberkircher Mühlbachpfad
Torbogen erinnert an ehemalige Lohmühle

Die Aufnahme zeigt von links: Oberbürgermeister Matthias Braun, Vorstandsvorsitzenden Kai Furler, Rudolf Hans Zillgith, Stadtarchivarin Dr. Irmgard Schwanke und Hubert Schröer von der Koehler Paper SE.
  • Die Aufnahme zeigt von links: Oberbürgermeister Matthias Braun, Vorstandsvorsitzenden Kai Furler, Rudolf Hans Zillgith, Stadtarchivarin Dr. Irmgard Schwanke und Hubert Schröer von der Koehler Paper SE.
  • Foto: Ulrich Reich/Stadt Oberkirch
  • hochgeladen von Matthias Kerber

Oberkirch (st). Mit der Aufstellung des Torbogens der ehemaligen Lohmühle findet das Projekt des Oberkircher Mühlbachpfads seinen Abschluss. Oberbürgermeister Matthias Braun dankte allen Beteiligten für ihr Engagement.

Seit April veranschaulicht der Mühlbachpfad mit seinen 16 Stationen die einst immense Bedeutung des Gewerbekanals. Für Oberkirch war damals die Wasserkraft von existenzieller Bedeutung, wie Tafeln entlang des Pfads erläutern. Der Mühlbach war aber auch die Voraussetzung dafür, dass um das Jahr 1750 dort eine Papiermühle errichtet wurde. Auf die der heutige Globalplayer Koehler Paper SE zurückgeht. Ein weiteres Beispiel für die Nutzung des Gewebekanals ist die sogenannte Lohmühle, die in unmittelbarer Nachbarschaft der Papiermühle stand. Sie wird in Quellen schon im Mittelalter als Besitz des Klosters Allerheiligen erwähnt. Die Lohmühle diente zeitweise als Kupferhammer und Ölmühle, vor allem aber als Getreidemühle. Das Gebäude wurde 1997 abgerissen, das Türgewände mit der Jahreszahl 1526 jedoch erhalten. Rudolf Hans Zillgith hat als ehrenamtlicher Denkmalpfleger sozusagen „die Steine ins Rollen gebracht“ und die Idee entwickelt, das Türgewände in den Mühlbachpfad zu integrieren. „Sie haben das Projekt von den ersten Überlegungen bis zur Ausführung vorangetrieben und Kontakt zu den ausführenden Firmen gehalten“, betonte Oberbürgermeister Matthias Braun. Sein Dank ging auch an die Koehler Paper SE, die durch Vorstandsvorsitzenden Kai Furler vertreten wurde. „Sie standen der Idee der Aufstellung des Torbogens von Anfang an positiv gegenüber und haben sie tatkräftig unterstützt“, bedankte sich das Stadtoberhaupt Braun bei Kai Furler für die Unterstützung. Die Firma Koehler hat den Geländestreifen zur Verfügung gestellt, den Zaun versetzt, die Fundamente betoniert und die Fläche zu guter Letzt bepflanzt. Mit Hubert Schröer von der Koehler Paper SE habe man einen in allen Fragen sehr entgegenkommenden und kompetenten Ansprechpartner gehabt.

Aufstellung war ein Gemeinschaftsprojekt

Das Projekt ist ein gelungenes Beispiel für das erfolgreiche Miteinander von Denkmalschutz, Privatwirtschaft und öffentlicher Hand. „Ich möchte Ihnen allen ganz herzlich für Ihre Beteiligung und Ihr Engagement danken.“ Ein Pfad wie der Mühlbachpfad lebt davon, dass die Menschen, die ihn gehen, nicht nur Informationen erhalten, sondern dass Geschichte auch visualisiert wird, sei es durch Abbildungen auf den Tafeln oder durch Relikte wie dem Torbogen. Der Bogen sei eine echte Bereicherung für den Mühlbachpfad. „Gerne hat das Unternehmen die Aufstellung des Torbogens unterstützt“, betonte Vorstandsvorsitzender Kai Furler. Es freue ihn das große Engagement für die gemeinsame Geschichte zu sehen. „Die Liebe zur Stadt und zur Geschichte hat alle Beteiligten geeint.“

Die Stadt Oberkirch hat mit 15.000 Euro aus den Mitteln ihres Denkmalfonds die fachgerechte Aufbereitung der Sandsteine und die Errichtung des Torbogens finanziert.

Autor:

Matthias Kerber aus Offenburg

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