Fördervereine sind Faktor beim ehrenamtlichen Engagement
Wichtiges Instrument zur Mitteleinwerbung

Der Vorstand des Fördervereins der FFW Oppenau (v. l.): Schriftführer Thomas Schwarz, Kassiererin Tanja Schmiederer und der Vorsitzende Manfred Trayer
  • Der Vorstand des Fördervereins der FFW Oppenau (v. l.): Schriftführer Thomas Schwarz, Kassiererin Tanja Schmiederer und der Vorsitzende Manfred Trayer
  • Foto: Foto: Jürgen Tille-Koch
  • hochgeladen von Matthias Kerber

Renchtal (jtk). Fördervereine sind heute bei Einrichtungen wie zum Beispiel Kindergärten und Schulen kaum mehr wegzudenken. Und auch Vereine entdecken gerade in Zeiten einer Finanzkrise die Fördervereine als ein wichtiges Instrument, zusätzliche Finanzmittel aufzubringen. Die Menschen, die hinter der Führung eines Fördervereins stehen und mit ihren Mitgliedern lenken und denken, sind entscheidend für die Umsetzung dieses ehrenamtlichen Engagements – wie die folgenden zwei Beispiele zeigen.

Besondere Gründungsgeschichte

Der Förderverein für Kranken-, Alten- und Familienpflege Bad Griesbach, der mit Bad Peterstal kooperiert und lokal tätig ist, kann eine ganz besondere Gründungsgeschichte erzählen. Nach Einführung der gesetzlichen Pflegeversicherung 1995 hatte der dortige Krankenpflegeverein keine Grundlage mehr und beschränkte sein Engagement auf die finanzielle Unterstützung der kirchlichen Sozialstationen. 2011 wurde er umgewandelt in einen Förderverein, um dem karitativen Gedanken ein neues Gesicht zu geben. „Mit den Beiträgen unserer aktuell 68 Mitglieder unterstützen wir seitdem die karitativen Aufgaben der Kirche und setzen auch gemeinsame Projekte mit dem Förderverein Bad Peterstal um“, sagt Lothar Kimmig, Vorsitzender des Fördervereins Bad Griesbach. In letzter Zeit wurden die Einnahmen zum Beispiel für Spenden an das Rote Kreuz, Zuwendung an Kindergärten und Unterstützung der Caritas Hausversorgung eingesetzt. Lothar Kimmig ergänzt mit dem Blick auf den Jahresbeitrag von zwölf Euro: „Je mehr Mitglieder wir finden, desto mehr können wir Menschen in Notlage helfen.“

Anschaffungen realisierbar

Der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Oppenau wurde 2001 einige Jahre nach der Abschaffung der Feuerwehrabgabe gegründet. Ausschlaggebend war dabei die Überlegung, wie die Unterhaltung des alten Löschfahrzuges LF 16 finanziert werden kann. Durch aktive Werbung hat der Förderverein aktuell 125 Mitglieder. Mit deren Jahresbeitrag von zwölf Euro und Spenden ortsansässiger Firmen und Privatpersonen werden notwendige Anschaffungen finanziert oder deren Finanzierung unterstützt. Da für größere Ausgaben die Gemeinde zuständig ist, werden vom Förderverein in der Regel kleinere Geräte finanziert wie zum Beispiel Wärmebildkameras, Schlauchaufwickler, Handfunkgeräte, Schwimmsauger, PKW-Anhänger für die Abteilung Ibach und neue Funktionshelme für die Jugendfeuerwehr. „Wir wollen die Stadt Oppenau finanziell und ideell unterstützen“, sagt Manfred Trayer als Vorsitzender des Fördervereins und ergänzt: „Bis heute wurden insgesamt 83.000 Euro für Beschaffungen zur Verfügung gestellt.“

Firmenunterstützung mit Bedeutung

Die Firmenunterstützung hat für die Freiwillige Feuerwehr Oppenau nicht nur wegen der finanziellen Unterstützung eine besonders große und wichtige Bedeutung. Bei Alarm werden die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr, die gleichzeitig deren Arbeitnehmer sind, sofort für einen Einsatz zur Verfügung gestellt. Bis heute wurden insgesamt sechs Firmen mit der Urkunde und Plakette „Partner der Feuerwehr“ ausgezeichnet.

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