CJD vermittelt auch soziale Kompetenzen
Hilfe bei Berufsorientierung

Das Christliche Jugenddorf Offenburg
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Offenburg. Das Christliche Jugenddorf (CJD) hilft und unterstützt junge Menschen in den verschiedensten Lebenslagen und -phasen bei der erfolgreichen Gestaltung ihres Lebens und macht sie fit für eine Ausbildung. Matthias Kerber sprach mit Kristin Wäschle, Fachbereichsleitung Berufliche Bildung und Rehabilitation, über die Kooperative Berufsorientierung (KooBO) des CJD.

Woran mangelt es den Schülern am häufigsten?
Die Schüler bringen oft wenig praktische Erfahrung zu Themen der beruflichen Orientierung mit. Häufig fehlen ihnen auch Möglichkeiten zur Selbstreflexion, so fällt es vielen schwer, die eigenen Stärken und Schwächen bewusst wahrzunehmen.

Was vermitteln Sie? Nur fachliches Wissen, oder auch soziale Kompetenzen?

Fachliche Kompetenzen sind im Berufsalltag genauso wichtig wie überfachliche Kompetenzen. Deshalb legt KooBO einen gleichwertigen Fokus auf fachliche, soziale, aber auch personale und methodische Kompetenzen. So eignen sich die Schüler, nebst Kenntnissen über Werkstoffe und Werkzeuge oder IT-Fähigkeit, auch Kompetenzen wie Selbständigkeit, Teamfähigkeit und Problemlösungsfähigkeit an.

Wie gehen Sie konkret vor, um Stärken und Schwächen herauszufinden?
Das Kennenlernen der eigenen Stärken und Schwächen ist ein aktiver, dynamischer Prozess, der sich während des gesamten Projektes abspielt. Die Schüler erhalten zu Beginn des Projektes die Möglichkeit, den aktuellen Stand ihrer Stärken und Schwächen eigens festzuhalten. Dazu bedienen wir uns häufig des Talentezirkels und der Kompetenzfeststellungsverfahren. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse, bezüglich der Stärken und Interessen der einzelnen Lernenden, bieten die Basis für das Projekt. Von hier aus können die Schüler begründet ihr Projekt wählen, durch welches sie einerseits bestehende Stärken prüfen, aber auch Neues ausprobieren können. Schließlich kann ich schwer einschätzen, ob mir etwas liegt oder nicht, wenn ich es noch nie ausprobiert habe.
Im Verlaufe des Projektes steht das Sammeln praktischer Erfahrung in unterschiedlichen Berufsfeldern im Zentrum. Das liefert den Schülern die zuverlässigsten Informationen bezüglich ihrer Stärken und Schwächen. Begleitet von KooBO-Mitarbeitenden und außerschulischen Experten erhalten sie fortlaufend Rückmeldung zu ihrer Arbeit. Zudem sind die Schüler aufgefordert, nebst der Planung des Projektes, auch die Dokumentation zu führen. In ihrem persönlichen Projektportfolio halten sie laufend ihre Erfahrungen fest. Dabei unterstützen die KooBO-Mitarbeitenden mit gezielt initiierten Reflexionsphasen.

Wie entsteht der Kontakt zu den Schülern?
Die KooBO-Mitarbeitenden sind diejenigen, die jeweils an die Schulen gehen. Sobald eine Schule ein Projekt bewilligt bekommt, nimmt der zuständige KooBO-Mitarbeiter Kontakt mit der Schule auf und vereinbart ein Erstgespräch mit der zuständigen Lehrperson. Wenn möglich, wird diese Gelegenheit genutzt, die Klasse schon etwas kennenzulernen.

Finden die Maßnahmen in einem individuellen Rahmen statt oder in der Gruppe?
Die Maßnahmen finden in der Gruppe statt. Dennoch gibt es im Verlaufe des Projektes wiederkehrend Situationen, in denen es sinnvoll ist, die Klasse in kleinere Gruppen aufzuteilen oder Arbeiten in 1:1-Settings zu begleiten, zum Beispiel wenn ein Schüler in eine handwerklich anspruchsvolle Tätigkeit eingeführt werden soll.

Wie lange dauert in der Regel eine Maßnahme?
Ein KooBO-Projekt dauert in der Regel ein ganzes Schuljahr.

Ist ihr Leistungsangebot kostenlos für die Schüler?
Das Angebot KooBO ist für Schüler kostenlos. Das Projekt wird gefördert vom Europäischen Sozialfonds in Baden-Württemberg und von der Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit.

Autor:

Matthias Kerber aus Offenburg

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