Polizeipräsidium Offenburg
2025 starben mehr Menschen bei Unfällen
- Blicken auf das Geschehen auf den Straßen im Bereich des Polizeipräsidiums Offenburg in 2025 zurück: Rüdiger Schaupp, Pressestelle (v. l.), Tobias Dohl, Polizeipräsident Jürgen Rieger und Martin Plate, Leiter Schutzpolizeidirektion.
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- hochgeladen von Christina Großheim
Offenburg Auch wenn die Gesamtzahl der Unfälle im Bereich des Polizeipräsidiums Offenburg nur moderat gestiegen ist, ist Polizeipräsident Jürgen Rieger bei der Vorstellung der Verkehrsunfallstatistik für 2025 nicht zufrieden.
Ein Grund ist die Zahl der Verkehrstoten: 28 Menschen starben im vergangenen Jahr im Straßenverkehr, sieben mehr als im Vorjahr. Unter ihnen waren acht Fußgänger, sechs Radfahrer, ein E-Scooter-Fahrer und zwei Motorradfahrer, gibt Rieger Beispiele. "16 von den 28 waren Senioren", erklärt Rieger. Er sieht in der Überalterung der Gesellschaft eine Herausforderung: "Wir müssen uns dieser Bevölkerungsgruppe widmen und in die Prävention bei Senioren investieren."
Insgesamt verunglückten bei den 17.727 Verkehrsunfällen im vergangenen Jahr 2.850 Menschen. Das ist ein Anstieg von zwei Prozent. Davon wurden 2.478 leicht (plus drei Prozent) und 344 schwer (minus sieben Prozent) verletzt. Die Zahl der Verkehrstoten stieg dagegen im Vorjahresvergleich um 33 Prozent. Ein Blick auf die aktuellen Zahlen: Während 2025 am 13. Februar bereits sechs Tote zu beklagen waren, sind es im Vergleichszeitraum 2026 keine. "So sollte es bleiben", hofft Rieger.
Unterschiedliches Bild
Die Zahl der Unfälle mit Personenschaden stellt sich in den zwei Landkreisen und dem Stadtkreis, die zum Polizeipräsidium Offenburg gehören, unterschiedlich dar. In Baden-Baden stieg die Zahl um 23 auf 142 Unfälle, im Bereich Rastatt sank sie um 52 auf 599. 1.382 Unfälle mit Personenschaden gab es im Ortenaukreis, ein Anstieg um 72 gegenüber dem Vorjahr. Setzt man diese Zahlen in Relation zur Einwohnerzahl, ergibt sich eine Häufigkeitszahl von 250 in Baden-Baden, 260 im Landkreis Rastatt und von 310 im Ortenaukreis. "Der Ortenaukreis ist durch die Verkehrsachsen belastet", betont der Polizeipräsident. Dabei fehlen die Unfälle auf der A5: Werden diese hinzugezählt, ergeben sich insgesamt 2.299 Unfälle mit Personenschaden im Präsidiumsbereich.
Martin Plate, Leiter Schutzpolizeidirektion, beleuchtet die Unfallursachen: 19 Prozent geschahen wegen einer Vorfahrtsverletzung, 17 Prozent wegen nicht angepasster Geschwindigkeit, 15 Prozent wegen Fehlern beim Abbiegen, Wenden, Rückwärtsfahren oder Ein- und Ausfahren, zwölf Prozent wegen Abstandsfehlern, neun Prozent wegen einer Einschränkung der Verkehrstüchtigkeit, acht Prozent wegen einer Ablenkung und bei vier Prozent wegen Fehlern beim Überholen.
Mehr Drogenkonsum
"Es gibt einen Zuwachs beim Konsum von Alkohol und Drogen", bilanziert Plate. So wurde bei Verkehrskontrollen 1.426 Mal Alkohol- und 920 Mal Drogenkonsum festgestellt. "Dabei geht es nicht nur um THC", erklärt Plate. In 74 Fällen war vor der Fahrt Kokain konsumiert worden.
Ein weiteres Problem bilden die Rad- und E-Scooter-Fahrer. Die Zahl der Verletzten ist dort angestiegen. Zudem würden sie von anderen Verkehrsteilnehmern als sicherheitsgefährdend wahrgenommen werden. Auf beide Verkehrsteilnehmer will die Polizei verstärkt ihr Augenmerk in diesem Jahr richten.






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