Mit Zukunftsoffensive können Nachwuchskräfte gewonnen werden
Das Handwerk als spannende Karriereoption für die Jugend

Johannes Ullrich, Präsident der HWK Freiburg

Ortenau. Die Auftragsbücher sind voll, für viele Betriebe ist das aber nicht nur ein Grund zur Freude: Es fehlen Fachkräfte, die eben diese Aufträge übernehmen können. Gabriele Ritter sprach mit Johannes Ullrich, Präsident der Handwerkskammer (HWK) über die momentane Situation und die Zukunft.

Was sind denn die Hauptgründe für den aktuellen Fachkräftemangel?
Der Hauptgrund für das zunehmende Fehlen von Fachkräften ist die demografische Entwicklung. Dass das Handwerk oft nur eine untergeordnete Rolle spielt, ist eine Nachwirkung der Fokussierung auf die akademische Ausbildung in den vergangenen Jahren. Mit seiner Imagekampagne und ersten Schritten zu einer besseren Berufsorientierung in Schulen und Betrieben steuert das Handwerk hier seit mehreren Jahren deutlich gegen. Erste Anzeichen sind erkennbar, dass das Handwerk wieder als spannende Karriereoption erkannt wird.

Welche Unterstützung kann die Handwerkskammer den Betrieben bieten, um Fachkräfte zu gewinnen?
Bereits 2016 haben wir gemeinsam mit dem baden-württembergischen Wirtschaftsministerium und dem Baden-Württembergischen Handwerkstag die Zukunftsinitiative "Handwerk 2025" aus der Taufe gehoben. Die Landesregierung hat für die Umsetzung dieses Projekts bis Ende 2019 insgesamt 4,4 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Seit 2018 hat in jeder Handwerkskammer ein Personalberater seine Arbeit aufgenommen. So können wir unseren Mitgliedsbetrieben eine kostenlose Beratungsdienstleistung anbieten. Außerdem unterstützt die Kammer die Betriebe bei der Suche nach Auszubildenden zusätzlich mit dem Projekt "Ausbildungsvermittlung", das durch die Bundesregierung und den Europäischen Sozialfonds gefördert wird. Die Betriebe, die Praktika anbieten, haben ihre Chance erkannt, so den richtigen Azubi und damit die künftige Fachkraft für ihr Unternehmen zu finden.

Den Arbeitnehmer im Blick: Welche Karrierechancen bieten sich für ältere Mitarbeiter?
Eine abgeschlossene Ausbildung ist erst der Beginn einer möglichen Karriere im Handwerk. Wichtigster Weiterbildungsbaustein ist und bleibt dabei der Meistertitel, das Qualitätssiegel für hochwertige Ausbildung. Daneben gibt es aber eine Vielzahl weiterer Möglichkeiten: Betriebswirt im Handwerk, Techniker, Bachelor- und Master-Studium, Fortbildungskurse. Infos rund um Karrierechancen im Handwerk, handwerkliche Berufe und Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es unter www.handwerk.de.

Autor:

Rembert Graf Kerssenbrock aus Kehl

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