Historischer Verein für Mittelbaden e. V.
98. Jahresband "Die Ortenau" vorgestellt

Erster Vizepräsident Dr. Cornelius Gorka, zweiter Vizepräsident Dr. Ewald Hall, Präsident Klaus G. Kaufmann, Redakteur Dr. Martin Ruch und Dietmar Heekerens, Agentur "punktgenau"
  • Erster Vizepräsident Dr. Cornelius Gorka, zweiter Vizepräsident Dr. Ewald Hall, Präsident Klaus G. Kaufmann, Redakteur Dr. Martin Ruch und Dietmar Heekerens, Agentur "punktgenau"
  • Foto: Thekla Fey
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Offenburg (tf). Bei einer Pressekonferenz am gestrigen Dienstag stellte der Vorstand des Historischen Vereins für Mittelbaden e. V. den 98. Jahresband "Die Ortenau" vor, der in einer Auflage von 2.500 Stück erscheint.

Schwerpunkt der aktuellen Ausgabe ist die Zeit nach dem Ersten Weltkrieg unter dem Motto "100 Jahre Kriegsende, Revolution, Weimarer Republik". In zehn Schwerpunktaufsätzen wird die Zeit nach Ende des Ersten Weltkrieges aus verschiedensten Blickwinkeln beleuchtet. So kann man über die Friedensfichte von Nordrach ebenso lesen, wie über den späteren Außenminister der Münchner Räterepublik Franz Lipp und Hermann Ehrhardt, einen Diersburger Pfarrerssohn, der ein wichtiger Akteur der deutschen Umbruchphase in Berlin war.

Wilhelm II. trauernd am Grab

Das Titelblatt der neuen Ausgabe zieren ein Bild von Wilhelm II. trauernd am Grab eines unbekannten Soldaten, was man durchaus als Allegorie darauf sehen kann, dass nun die Monarchie zu Grabe getragen wurde. Daneben findet sich ein Bild von Constantin Fehrenbach, den Reichskanzler mit Ortenauer Wurzeln, als ein Sinnbild des neuen Aufbruchs.

Neben den Schwerpunktaufsätzen finden sich auch 20 Aufsätze zu freien Themen im aktuellen Jahrbuch. Die Bandbreite hier reicht von der Betrachtung von Frauen der Illenau über das Schutterer Mosaik bis hin zur Frage, wie die Hornisgrinde zu ihrem Namen kam. Der Historiker Eugen Hillenbrand beleuchtet in einem spannenden Aufsatz die Beginen und ihr Wirken in Offenburg und Heiko Wagner berichtet über die Burgen rund um Schenkenzell.

Jeden Leser ansprechen

"Gerade die Vielfalt unserer Autoren macht 'Die Ortenau' so interessant“, hebt Klaus G. Kaufmann, der Präsident des Historischen Vereins Mittelbaden e. V. hervor. "Wir möchten jedem historisch Interessierten die Möglichkeit geben, seine Aufsätze zu veröffentlichen." Dabei kommt es nicht darauf an, ob man Historiker oder Laie ist – die sorgfältige Arbeit und das Interesse an Geschichte ist wichtiger. "Wir möchten mit 'Die Ortenau' jeden Leser ansprechen und nicht nur Fachleute", so Redakteur Martin Ruch.
"Die Ortenau" erscheint seit 1910 jährlich – mit Ausnahme der Kriegsjahre. In ihr veröffentlichen Fachwissenschaftler und Heimatforscher Aufsätze zur Geschichte Mittelbadens. Seit seiner Gründung versteht sich der Verein als Förderer der regionalen Geschichtsforschung, er will das Interesse und das Verständnis dafür wecken und vermitteln. Das Vereinsgebiet reicht von Rastatt bis Ettenheim und vom Rhein bis nach Schiltach. Derzeit hat der Verein 2.600 Mitglieder in 28 Mitgliedergruppen. Neben diesen gibt es überörtliche Fachgruppen für spezifische Themen wie Bergbau, Mundart, Flur- und Gewannnamen oder Jüdische Geschichte. Jeder Interessierte ist eingeladen, Mitglied im Verein zu werden. "Denn leider haben auch wir Mitgliederschwund", bedauert Kaufmann. Der 98. Jahresband der Ortenau ist ab sofort im Ortenauer Buchhandel und über den Historischen Verein Mittelbaden e. V. zum Preis von 28,50 Euro zu erwerben.

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