Freibäder: Überwiegend positive Bilanz
Aufsicht greift freundlich, aber bestimmt ein

Das Haslacher Schwimmbad
  • Das Haslacher Schwimmbad
  • Foto: Foto: Achim Keiper/Stadt Haslach
  • hochgeladen von Matthias Kerber

Ortenau (mak). Der Badespaß ist seit dem 5. Juni wieder erlaubt – allerdings unter Einschränkungen und mit Neuerungen in einigen Bädern. Die Stadtanzeiger-Redaktion hat bei verschiedenen Einrichtungen für ein erstes Zwischenfazit nachgefragt.
In den meisten Bädern wurde ein Online-Buchungssystem eingeführt, um lange Warteschlangen an den Kassen zu vermeiden und um die zulässige Besuchergrenze besser kalkulieren zu können. Am Anfang habe es leichte Anlaufschwierigkeiten gegeben, doch die Menschen in den anfänglichen Warteschlangen hätten sich sehr diszipliniert verhalten, heißt es seitens der Stadtwerke Haslach, die das Bad der Stadt betreiben. Und weiter: "Die Situation hat sich aber rasch entspannt, die Online-Buchung hat sich bewährt."

Startprobleme

Von Startproblemen weiß auch Wolfgang Kienzler, Geschäftsführer des Freizeitbades in Offenburg zu berichten. Aktuell würden die Tickets nur zu rund 50 Prozent über das Internet gebucht, "weshalb die meisten Gäste ohne Reservierung kommen und vor Ort das Kontaktformular ausfüllen müssen." Größere Warteschlangen gebe es bei der Eröffnung um 11 Uhr, da etliche Gäste bereits um 10.30 Uhr kämen. Als "äußerst praktikabel" habe sich das Online-Buchungsystem in Achern erwiesen, erklärt Helga Sauer, Pressesprecherin der Stadt Achern. Neben dem Online-Kauf gebe es auch Tickets in der Tourist-Info. Warteschlangen seien bisher nicht zu verzeichnen gewesen.

Einen anderen Weg geht das Terrassenbad in Lahr. Dort wurde der Kauf von Online-Tickets nicht vorgeschrieben. „An den meisten Badetagen werden wir die maximale Besucherzahl von 1.000 Personen nicht erreichen. Wir haben uns deshalb dazu entschlossen, regelmäßig zu überwachen, wie viele Besucher sich im Terrassenbad tatsächlich befinden. So kann jeder seinen Besuch individuell planen und gestalten“, erläutert Bäderbetriebsleiter Claude Woitschitzky.

Besucher halten sich meist an Regeln

Einig war man sich bei den Badbetreibern, dass sich die Besucher in der überwältigenden Mehrzahl sowohl an neuen Regeln halten als auch Verständnis dafür zeigen. "Wenn es mal hapert, korrigieren die Schwimmmeister und Aufsichten freundlich, aber bestimmt das unachtsame Verhalten", heißt es bei den Stadtwerken Haslach.

Nachfrage nicht überall hoch

Ein gemischtes Bild zeigt sich allerdings bei der Nachfrage des wieder erlaubten Badespaß'. Abgewiesen werden musste in Haslach noch niemand, "aber wir dürfen ja auch immerhin bis zu 750 Gäste auf das weitläufige Gelände lassen", erklären die Stadtwerke Haslach. Nach 300 Besuchern am ersten Tag habe das Terrassenbad in Lahr eine kontinuierliche Steigerung verzeichnen können. Am vergangenen Mittwoch habe das Bad mit 900 Besuchern über den Tag verteilt bisher die größte Auslastung erreicht. Die Kapazitätsgrenze sei aber bisher zu keinem Zeitpunkt erreicht worden.

Anders stellt sich die Situation in Achern dar. Nach verhaltenen Besucherzahlen zu Beginn, die dem schlechten Wetter zugerechnet werden, wurde "zwischenzeitlich die Obergrenze von maximal 500 Personen mehrfach erreicht, so dass der Ticketverkauf für einzelne Tage stundenweise ausgesetzt werden musste", resümiert Helga Sauer, die mit dem bisherigen Verlauf sehr zufrieden ist.

Von "bescheidener Nachfrage" spricht Wolfgang Kienzler für das Freizeitbad in Offenburg. Zwischen 100 und 760 Besucher hätten sich an den unterschiedlichen Tagen im Bad aufgehalten. "Wir hatten uns deutlich mehr Besucher erhofft", so Kienzler.

"Die Menschen sind dankbar, dass das Freibad, wenn auch unter Einschränkungen, geöffnet ist. Vor allem Familien mit Kindern bringt die Öffnung Entlastung. Die Entscheidung zu öffnen war richtig", so die Stadtwerke Haslach abschließend.

Autor:

Matthias Kerber aus Offenburg

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