Gesunde Mischung der Baumarten ist wichtig
Waldbegehung des Renchener Bestandes

Yvonne Chtioui (rechts) führte die Mitglieder des Renchener Gemeinderats kompetent durch den Wald.
  • Yvonne Chtioui (rechts) führte die Mitglieder des Renchener Gemeinderats kompetent durch den Wald.
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  • hochgeladen von Christina Großheim

Renchen (pm). Eine ganze Reihe waldbaulicher Themen kam bei der Waldbegehung zur Sprache, zu der sich Stadt- und Ortschaftsräte sowie Mitarbeiter von Verwaltung und Forst am Dienstagnachmittag im Gewann "Jägersfeld" in Renchen trafen. Bürgermeister Bernd Siefermann hieß Yvonne Chtioui vom Forstbezirk Oberkirch und Revierleiter Clemens Rottler willkommen, die an den verschiedenen Stationen der Begehung die Schwerpunkte erläuterten.

Zunächst ging es zu einer ehemaligen Freifläche, die durch den Sturm Lothar und das Eschentriebsterben entstanden war. Der Gemeinderat hatte das Konzept der Förster unterstützt, auf die bereits vorhandene Naturverjüngung mit Hainbuchen zu setzen und ergänzend eine Eichentrupppflanzung vorzunehmen. Dabei wurde zunächst für genügend Licht gesorgt und dann vor gut zehn Jahren auf den rund 0,6 Hektar Fläche insgesamt 16 Trupps mit je 25 Eichen gepflanzt und mit Wuchshüllen geschützt, verbunden auch mit einer intensiven Bejagung. Jetzt ist dieses Konzept voll aufgegangen, die Eichen haben sich sehr gut entwickelt.

Naturverjüngung

„Dadurch, dass auf rund 0,4 Hektar Fläche die Bestockung durch die Naturverjüngung erfolgte, haben wir rund 70 Prozent der sonst erforderlichen Kosten gespart“, betonte Rottler. Auf die Frage, warum die Eichen in solchen Trupps gepflanzt werden, wenn davon später ein einziger als „Zukunftsbaum“ das Alter von 140 bis 160 Jahren erreichen wird, machte Chtioui deutlich, dass sich dies positiv im Hinblick auf die Stabilität der Eichenpflanzung auswirkt.

Angesprochen wurde auch, wie wichtig eine gesunde Mischung bei der Zusammensetzung der Baumarten im Bestand ist. Die Entwicklung des Marktes unterliegt Schwankungen, außerdem kann das Risiko, das die Erkrankung einer der Baumarten mit sich bringt, auf diese Art gemindert werden. Das hat sich deutlich beim Eschentriebsterben gezeigt, wenn ein Bestand bis zu 70 Prozent und mehr an Eschen aufwies. Angesprochen wurde der Holzmarkt, wo derzeit sogar für astreiches Eichenholz gute Preise erzielt werden, auch der Nussbaum hat sich zu einer sehr gefragten Baumart entwickelt.

Auf dem Weg zur Mösbacher Grillhütte erläuterte Rottler kurz die Maßnahmen, die der Gemeinderat nach dem Felssturz im Steinbruch Ossola beschlossen hatte. Die Abschrägung des Hangs wurde hier inzwischen ebenso vollzogen wie die Pflanzung des Schutzstreifens Richtung Waldulm. Weitere Themen waren Probleme mit dem Kastanienrindenkrebs sowie die Trockenheit des Sommers im Hinblick auf den Borkenkäfer.

Autor:

Christina Großheim aus Offenburg

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