Närrische Bilanz der Polizei
Keine gravierenden Zwischenfälle
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Ortenau (st) Das Polizeipräsidium Offenburg zieht für die Fastnachtswoche eine insgesamt positive, jedoch arbeitsintensive Bilanz. Obwohl keine gravierenden Zwischenfälle zu verzeichnen waren, mussten die Beamten der einzelnen Polizeireviere, mit Unterstützung der Einsatzkräfte des Polizeipräsidiums Einsatz, durchgehend eine Vielzahl an Einsätzen bewältigen, heißt es in einer Pressemitteilung. Im Verlauf der närrischen Tage sei es vermehrt zu Körperverletzungen, Streitigkeiten sowie weiteren Auseinandersetzungen im öffentlichen Raum gekommen. Viele dieser Vorfälle hätten im Zusammenhang mit übermäßigem Alkoholkonsum gestanden.
Bei der Straßenfasnacht am Schmutzigen Donnerstag, 12. Februar, in Lahr-Reichenbach sei es beispielsweise zu insgesamt fünf Streitigkeiten gekommen, die geschlichtet werden mussten. Des Weiteren kam es im Rahmen der Schlichtung eines Streits zu einem tätlichen Angriff auf Vollstreckungsbeamte. Die Einsatzkräfte des Hauses des Jugendrechts Lahr führten zudem Jugendschutzkontrollen durch und vollzogen vier Platzverweise. Ein 29-jähriger Mann geriet am Samstagabend, 14. Februar, in Biberach in eine derart emotionale Ausnahmesituation, dass er letztendlich zu seinem Schutz und zur Verhinderung von Ordnungsstörungen eine Nacht in polizeilichen Gewahrsam verbrachte. Anlass des Gefühlschaos war mutmaßlich unter anderem, dass nicht nur Männer ihre Notdurft auf der Herrentoilette verrichteten. Für einen 17-Jährigen war die Fastnachtsveranstaltung in Bühl-Weitenung am Donnerstagabend schon gegen 22 Uhr beendet. Weil der Jugendliche das Rauchverbot in der Halle missachtete und sich wenig einsichtig zeigte, kam es nach einem ausgesprochenen Hausverbot zu einer körperlichen Auseinandersetzung mit dem Sicherheitsdienst, wobei ein Mitarbeiter leicht verletzt wurde. Den 17-Jährigen erwarten nun Anzeigen unter anderem wegen Körperverletzung.
Schlägerei in Wagshurst
In Achern-Wagshurst wurden Beamte des Polizeireviers Achern/Oberkirch am Sonntagabend, 15. Februar, aufgrund einer handfesten Auseinandersetzung zwischen mehreren Beteiligten in die Hanauer Straße gerufen. Gegen 19.50 Uhr sollen dort mindestens vier männliche, noch Unbekannte auf andere Personen eingeschlagen haben. Ein 33-jähriger Mann wurde während des Gefechts leicht verletzt und erlitt mehrere Schürfwunden im Gesicht sowie eine Schnittwunde an der Handinnenseite. Diese war durch eine Glasflasche verursacht. Beim Eintreffen der Streife flüchteten die mutmaßlichen Täter. Der Hintergrund der Auseinandersetzung ist noch unbekannt.
In Neuried waren zwei Männer am Samstagabend gegen 23.50 Uhr auf einer Fastnachtsveranstaltung handgreiflich geworden. Dabei wurden nach bisherigen Erkenntnissen drei junge Erwachsene im Alter von 18 bis 20 Jahren verletzt. Die Täter hatten diese um Zigaretten gebeten und weil sie keine hatten geohrfeigt und geschlagen.
Alkohol am Steuer
Darüber hinaus kontrollierte die Polizei zahlreiche Fahrzeugführer, die teilweise unter Alkohol- und Drogeneinfluss am Straßenverkehr teilnahmen. Durch das Untersagen der Weiterfahrt konnten somit mutmaßlich potenzielle Unfälle und gefährliche Situationen verhindert werden.
Polizeipräsident Jürgen Rieger betonte, dass trotz der hohen Einsatzbelastung die Zusammenarbeit mit den Veranstaltern, den Sicherheitsdiensten und den Rettungskräften reibungslos verlief. Dank des professionellen Vorgehens aller Beteiligten konnten größere Eskalationen verhindert und die Sicherheit der Feiernden gewährleistet werden. Durch die polizeiliche Präsenz konnten zudem viele Konflikte bereits im Vorfeld beobachtet und im Anschluss geschlichtet werden. Neben den strafverfolgenden Aufgaben waren viele der eingesetzten Polizeibeamten aber auch Anlaufstellen für Rückfragen der Feiernden, für das Abgeben von Fundsachen und das Suchen verloren gegangener Kinder, die glücklicherweise alle wieder mit ihren Eltern zusammengeführt werden konnten. So nahm die glückselige Fasnacht einen zufriedenstellenden und größtenteils störungsfreien Verlauf.









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