Radler geben das Tempo vor
Offenburgs erste Fahrradstraße eingeweiht

Baubürgermeister Oliver Martin (v. l.) bei der Einweihungsfahrt mit den Stadtplanern Eva Kimmig und Marco Pastorini sowie der Radverkehrsplanerin Amrei Bär auf der ersten Fahrradstraße in Offenburg.
  • Baubürgermeister Oliver Martin (v. l.) bei der Einweihungsfahrt mit den Stadtplanern Eva Kimmig und Marco Pastorini sowie der Radverkehrsplanerin Amrei Bär auf der ersten Fahrradstraße in Offenburg.
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Offenburg (gro). Die erste Fahrradstraße in Offenburg wurde am Mittwoch, 15. September, eingeweiht. Im Straßenzug Am Hohen Rain und Franz-Volk-Straße, zwischen Im Seewinkel und der Straßburger Straße, geben künftig die Radfahrer das Tempo vor. Es soll nicht bei dieser ersten Straße bleiben, weitere sind geplant: Noch in diesem Jahr sollen die Vogesenstraße Nord, der Jahnweg und die Straße Am unteren Mühlbach ebenfalls zu Fahrradstraßen umgebaut werden. Weitere sind im Stadtgebiet in Planung. "Wir machen das dort, wo wir Schulwege haben", so Bürgermeister Oliver Martini im Rahmen einer kleinen Einweihungsfeier vor Ort. "Sie wurde schon still und heimlich benutzt, nun wird sie offiziell in Betrieb genommen - nahezu pünktlich zum Schulstart." 

Die Stadt will mit der Einrichtung von Fahrradstraßen den Radverkehr stärken. Denn dadurch erhöht sich nicht nur die "Reisegeschwindigkeit" für die Radler, sondern auch die Sicherheit. "Die Vorfahrtsregeln wurden geändert", so Martini, "Räder haben hier Vorfahrt." Außerdem dürfen sie künftig nebeneinander fahren. Wer sie überholen will, muss 1,50 Meter Abstand halten. 

Autos ordnen sich den Radlern unter

In ihrer reinsten Form ist eine Fahrradstraße nur für Velos zugelassen. Das ist in einem Wohngebiet nur schwer durchsetzbar. Deshalb dürfen weiterhin Autos dort fahren und auch parken. "Gerade hier, wo Häuser aus der Gründerzeit stehen, reichen die privaten Stellplätze für die Anwohner nicht aus", so Martini. Es gelten unterschiedliche Regeln: Der Abschnitt Am Hohen Rain ist nach wie vor nur für Anlieger frei, das Stück der Franz-Volk-Straße ist für KFZ frei gegeben. 

Wer die Straße sieht, der erkennt auf den ersten Blick, dass sie anders ist: In den Kreuzungsbereichen zeigen großflächige grüne Markierungen auf der Fahrbahn, dass Räder die bevorrechtigten Verkehrsteilnehmer sind. Entlang der Fahrbahn läuft links und rechts die typische grüne "Radwege"-Markierung, Parkplätze sind ausgewiesen. Außerdem steht auf Schildern deutlich "Fahrradstraße" zu lesen. Es darf höchstens Tempo 30 gefahren werden. 

60.000 Euro hat die Umgestaltung des Straßenzugs gekostet. 50.000 Euro übernimmt das Land Baden-Württemberg, das die Einrichtung von Fahrradstraßen fördert. 10.000 Euro trägt die Stadt Offenburg.

Autor:

Christina Großheim aus Offenburg

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