Evangelischer Kirchenbezirk Ortenau
Synode setzt auf Zuversicht
- Die Ortenausynode legt fest, wie Kirche auf die gerausforderungen der Zukunft reagieren soll.
- Foto: Dekanat Ortenau
- hochgeladen von Christina Großheim
Offenburg (st) Mit dem Ende der Sommerferien nimmt auch die Arbeit im Evangelischen Kirchenbezirk Ortenau wieder Fahrt auf. Die Beschlüsse der Ortenausynode vom Juli zeigen laut einer Pressemitteilung, wie Kirche auf die Herausforderungen der kommenden Jahre reagieren will: mit Zuversicht, klaren Entscheidungen und dem festen Willen, das kirchliche und gesellschaftliche Leben in der Region aktiv mitzugestalten.
Im Mittelpunkt der Beratungen standen die Zukunftsfähigkeit kirchlicher Arbeit, die finanzielle Entwicklung des Kirchenbezirks sowie die Bedeutung diakonischen Engagements in einer sich wandelnden Gesellschaft. Synodenvorsitzender Jürgen Hammel begrüßte die mehr als 100 anwesenden Synodalen und zahlreiche Gäste aus Kirche und Diakonie. Besonders hervorgehoben wurde die Vielfalt kirchlichen Lebens und die enge Verbindung von Verkündigung, Gemeinschaft und diakonischem Handeln.
Wahl des Diakoniepfarrers
Ein wichtiger Tagesordnungspunkt war die Wahl des Diakoniepfarrers. Die Synode bestätigte Pfarrer Andreas Bordne mit großer Mehrheit in seinem Amt. Bordne berichtete von seiner Arbeit in verschiedenen sozialen und diakonischen Handlungsfeldern, darunter die Begleitung von Menschen am Lebensende, die Unterstützung von Betroffenen von Menschenhandel sowie aktuelle Fragen rund um Wohnen und soziale Teilhabe.
Auch die Zusammenarbeit mit dem Diakonischen Werk wurde gestärkt. Die Synode entsandte die Mitglieder der Verbandsversammlung und würdigte deren Bereitschaft, Verantwortung für die Ausrichtung und Weiterentwicklung der diakonischen Arbeit in der Region zu übernehmen.
Wiederberufung
Einen besonderen Moment bildete zudem die Wiederberufung von Pfarrer Igor Lindner für die Gefängnisseelsorge. In seinem Bericht machte er deutlich, wie wichtig Gespräche, Gottesdienste und persönliche Begleitung für Menschen im Strafvollzug sind. Die Gefängnisseelsorge verstehe sich als Dienst am Menschen, unabhängig von dessen Lebensgeschichte.
Intensiv diskutiert wurden die finanziellen Rahmenbedingungen für die kommenden Jahre. Trotz rückläufiger Kirchenmitgliederzahlen und sinkender Kirchensteuereinnahmen verabschiedete die Synode den Haushalt für 2026 und 2027. Dabei wurde deutlich: Der Kirchenbezirk setzt weiterhin bewusst auf Investitionen in kirchliche und gesellschaftliche Zukunftsaufgaben. Schwerpunkte liegen unter anderem in der Jugendarbeit, der Kirchenmusik, der Bildungsarbeit sowie einer stärkeren Öffentlichkeitsarbeit und Familienarbeit. Ziel ist es, Menschen auch außerhalb der klassischen kirchlichen Angebote anzusprechen und über Themen wie Taufe, Konfirmation, Trauung, Bestattung und diakonisches Engagement zu informieren.
Im Bericht aus der Landessynode wurden außerdem die Herausforderungen durch sinkende Kirchensteuereinnahmen, notwendige Strukturveränderungen und die Sicherung kirchlicher Angebote angesprochen. Gleichzeitig wurde deutlich, dass Kirche weiterhin ihren Beitrag für eine offene, vielfältige und solidarische Gesellschaft leisten will.
Leitmotiv
Zum Abschluss der Synode stand ein Gedanke im Mittelpunkt, der auch die kommenden Monate prägen soll: „Gemeinsam ist besser als einsam.“ Mit diesem Leitmotiv will der Kirchenbezirk Ortenau die anstehenden Aufgaben angehen. Im Herbst werden die begonnenen Zukunftsgespräche fortgesetzt. Dabei geht es um die Frage, wie Kirche auch in Zeiten des Wandels nah bei den Menschen bleiben und Hoffnung stiften kann.
„Die Sommerpause hat Gelegenheit gegeben, Kraft zu schöpfen und neue Perspektiven zu gewinnen. Nun starten wir mit Zuversicht in den Herbst und wollen die Zukunft unseres Kirchenbezirks gemeinsam gestalten“, betonen die Dekane Oliver Wehrstein und Rainer Becker. Dabei sollen die Stärken der Gemeinden, der Diakonie und des vielfältigen ehren- und hauptamtlichen Engagements weiterhin sichtbar gemacht und miteinander vernetzt werden.







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