Junior Science Café im Anne-Frank-Gymnasium
KI in der Arbeitswelt
- Die Schüler und die beiden Experten Emil Mertz (2. v. r.) und Klaus Müller (r.) diskutieren miteinander.
- Foto: Sandro Weis
- hochgeladen von Christina Großheim
Rheinau (st) Kurz vor den Sommerferien fand am Anne-Frank-Gymnasium in Rheinau das Junior Science Café KI zum Thema „Künstliche Intelligenz in der Arbeitswelt“ statt. Unter der Leitung der Lehrkräfte Patricia Imhof und Lisa Brecht bereitete die Klassenstufe 10 in mehreren Arbeitsgruppen die Veranstaltung vor, zu der auch Gäste von außerhalb eingeladen wurden. Es nahmen 70 Personen daran teil, so die Schule in einer Pressemitteilung.
Unterstützt wurde das Event von den Experten Klaus Müller und Emil Mertz, die sich intensiv mit den Schülerfragen auseinandersetzten. Vor den Experteninterviews stellte eine Gruppe in Kurzvorträgen wesentliche Grundlagen zu den Themengebieten dar. Diese wurden in die fünf Teilbereiche Medizin, Jura, Informatik, Wirtschaft und Bildung eingeteilt. Nach dem Austausch zwischen den Moderatoren und den Experten wurden mehrere Punkte deutlich.
Zu einem wurde dazu aufgefordert, Künstliche Intelligenz nicht blind zu nutzen, sondern den richtigen Umgang zu lernen. Die Experten sehen eine Gefahr darin, dass durch die falsche Nutzung langfristige Erfolge nicht erzielt werden können - insbesondere in der Schule. Des Weiteren sprechen sie in der Arbeitswelt von vielen Veränderungen in der Zukunft. Jedoch sind sie auch der Meinung, dass menschliche Arbeit in der nahen Zukunft nicht vollständig von der KI ersetzt werden kann, insbesondere im Kreativbereich. Somit bleibt ein Großteil der Berufe erhalten. Ausnahmen hierbei sind beispielsweise Programmierer. Beide sehen aber noch keine akute Gefahr, dass Berufe komplett verschwinden.
Anpassen an KI
So rät Müller, dass man bei der Berufsauswahl nicht nur darauf achten soll, welche Berufe gefährdet sein könnten, sondern auch seine eigene Leidenschaft berücksichtigen soll. Mertz und Müller sind auch der Ansicht, dass sich Schulen an die KI anpassen müssen, welche sich täglich weiterentwickelt. So müssen die Grundlagen in den MINT-Fächern sowie im Lesen und Schreiben gefestigt werden. Dies soll vor allem die zukünftigen Generationen davor schützen, grundlegende Kompetenzen zu verlernen. Außerdem verglich Klaus Müller auf die Frage bezogen, ob KI in der Schule benutzt werden sollte, diese mit einem Taschenrechner. Man müsse die Grundlagen bereits können, um der Maschine die Magie zu nehmen.
Auch durch die anschließende offene Fragerunde konnte das Publikum zahlreiche neue Erkenntnisse gewinnen. Eine Evaluation der Veranstaltung mithilfe auszufüllender Fragebögen rundete das Event ab.“





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