„Der Mensch steht im Zentrum“
Hauswirtschaft als Berufsfeld ist abwechslungsreich und zukunftssicher

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Am Morgen wird das frische Gemüse am Eingang abgeholt, welches für die Küche benötigt wird. Denn das Thema Gesundheit spielt eine wichtige Rolle, wenn es um die Ernährung geht. Mit den Zutaten geht es in die Küche der Haus- und Landwirtschaftlichen Schulen Offenburg (HLS). Anhand der Rezepte werden vielfältige Gerichte zubereitet. Dabei wird auf Hygiene, Kochtechniken und natürlich auch auf die Optik der Speisen geachtet – das Auge isst schließlich mit und wer freut sich nicht über ein Essen, das schmeckt und dabei auch noch gut aussieht.
Nach dem Kochen geht’s jetzt ran an die Wäsche. Von der Nähmaschine bis zum Waschmittel kennen sich Hauswirtschafter mit allem aus, was Textilien betrifft. Auch hier spielt die Hygiene eine zentrale Rolle, denn schließlich hängen Sauberkeit und Gesundheit zusammen. Am Nachmittag rückt daher auch die Pflege von bedürftigen Menschen ins Blickfeld: Wie misst man den Blutdruck? Welche Nahrung brauchen Diabetiker? Wie gehe ich mit kleinen Kindern um? Diese und viele weitere Fragen sind Teil des Unterrichts, den junge Menschen erwartet, die sich für das Berufsfeld Hauswirtschaft entschieden haben.
Der Begriff „Hauswirtschaft“ darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass es hier nicht um die private, häusliche Welt geht. „Da Laien mit dem Beruf der Hauswirtschafterin zunächst wenig anfangen können, ist es wichtig zu erklären, was alles in ihm steckt.“, meint Ina Verständig, Lehrerin für Hauswirtschaft an den HLS Offenburg. Hauswirtschafter sind im Grunde Manager, die sich um alle Belange des täglichen Lebens kümmern und zwar meist im großen Maßstab. So arbeiten sie oft in Pflegeheimen, in großen Küchen oder auch in sozialen Einrichtungen.
Und egal wo sich der Einsatzort befindet, immer steht der Mensch im Zentrum. Gerade deswegen ist Hauswirtschaft „ein Beruf mit Zukunft und vielfältigen Perspektiven“, wie Anita Munz vom Landesverband Hauswirtschaft resümiert. In der heutigen Zeit sind Bewerber in sozialen Berufen heiß begehrt – nicht zuletzt, weil immer mehr Menschen in Pflegeheimen leben oder Hilfe im Alltag und zuhause brauchen.
Insofern ist Hauswirtschaft ein topaktueller und moderner Beruf, auch wenn der Begriff angestaubt klingen mag. Dafür spricht auch, dass Themen in der Ausbildung eine Rolle spielen, die heute in aller Munde sind, zum Beispiel Nachhaltigkeit oder gesunde Ernährung. Aber auch mit der traditionellen Haltbarmachung von Lebensmitteln oder der innovativen Vermarktung von Produkten kennen sich Hauswirtschafter bestens aus.
Der Weg in diesen Beruf führt im besten Fall über eine fundierte Ausbildung in einem Betrieb in Verbindung mit der Berufsschule. Die HLS Offenburg bereitet seit Jahrzehnten erfolgreich Hauswirtschafterinnen auf das Berufsleben vor und steht dabei immer in engem Kontakt zur Praxis. Als Kompetenzzentrum der Hauswirtschaft ist die Ausbildung aber nur eine Option. Mit dem Hauptschulabschluss in der Tasche könnte der Weg auch über die zweijährige Berufsfachschule Hauswirtschaft führen, in welcher neben dem „Realschulabschluss“ auch wichtige Grundlagen der Hauswirtschaft vermittelt werden, sodass viele Auszubildende vorher auf dieser Schule waren. Nach der Ausbildung kann der Weg weitergehen; Interesse und Motivation vorausgesetzt sind die Meisterprüfung, Leitungspositionen oder ein Studium möglich. Informationen erhalten Interessierte über die Homepage der HLS Offenburg oder bei der Ausbildungsberaterin für den Ortenaukreis, Maria Gille.

Autor:

Fabian Pagel aus Ausgabe Offenburg

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