Feuerwehr Offenburg Abteilung Mitte
376 Einsätze im vergangenen Jahr
- Bürgermeister Martini, Jugendgruppenleiterin Julia Suchrow, Feuerwehrkommandant Nils Schulze, Malte Stöwe, Oliver Schreiber, Elisa Kunze, Björn Eschenbach, Adam Steiner, Julia Fühner, Matthias Sachs, Stellvertretender Feuerwehrkommandant Markus Pehlke, Stellvertretender ehrenamtlicher Feuerwehrkommandant Bernhard Denne, Sebastian Holloway, Younis Waqaar, Abteilungskommandant Marco Dürr, stellvertretender Abteilungskommandant Markus Burg.
- Foto: Christina Häußler
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Offenburg (st) Auf ein arbeitsreiches Jahr hat die Einsatzabteilung Mitte der Feuerwehr Offenburg bei ihrer Abteilungsversammlung am vergangenen Freitag, 13. März 2026 zurückgeblickt. Insgesamt 376 Einsätze bewältigten die Kameraden im vergangenen Jahr – rein rechnerisch mehr als ein Einsatz pro Tag, heißt es in einer Pressemitteilung.
Abteilungskommandant Marco Dürr habe zur Versammlung neben den Mitgliedern der Abteilung auch Bürgermeister Oliver Martini, Feuerwehrkommandant Nils Schulze mit seinem Stellvertreter Markus Pehlke sowie den stellvertretenden ehrenamtlichen Feuerwehrkommandanten Bernhard Denne begrüßt.
Hohe Belastung
Zu Beginn gedachten die Anwesenden der verstorbenen Kameraden Ludwig „Lu“ Ostberg, Andreas Hettig und Richard Bätz, die sich über viele Jahre hinweg für die Feuerwehr und den Schutz der Bevölkerung eingesetzt hatten. Die Einsatzabteilung Mitte umfasst derzeit 135 Mitglieder. Davon gehören 50 der aktiven Einsatzabteilung an, darunter zehn Feuerwehrfrauen. 63 Mitglieder zählen zur Altersabteilung, während 22 Jugendliche in der Jugendfeuerwehr aktiv sind. Ein Blick in die Einsatzstatistik zeigt die hohe Belastung der Abteilung: 281 Einsätze fanden nachts statt, während 95 Alarmierungen am Tag lagen. Zusätzlich kamen 18 Wachbereitschaften mit 114 Funktionen sowie 95 Brandsicherheitswachen mit insgesamt 244 Funktionen hinzu. Den größten Anteil machten Brandmeldeanlagen mit 133 Alarmierungen aus. Bei 45 Einsätzen konnten Menschen gerettet oder unterstützt werden, bei rund 90 Einsätzen kam es zu einem Brandereignis.
Neben den Einsätzen spielte auch die Ausbildung eine wichtige Rolle. Regelmäßige Übungen seien die Grundlage für sicheres Arbeiten im Einsatz, betonte Dürr. Ein besonderer Dank ging an Nico Kempf und Matthias Sachs, die den Ausbildungsplan erstellt haben, sowie an alle Ausbilder der Abteilung. Auch technisch habe sich im vergangenen Jahr einiges getan. Mit der neuen Drehleiter und dem Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug HLF 10 verfügt die Wache über moderne Einsatztechnik. Gleichzeitig halte die Digitalisierung weiter Einzug, etwa durch den Einsatz von Einsatztablets, die im Einsatz wichtige Informationen schnell verfügbar machen.
Nachwuchsarbeit
Ein wichtiger Bestandteil der Feuerwehr ist auch die Nachwuchsarbeit. Jugendgruppenleiterin Julia Suchrow hob in ihrem Bericht die große Bedeutung der Jugendfeuerwehr hervor. Neben feuerwehrtechnischen Grundlagen lernen die Jugendlichen dort auch wichtige Fähigkeiten fürs Leben. Dazu gehören unter anderem das Lösen von Konflikten, Erste Hilfe zu leisten sowie den sicheren Umgang mit Feuer und Löschtechnik. Ein besonderes Highlight im vergangenen Jahr war der Generationentag gemeinsam mit den Alterskameraden. Dieser Austausch zwischen jungen Mitgliedern und erfahrenen Feuerwehrkameraden sei für beide Seiten sehr lehrreich gewesen. Darüber hinaus fördere die Jugendfeuerwehr vor allem den Teamgeist, da Kinder und Jugendliche früh lernen, gemeinsam im Team zu arbeiten und Verantwortung zu übernehmen.
In seinem Grußwort würdigte Bürgermeister Martini das große Engagement der Einsatzabteilung. Neben den zahlreichen Einsätzen beeindrucke ihn besonders, wie aktiv die Feuerwehr auch außerhalb des Einsatzdienstes sei und wie stark Kameradschaft und Gemeinschaft gepflegt würden. Die Einsatzabteilung Mitte spiele mit ihrem hohen Einsatzaufkommen eine wichtige Rolle innerhalb der gesamten Feuerwehr Offenburg.
Auch Feuerwehrkommandant Nils Schulze dankte den Kameraden für ihre Arbeit. Die Vielzahl an Einsätzen, Brandsicherheitswachen und zusätzlichen Aufgaben sei eine beeindruckende Leistung. Besonders hob er die intensive Ausbildung rund um die neue Drehleiter hervor. In kurzer Zeit sei es gelungen, das neue Rettungsgerät in den Einsatzdienst zu integrieren. Schulze sprach außerdem den großen Dank des Feuerwehrkommandos für den Tag der offenen Tore aus, der in der Bevölkerung sehr positiv aufgenommen worden sei.
Tag der offenen Tür
Der Tag der offenen Tore am 1. Juni 2025 war einer der Höhepunkte des vergangenen Jahres. Viele Besucher nutzten die Gelegenheit, sich über Fahrzeuge, Technik und Aufgaben der Feuerwehr zu informieren. Aus dem Erlös der Veranstaltung konnten 6.000 Euro an soziale Einrichtungen in der Region gespendet werden.
Ein weiterer wichtiger Schritt im Bereich der Einsatznachsorge wurde ebenfalls vorgestellt. Als Vertrauenspersonen für die psychosoziale Notfallversorgung für Einsatzkräfte (PSNV-E) wurden durch das Feuerwehrkommando Marco Dürr, Florian Michel und Younis Waqaar benannt. Sie stehen künftig als Ansprechpartner zur Verfügung, wenn Einsatzkräfte nach belastenden Einsätzen Unterstützung oder ein vertrauliches Gespräch benötigen.
Mit Blick auf die Zukunft nannte Dürr mehrere Themen, die die Feuerwehr weiter beschäftigen werden. Dazu gehören die Verbesserung der Tagesverfügbarkeit durch neue hauptamtliche Kräfte, die zunehmende Digitalisierung sowie die langfristige Entwicklung der Feuerwache am Kestendamm.
Zum Abschluss dankte Dürr allen Kameraden für ihren Einsatz und ihr Engagement für die Sicherheit der Bürger. Wer Interesse an der ehrenamtlichen Arbeit bei der Feuerwehr hat, ist jederzeit willkommen und kann sich bei der Feuerwehr Offenburg melden. Mit dem Leitspruch der Feuerwehr „Einer für alle – alle für einen“ endete die Versammlung und der Abend klang in kameradschaftlicher Runde aus.
Ernennungen und Beförderungen
Im Rahmen der Versammlung wurden außerdem mehrere Ernennungen und Beförderungen vorgenommen. Zu Feuerwehrmännern wurden Björn Eschbach, Oliver Schreiber und Kumar Sendhil ernannt. Zu Oberfeuerwehrfrauen wurden Julia Fühner und Julia Suckrow ernannt. Elisa Kunze wurde zur Hauptfeuerwehrfrau ernannt. Eine Beförderung zum Oberlöschmeister erhielten Matthias Sachs und Adam Steiner. Für besonderes Engagement in der Jugendfeuerwehr wurde Malte Stöwe mit dem Fleißwerribert ausgezeichnet. Für Ihre besonders hohe Probeteilnahme wurden Julia Fühner, Matthias Sachs und Sebastian Holloway ausgezeichnet.







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