Sonntagsporträt
Matthias Bauernfeind – vom Bürgermeister zum Bühler OB

Für Matthias Bauernfeind sind es die letzten Tage als Bürgermeister im Rathaus von Oberwolfach. Am 1. Oktober tritt er sein Amt als Oberbürgermeister von Bühl an. Er wurde im ersten Wahlgang mit 71,1 Prozent gewählt.  | Foto: Michael Bode
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  • Für Matthias Bauernfeind sind es die letzten Tage als Bürgermeister im Rathaus von Oberwolfach. Am 1. Oktober tritt er sein Amt als Oberbürgermeister von Bühl an. Er wurde im ersten Wahlgang mit 71,1 Prozent gewählt.
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Oberwolfach/Bühl "Hallo Matthias, darf ich ein Selfie machen?" Ob Zwetschgenfest oder auf dem Weg vom Bahnhof zum Rathaus in Bühl – Matthias Bauernfeind wird regelmäßig von Jugendlichen angesprochen, die ihn regelrecht feiern. Sie haben seinen Wahlkampf auf TikTok verfolgt und finden, dass der neue Bühler Oberbürgermeister eine ganz schön coole Socke ist. Er kam aber nicht nur bei der Jugend gut an. Der 41-Jährige konnte sich immerhin gegen vier andere Kandidaten durchsetzen und wurde im ersten Wahlgang mit beachtlichen 71,1 Prozent zum neuen Stadtoberhaupt gewählt.

Ein lachendes und ein weinendes Auge

Noch bis 30. September ist er Bürgermeister von Oberwolfach, wo er auch wohnt. Sein neues Amt tritt der gebürtige Freiburger am 1. Oktober an und wird auch mittelfristig in die Zwetschgenstadt ziehen. Was wird er aus Oberwolfach vermissen? "Die Menschen, die kurzen Wege", sagt Matthias Bauernfeind, der von der hohen Lebensqualität im schönen Dorf schwärmt. Hier hat er einen herrlichen Garten mit vielen Zierpflanzen. Gleichzeitig freut er sich natürlich auf die neue Herausforderung.
Er ist übrigens der erste Rathauschef in seiner Familie: "Mein Vater war wie bereits mein Opa Kirchenmalermeister und Restaurator. Meine Mutter hatte ein Schreibwarengeschäft." Wie Matthias Bauernfeind ganz offen zugibt, war er in der Realschule nur ein mittelmäßiger Schüler und wusste nach der Mittleren Reife nicht so wirklich, was er beruflich machen möchte. "Ich bin handwerklich und technisch nicht besonders begabt", verrät der CDU-Politiker. Also meldete er sich auf der kaufmännischen Schule für das BK I an: "Ich dachte mir, da mache ich nichts verkehrt." Es folgte das BK II, anschließend war der Freiburger dann staatlich geprüfter Wirtschaftsassistent und schloss ein Studium auf der Hochschule für öffentliche Verwaltung in Kehl an, der sogenannten Bürgermeisterschmiede. Bei der Guggenmusik "Eckepfätzer Freiburg" gaben ihm seine Kumpels schon damals wegen seines Studiums den Spitznamen Bürgermeister.

Als Kirchenbeamter für elf Kindergärten zuständig

Auf der Hochschule wählte er den Schwerpunkt Kommunalpolitik und absolvierte ein Bürgermeister-Seminar bei der Konrad-Adenauer-Stiftung. Tatsächlich reifte schon damals der Gedanke, das könnte später einmal eine berufliche Option sein. Doch zuerst war Bauernfeind zwei Jahre beim Regierungspräsidium Freiburg, danach fünf Jahre lang Kirchenbeamter. Auf der Verrechnungsstelle in Villingen war er als Geschäftsführer für elf Kindergärten verantwortlich, darunter auch in Oberwolfach. "Es gab damals dort zwei Kindergärten, daraus machten wir das Familienzentrum St. Josef", erzählt der dreifache Vater. Als er später hörte, dass der langjährige Rathauschef Jürgen Nowak nicht mehr antreten wird, beschloss Bauernfeind: "Ich bewerbe mich."
Manuel Hagel, Fraktionsvorsitzender der CDU im Landtag, sagt über ihn, Bauernfeind sei ein Spürfuchs, was Fördertöpfe angehe. In jedem Fall liebt er seine Arbeit: "Die Kommune ist der einzige Ort der Wahrheit. Dort kann man als Politiker unmittelbar sehen, wie sich die eigene Arbeit auswirkt und von den Menschen angenommen wird." Ein wichtiger Schwerpunkt für ihn ist die Jugendarbeit. Und wie man in Bühl sieht, kommt er auch bei der Jugend gut an. Die Kommune ist der einzige Ort der Wahrheit. Dort kann man als Politiker unmittelbar sehen, wie sich die eigene Arbeit auswirkt und von den Menschen angenommen wird."
Lieblingsgerichte

  • Schäufele mit Kartoffelsalat
  • eine gute Bolognese
  • Risotto
  • Gartenpflanzen
  • Rosen
  • Liliengewächse
  • Apfelbaum
Für Matthias Bauernfeind sind es die letzten Tage als Bürgermeister im Rathaus von Oberwolfach. Am 1. Oktober tritt er sein Amt als Oberbürgermeister von Bühl an. Er wurde im ersten Wahlgang mit 71,1 Prozent gewählt.  | Foto: Michael Bode
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