Neue Gulaschkanone der Althistorischen
Bohnensuppe ist gesichert
- Stephan Tussig (v. l.), Thomas Schanz und Mathias Bock
- Foto: Stephan Tussig
- hochgeladen von Christina Großheim
Offenburg (st) Es ist in Offenburg – an Fasent auch Bohneburg genannt – eine jahrzehntelange Tradition: die Ranzengarde der Althistorischen Narrenzunft Offenburg e.V. kocht in ihrer Gulaschkanone die „weltbeschde Bohnesupp“ und schenkt diese am Offenburger Narrentag sowie am Schmutzigen Donnerstag dem Narrenvolk zur Stärkung aus.
Außerhalb der Saison stehen die Wartung und Pflege der Gulaschkanone an und wie es bei PKW verpflichtend ist, so muss auch eine Gulaschkanone zum TÜV, schreibt die Narrenzunft in einer Pressemitteilung. Dieser sei leider zu keinem guten Ergebnis gekommen: Die Nutzungsdauer der Gulaschkanone ist begrenzt. Die TÜV-Prüfung wird die letzte sein, dann hat die Gulaschkanone ausgedient.
Verschleiß
Der jahrzehntelange Gebrauch habe massive Verschleißerscheinungen hinterlassen, sodass die Ranzengarde ihre Gulaschkanone schweren Herzens in den Ruhestand schicken muss. Nun standen die Ranzengarde und der Vorstand der Althistorischen vor der Herausforderung, Ersatz zu beschaffen und die Qualität der „weltbeschde Bohnesupp“ für die Bohneburger Fasent weiterhin zu sichern. Über mehrere Monate hinweg wurde das Internet durchforstet, telefoniert, recherchiert, um gebrauchte Feldküchen mit ähnlicher Technik zu erwerben – leider erfolglos. Irgendwann gelang es dem Leutnant der Ranzengarde, Stephan Tussing, eine Firma im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge ausfindig zu machen, die Feldküchen restauriert und vertreibt. Mit Thomas Schanz von Schanz Feldküchen hatte er endlich einen kompetenten Partner gefunden, der die ausgediente Gulaschkanone der Althistorischen ersetzen konnte.
In der Lagerhalle der des Unternehmens stehen mehrere wieder aufbereitete und restaurierte Feldküchen, unter anderem aus alten Armeebeständen, in einer Größe, die der ausgedienten Gulaschkanone entsprechen. Thomas Schanz besorgt sich für die Aufbereitung Material und Ersatzteile, sodass er die Feldküchen möglichst originalgetreu restaurieren und funktionstüchtig machen kann.
Nach einigen Verhandlungen hinsichtlich Restaurierung, Ablauf und Preis wurde dann in rund zwei Monaten die neue Gulaschkanone für die Ranzengarde restauriert und aufbereitet. Als finaler Schritt wurde sie sogar noch im typischen Blau der Ranzengarde lackiert. Nach der Abnahme durch den TÜV und die Übermittlung der Fahrzeugpapiere wurde die neue Gulaschkanone schließlich am 18. November in Offenburg zugelassen. Leutnant Stephan Tussing und der neu berufene Koch der Bohnensuppe, Mathias Bock, machten sich dann am 21. November auf den rund 650 Kilometer langen Weg in Richtung Dresden, um die Gulaschkanone rechtzeitig zur Fasentskampagne 2026 zu überführen und in Betrieb zu nehmen. Die Ranzengarde und die gesamte Althistorische Narrenzunft Offenburg e.V. freuen sich, dass damit die Qualität und der Ausschank der „weltbeschde Bohnesupp“ langfristig gesichert ist.






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