Von Bildung bis Geselligkeit
Landfrauen sind offen für Mitglieder aus allen Berufen

Dreifachbelastung von Haushalt, Beruf und Familie sind für die Landfrauen keine Seltenheit.
  • Dreifachbelastung von Haushalt, Beruf und Familie sind für die Landfrauen keine Seltenheit.
  • Foto: krö
  • hochgeladen von Daniela Santo

Ortenau (krö). In früheren Jahren gehörten vor allem Frauen, die in der Landwirtschaft tätig waren, zum 1948 gegründeten Deutschen Landfrauenverband. Weil das Berufsbild der Bäuerin immer seltener geworden ist, finden sich mittlerweile auch Frauen aus allen Berufen und Altersklassen unter den Mitgliedern. „Wir sind Frauen und wir sind viele!“ – dessen sind sich die Mitglieder der „LandFrauen“ als größte Frauenorganisation Baden-Württembergs bewusst. Die Mitglieder sind in über 1.300 Kreisverbänden und Ortsvereinen organisiert. Die Arbeitsgemeinschaft vertritt auf Landesebene die wirtschafts-, sozial- und gesellschaftspolitischen Interessen der Frauen im ländlichen Raum. Sie ist parteipolitisch neutral und konfessionell ungebunden.

Arbeit vor Ort

Ob Qualitätsoffensive Brustkrebs oder Bildungszeit, ob Mütterrente oder schnelles Internet – Landfrauen melden sich zu Wort und bewegen etwas. Wie in jeder Vereinigung oder in jedem Verband ist vor allem die Arbeit im kommunalen Bereich, also in den Ortsverbänden, von enormer Wichtigkeit, denn nur dort weiß man, was den Frauen vor Ort wichtig ist. Hier werden je nach Orientierung verschiedene Schwerpunkte gesetzt. Auch die ortsbezogene Arbeit erstreckt sich weit über den Austausch von Rezepten hinaus. Schwerpunkt der Grafenhausener Landfrauen ist es beispielsweise, neues Wissen zu erlangen und altes Wissen weiterzugeben, dabei kommt die Geselligkeit nicht zu kurz. Von September bis Juli etwa trifft man sich jede Woche am Donnerstag zur Gymnastik. Die Senioren kommen jeden ersten Mittwoch im Monat zum Mittagstisch zusammen. Es werden Kochvorführungen in der Schulküche des Ernährungszentrums Südlicher Oberrhein durchgeführt mit neuen Rezepten und Tipps. Von November bis März wird dienstags im 14-Tage-Rhythmus ins Thermalbad gefahren. Des Weiteren stehen Bastel- und Spielabende auf dem Programm. Zum Jahresausklang trifft man sich zum Gedankenaustausch und Geschichtenerzählen bei Tee und Plätzchen. Im Juni ist ein Vereinsausflug nach Baden-Baden zum SWR geplant. Ein Höhepunkt dürfte der Besuch einer Falknerei sein. Im September trifft man sich bei Flammenkuchen und neuem Wein. 

Forderungskatalog

Der "LandFrauenverband" Württemberg-Baden, dem auch die Gafenhausener Landfrauen angehören, ist seit Jahren in der Familienbildung aktiv und setzt sich dafür ein, dass alle Lebensmodelle von Eltern gleichwertig nebeneinander bestehen können und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gewährleistet wird. Weiterhin engagiert sich der Verband bei schulischen und sozialen Projekten. Zu seinem Forderungskatalog zählt außerdem die Erhaltung und Verbesserung der Lebensqualität im ländlichen Raum, eine zukunftsorientierte Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik sowie der Erhalt einer flächendeckenden Landwirtschaft.

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