Trend Wintergrillen
Heißes vom Rost schmeckt auch an kalten Tagen

Nicht nur im Sommer schmecken saftige Steaks vom Rost, auch im Winter wird der Grill immer öfter angeheizt.
  • Nicht nur im Sommer schmecken saftige Steaks vom Rost, auch im Winter wird der Grill immer öfter angeheizt.
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  • hochgeladen von Christina Großheim

Ortenau (gro). Grillen ist längst kein reiner Sommerspaß mehr. Auch in den kalten Monaten werfen immer mehr Freunde der Outdoor-Küche ihren Grill an und kochen unter freiem Himmel. Allerdings gibt es beim Wintergrillen ein paar Dinge zu beachten.

Wer bei kühlen bis kalten Temperaturen etwas auf den Rost legen möchte, der braucht einen guten Grill und vor allen Dingen trocken gelagerte Grillkohle oder -briketts, die eine gleichmäßige Wärme erzeugen. Die Holzkohle muss trocken gelagert sein, denn feuchte Kohle oder Briketts lassen sich nicht anzünden und brennen vor allen Dingen nicht gleichmäßig. Wer keinen trockenen Lagerraum hat, der sollte sich eine gut abgedichtete Lagerbox besorgen. Wer im Winter grillt, sollte bedenken, dass er mehr Grillbriketts benötigt als im Sommer. Je kälter, desto höher der Verbrauch. Deshalb sollte sichergestellt sein, dass genügend Holzkohle oder Grillbriketts vorhanden sind.

Gasgrill im Vorteil

Einen Vorteil haben Gasgrills im Winter, denn das Gas befindet sich in Flaschen und die Wärme kann gut reguliert werden. Allerdings sollte beachtet werden, dass Butangas bereits kurz unterhalb des Gefrierpunkts flüssig wird, Propangas erst bei minus 42 Grad Celsius. Grundsätzlich sollte die Technik erst überprüft werden. Auch hierbei gilt: Je kälter die Temperatur, desto mehr Gas wird während des Grillens verbraucht.

Der Grillplatz sollte sich nicht allzuweit – aber auch nicht zu nahe – am Haus befinden. Der Weg in die Outdoorküche sollte geräumt und vor allen Dingen sicher sein. Nichts ist enttäuschender, als wenn das Mittagessen auf dem Boden landet, weil der Grillmeister auf dem Weg an den Esstisch ausgerutscht ist. Der Platz sollte ebenfalls geschützter sein als während der Sommermonate, damit die Glut beständiger ist.

Nicht so oft den Deckel öffnen

Konstante Hitze ist immer für ein gutes Grillergebnis wichtig – im Winter spielt sie eine noch größere Rolle. Wenn es draußen knackig kalt ist, dann sollte mit einem Grill mit Deckel gearbeitet werden. Auch die seit einigen Jahren immer mehr in Mode kommenden Keramikgrills sind gut geeignet. Um die Hitze unter dem Deckel stabil zuhalten, sollte dieser nicht allzu oft geöffnet werden. Denn bei jedem Kontrollieren, ob das Grillgut schon durch ist, entweicht kostbare Wärme. Zudem kann – im Fall von Holzkohle – durch Wind Asche auf die Steaks oder Würstchen geweht werden. Ohne Deckel kann Grillen im Winter zur Herausforderung werden.

Natürlich können genau die gleichen Zutaten wie im Sommer auf den Rost gelegt werden, aber die Frage ist, passen die in die kalte Jahreszeit. Ein frischer Salat oder Cocktails sind an einem Wintertag vielleicht nicht die erste Wahl. Grillprofis empfehlen, sich der Jahreszeit anzupassen: Beim Fleisch können dies dunkle Sorten wie Wild oder Lamm sein. Auch Gans lässt sich grillen, ebenso wie Truthahn. Es empfiehlt sich ein Fleischthermometer zu verwenden. Gerade wer größere Stücke wie einen Braten zubereiten möchte, der kann so besser feststellen, ob das Fleisch durch ist. Denn bei kalten Temperaturen kann sich die Grillzeit verlängern.

Rustikale Beilagen

Wärmende Beilagen machen Sinn: Ofenkartoffeln und Rotkraut statt Baguette und Antipasti kommen bei den Gästen gut an. Weitere Ideen sind Fenchel-Orangen-Gemüse oder gegrilltes Gemüse. Auch Risotto ergänzt die winterlichen Grillgerichte. Wer sich für eine Rostbratwurst entscheidet, der serviert einfach ein deftiges Sauerkraut dazu. Das kann natürlich in der Küche zubereitet werden. Mehr Spaß macht es, wenn auch die Beilagen vom Grill kommen. Eine perfekte Ergänzung stellt in diesem Fall ein Dutch Oven dar. Der Topf aus Gusseisen wird über das Feuer gehängt oder auf den Grill gestellt. In ihm lassen sich tolle Gemüsebeilagen, aber auch Risotto oder Gulasch zubereiten. Sogar Eintöpfe sind möglich.

Echte Grillprofis machen auch vor der Nachspeise keinen Halt: Leckere Bratäpfel vom Grill bieten sich an, aber auch gebrannte Mandeln lassen sich mit etwas Geschick selbst zubereiten. Mit dem passenden Zubehör sind selbstverständlich auch aufwändigere Desserts kein Hexenwerk.

Ein kaltes Bier passt immer, doch bei Minustemperaturen sind auch wärmende Getränke willkommen. Wer keinen Glühwein mag, der kann Tee oder einen Winterpunsch – mit und ohne Alkohol – anbieten.

Da die Tage kürzer sind, sollte man nicht vergessen, für die passende Beleuchtung am Grillplatz zu sorgen. Denn so lassen sich die Leckereien selbst bei schwindendem Licht noch zubereiten. Nach dem Grillen muss zügig aufgeräumt werden. Der Rost sollte am besten noch heiß gesäubert werden, denn wenn es wirklich frostig wird, sind Reste am Rost fast nicht mehr loszubekommen.

Autor:

Christina Großheim aus Offenburg

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