In den Ferien Mülltrennung lernen
Wohin mit Stiften oder Trinkpäckchen?

Pia Amofa-Antwi und Tobi Krell unterstützen die Kinder von der Umwelt-Truppe.  | Foto: Initiative "Mülltrennung wirkt"
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  • Pia Amofa-Antwi und Tobi Krell unterstützen die Kinder von der Umwelt-Truppe.
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Ortenau. (st) 89 Prozent der Deutschen finden: Das Wissen über richtige Mülltrennung und Recycling gehört zur Umweltbildung von Kindern und Jugendlichen. Denn wer seinen Abfall richtig trennt, hilft, gebrauchte Verpackungen zu recyceln. Das schont Klima und wichtige Rohstoffe. Und: Je besser zuhause getrennt wird, umso leichter können die unterschiedlichen Verpackungen in den Anlagen nach Kunststoffarten und Metallen sortiert und danach auch recycelt werden. Daher sollte Kindern schon früh die Bedeutung von Recycling und der schonende Umgang mit Rohstoffen vermittelt werden.

Mülltrennung zuhause üben

Schulstart - Stifte, leere Tuben, Papierschnipsel & Co. richtig entsorgen. | Foto: Initiative "Mülltrennung wirkt" / Marcella Merk
  • Schulstart - Stifte, leere Tuben, Papierschnipsel & Co. richtig entsorgen.
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Die Ferien haben begonnen? Zeit, Schulranzen oder Schulrucksack in die Sommerpause zu schicken. Beim Ausmisten können Eltern und ihre Kids gemeinsam überlegen: Kommen Reste von Bastelpapier in die Papier- oder in die Gelbe Tonne? Was tun mit ausgetrockneten Stiften? Und wohin mit Abfällen, die im Schulalltag anfallen – vom Trinkpäckchen über Müsliverpackungen bis hin zu Obstschalen? Wetten, dass die Kids das später gut alleine können? Damit nichts schiefgeht, hier die wichtigsten Trenn-Tipps für Schulkinder:

• Gebrauchte Verpackungen richtig entsorgen

Die kinderleichte Grundregel für richtige Mülltrennung: In den Gelben Sack kommen alle leeren Verpackungen, die nicht aus Papier, Pappe, Karton oder Glas sind. Das sind zum Beispiel Verpackungen aus Kunststoff, Aluminium, Weißblech oder Verbundmaterialien wie Getränkekartons. Papier, Pappe und Karton werden im Altpapier, leere Einweg-Glasverpackungen nach den Farben Weiß, Braun und Grün sortiert in Glascontainern gesammelt.

Das heißt also, leere Verpackungen aus Kunststoff oder Verbundstoffen wie Trinkpäckchen oder Verpackungen von Müsliriegeln kommen in den Gelben Sack. Einzelne Bestandteile wie Deckel oder Schraubverschlüsse sollten Sie voneinander getrennt entsorgen. Das erleichtert das Recycling. Wichtig: Auf nahezu alle Einwegflaschen aus Kunststoff und Getränkedosen wird Einwegpfand erhoben. Das gilt zum Beispiel für Erfrischungsgetränke mit und ohne Kohlensäure wie Fruchtsäfte, Mineralwasser oder Schorlen. Ist ein Pfandzeichen auf der Verpackung, gibt es dafür Pfand zurück. Falls nicht, kommt sie in den Gelben Sack. Glasflaschen und -verpackungen ohne Pfand kommen in die Altglascontainer.

Schulbrot in der Pause nicht gegessen? Nicht mehr genießbare Brote (ohne Verpackung), Bananenschalen, Obst- oder Gemüsereste können in die Biotonne. Übrigens gibt es auch viele Möglichkeiten, Abfälle zu vermeiden: Kindern Butterbrote und Getränke in Brotdosen oder Mehrwegflaschen mitgeben zum Beispiel.

• Wohin mit leeren Klebestifthüllen und Tuben?

Mülltrennung im Schulalltag: Verpackungen, Papier & Co. richtig entsorgen.  | Foto:  Initiative "Mülltrennung wirkt" / Marcella Merk
  • Mülltrennung im Schulalltag: Verpackungen, Papier & Co. richtig entsorgen.
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Leere Klebestifte oder Klebstofftuben aus Aluminium und Kunststoff sind ebenfalls Verpackungen, gehören also in die Gelbe Tonne oder in den Gelben Sack. Vertrocknete Reste können vorher im Restmüll entsorgt werden.

• Hefte, Pappschachteln, Bastelpapiere & Co.

Umverpackungen und Faltschachteln aus Pappe, zum Beispiel für Buntstifte, oder Kartons kommen ins Altpapier. Dorthin gehören auch vollgeschriebene Schulhefte, Heftumschläge aus Papier, Pappschachteln und -rohre oder auch Schnipsel von nicht mehr brauchbarem Bastelpapier. Ausgediente Schulbücher können ebenfalls in der Papiertonne entsorgt werden. Umschläge oder Einbände aus Kunststoff bitte vorher entfernen, sie sind ein Fall für den Restmüll. Das gilt auch für benutzte Papiertaschentücher und verklebte Butterbrottüten.

• Kaputte Stifte, Radiergummis und Tintenkiller entsorgen

Ausgediente Bleistifte, Filzstifte, Textmarker, Tintenkiller, leere Tintenpatronen und Radiergummis, kaputte Pinsel, aufgebrauchte Wasserfarben, ausgemusterte Malkästen oder auch nicht mehr brauchbare Büroklammern kommen in den Restmüll. Denn alle diese Dinge sind keine Verpackungen.

• Und wohin mit Schulranzen oder Schulrucksäcken?

Pia Amofa-Antwi und Tobi Krell unterstützen die Kinder von der Umwelt-Truppe.  | Foto: Initiative "Mülltrennung wirkt"
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Ausrangierte Schulranzen oder -rucksäcke gehören in den Restmüll – sofern sie dort hineinpassen. Zu große Modelle sind ein Fall für den Sperrmüll. Vorher sollten Ranzen oder Rucksack gecheckt werden: Sind sie gut erhalten, freuen sich zum Beispiel Wohltätigkeitsinitiativen über eine Schulranzen-Spende!

Kids wollen wissen, was mit dem getrennten Abfall passiert? Das zeigt das Video: „Pia & Tobi – Die Mülldetektive.“

Autorin: Martina Thiele-Effertz (Rheinische Anzeigenblätter)

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