Welt-Frühgeborenen-Tag
Erfahrungsaustausch im Ortenau Klinikum

Mutter-Kind-Zentrum am Ortenau Klinikum in Offenburg
  • Mutter-Kind-Zentrum am Ortenau Klinikum in Offenburg
  • Foto: Ortenau Klinikum
  • hochgeladen von Anne-Marie Glaser

Offenburg (st). Zu Gesprächen und einem regen Erfahrungsaustausch sind am Welt-Frühgeborenen-Tag in der Kinderklinik am Ortenau Klinikum in Offenburg rund 40 Eltern mit ihren ehemaligen Frühgeborenen und deren Geschwistern zusammengekommen. Sie waren einer Einladung der neonatologische Intensivstation am Ortenau Klinikum in Offenburg gefolgt, die zu dem Aktionstag unter dem Motto „Starker Start für kleine Helden“ eingeladen hatte.

Erfahrungen austauschen

„Für viele Eltern ist die Bindung zu unserer Klinik nach der Erfahrung einer Frühgeburt ihres Kindes noch über längere Zeit vorhanden. Wir möchten den Eltern an diesem Tag die Möglichkeit bieten, Erfahrungen auszutauschen und mit uns ins Gespräch zu kommen“, betont Dr. Stefan Stuhrmann, Chefarzt der Klinik für Kinderheilkunde und Jugendmedizin. An der Veranstaltung nehmen Ärzte und Pflegekräfte der neonatologischen Intensivstation teil und stehen als Ansprechpartner für die Eltern zur Verfügung.

„Für uns Pflegefachkräfte ist es wichtig zu hören, was die Eltern über die Zeit in der Klinik berichten“, sagt Katharina Kokol, die als stellvertretende Stationsleiterin gemeinsam mit zehn Mitarbeiterinnen die Veranstaltung organisiert hat. „Und es ist schön zu sehen, wie gut sich die ehemaligen Frühgeborenen entwickelt haben“, fügt sie zufrieden hinzu. Die Rückmeldungen der Eltern helfen uns, zusammen mit neuen Forschungsergebnissen, die Eltern-Kind-Bindung während des Aufenthalts professionell zu unterstützen und die Entwicklung der Frühgeborenen optimal zu fördern.

Klinikclown Stups

Ein Höhepunkt der Veranstaltung war der Besuch des Klinikclowns Stups, dessen Auftritt vom Verein zur Förderung der klinischen Kinderheilkunde e. V. gesponsert wurde. Die Kinder verfolgten aufgeregt die Kunststücke des Clowns und erhielten individuelle Luftballontiere.

Im internationalen Vergleich kommt etwa jedes zehnte Neugeborene zu früh auf die Welt. Als Frühgeburt zählen Babys, die vor Vollendung der 37. Schwangerschaftswoche geboren werden. Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO stellt Frühgeburt die Haupttodesursache bei Kindern unter fünf Jahren dar. Um Frühgeborenen und ihren Familien eine Stimme zu geben, hat die European Foundation for the Care of Newborn Infants (EFCNI) bereits 2008 den Welt-Frühgeborenen-Tag ins Leben gerufen, der jährlich am 17. November begangen wird. EFCNI vereint als europäische Stiftung für Frühgeborene und kranke Neugeborene Eltern, medizinische Fachleute verschiedener Disziplinen, Wissenschaftler, Politiker und weitere Akteure mit dem Ziel, den Gesundheitszustand Frühgeborener und kranker Neugeborener zu verbessern.

Die neonatologische Intensivstation ist Teil des Mutter-Kind-Zentrums am Ortenau Klinikum in Offenburg und erfüllt die Anforderungen an ein Perinatalzentrum Level 1, also der höchsten neonatologischen Versorgungsstufe. Sie verfügt über zehn Betten und bietet die technischen und personellen Voraussetzungen für eine optimale Versorgung. Die Zahl der versorgten Früh- und Neugeboren liegt im Jahr bei etwa 300 bis 400, bei zirka 50 von ihnen liegt das Geburtsgewicht unter 1.500 Gramm.

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