Muettersproch-Gsellschaft
Ihr Thema ist der alemannische Dialekt

Die Lumpenmusiker Alfred Ruf (von links), Reinhard Sonntag und Georg Müller singen ihre "Lumpeliedle" im Dialekt. Foto: cao
  • Die Lumpenmusiker Alfred Ruf (von links), Reinhard Sonntag und Georg Müller singen ihre "Lumpeliedle" im Dialekt. Foto: cao
  • hochgeladen von Anne-Marie Glaser

Ortenau (cao). Dialekte sind wichtig, bestechen mit Charme und stehen für Verbundenheit zur Herkunft, Tradition und Heimat. Die Muettersproch-Gsellschaft (MSG) setzt sich seit mehr als 50 Jahren intensiv mit dem alemannischen Dialekt auseinander. In den etwa 20 Regionalgruppen vom Kaiserstuhl, Dreiländereck, Wiesental und Hotzenwald über den Hochrhein, dem Geroldseckerland, Kahlenberg bis zu den Seealemannen am Bodensee wird zwar jeweils der ganz eigene Dialekt gesprochen. Eins haben die Regionalgruppen jedoch gemeinsam: Sie sprechen alle alemannisch.

Auch in der hiesigen Region wird der Dialekt gepflegt. Die Vorsitzende der Regionalgruppe Kinzig-, Wolf- und Gutachtal, Ursula Aberle aus Hausach, weiß "zu schwätze". "Wir sind bemüht, dass unser Dialekt nicht verloren geht", erklärt Ursula Aberle, natürlich von ihr im Husacher Dialekt gesprochen. Mit Veranstaltungen wie Lesungen, Stammtischen und Liederabenden machte die Gruppe schon mehrfach auf sich aufmerksam. Die rund 40 Mitglieder von Hausach, Haslach, Steinach, Wolfach, Oberwolfach, Gutach und Zell am Harmersbach treffen sich regelmäßgig "am erschte Fridig im grade Munet". Interessierte Gäste sind bei den Stammtischen und Veranstaltungen jederzeit herzlich willkommen, betont die Muttersprachlerin.

Dialekt funktioniert

Die Veranstaltungen haben es in sich und sind sehr vielfältig. Erst jüngst präsentierte sich der "Hochalemanne" Markus Manfred Jung aus dem Kleinen Wiesental beim Hausacher "LeseLenz". Dass Lyrik auch im Dialekt funktionieren kann, ist unumstritten. Auch wenn Jungs Dialekt so ganz anders klang als der hiesige, war es doch ein Erlebnis, ihm zuzuhören.

"Muttersprache ist ein sehr hohes Kulturgut", findet der Vorsitzende vom Mostmaierhofverein Werner Hafner. "Auch wenn der Heimatbegriff derart abgegriffen ist, wir alle sind mit ihr und in der Sprache aufgewachsen, die wir von klein auf kennen und uns damit wohlfühlen", so Hafner, als die Muettersprochgsellschaft den Satiriker Bert Kohl in den Mostmaierhof einlud - egal ob freche Lumpeliedle, anspruchsvolle Lyrik oder satirische bissige Beiträge.

Heimelig und erhaltenswert

Und was wäre die Fastnacht überhaupt ohne Dialekt? Dialekt wirkt für viele heimelig, ohne verstaubt oder gar altbacken daherzukommen und ist somit nicht nur für die MSG unbedingt erhaltenswert.

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