Streuobstanlage Alter Wörth
Neue Obstbäume und Mähwiese geplant

Ortsvorsteher Robert Reifschneider (l.) und der stellvertretende Vorsitzende des Obst- und Gartenbauvereins Frank Schadt freuen sich, dass die Arbeiten im „Alten Wörth“ begonnen haben - Initiator Reiner Graf war zum Zeitpunkt des Fototermins verhindert.
  • Ortsvorsteher Robert Reifschneider (l.) und der stellvertretende Vorsitzende des Obst- und Gartenbauvereins Frank Schadt freuen sich, dass die Arbeiten im „Alten Wörth“ begonnen haben - Initiator Reiner Graf war zum Zeitpunkt des Fototermins verhindert.
  • Foto: Stadt Rheinau
  • hochgeladen von Rembert Graf Kerssenbrock

Rheinau-Rheinbischofsheim (st). Landwirt Reiner Graf, Eigentümer der Landmetzgerei Graf, hat im vergangenen Jahr in Zusammenarbeit mit der Ortsverwaltung Rheinbischofsheim und der Kämmerei der Stadt Rheinau ein Entwicklungskonzept für die mittlerweile stark überalterte Streuobstanlage Alter Wörth auf Gemarkung Rheinbischofsheim ausgearbeitet. „Es freut mich sehr, dass die Anlage aufgewertet wird“, so Ortsvorsteher Robert Reifschneider.

Der Alte Wörth liegt in einem ökologisch sehr wertvollen Bereich zwischen alten Rheinarmen, Schluten, dem Rheinseitenkanal und ist in die Rheinauenwälder eingebettet. Das ausgearbeitete Konzept sieht vor, die Grünfläche zu einer FFH-Flachlandmähwiese (FFH = Fauna Flora Habitat) zu entwickeln und darauf neue Obstbäume zu pflanzen. Dieses Konzept erfüllt die Vorgaben der Landschaftspflegerichtlinie. Das Land fördert die Projektkosten anteilig.

Auch wenn Streuobstbestände in Süddeutschland ein prägender Bestandteil der Landschaft sind und die Landesregierung deren Bestand und Erhaltung kürzlich sogar durch eine Änderung des Naturschutzrechts per Gesetz geschützt hat, liegt das Hauptaugenmerk der Förderung auf der Entwicklung der Grünfläche zu einer FFH-Flachlandmähwiese, da sich in ganz Europa Süddeutschland nahezu als einziges Gebiet hierfür eignet, um diesen ökologisch überaus wertvollen Wiesentyp zu entwickeln.

Erst abholzen, dann Einsaat und schließlich Neupflanzungen

Als erster Schritt der Entwicklungsmaßnahme werden die abgestorbenen beziehungsweise fast abgestorbenen Obstbäume und die Wurzelstellen entfernt und die Gesamtfläche für die Einsaat vorbereitet. Einige der Obstbäume bleiben als Totholz-Torso erhalten. Mit diesen Arbeiten wurde in den vergangenen Tagen begonnen. Im Herbst soll dann die Neuansaat der Wiese erfolgen und im Frühjahr 2022 sollen neue Obstbäume gepflanzt werden. Ein Vorschlag für ein Sortenkonzept wurde hier bereits vom Amt für Landwirtschaft des Landratsamtes Ortenaukreis in Kooperation mit der Ortsverwaltung und dem Obst- und Gartenbauverein Rheinbischofsheim e. V. ausgearbeitet.

„Anfang der 50er Jahre wurde die Obstanlage „Alter Wörth“ als mustergültige Obstanlage gepflanzt“, so Frank Schadt vom Obst- und Gartenbauverein Rheinbischofsheim. Der Entwicklungszeitraum hat eine Laufzeit von zunächst sieben Jahren.

Landwirt Reiner Graf, der bereits schon einige regionale und ökologische Projekte initiiert und umgesetzt hat, wird während dieses Zeitraums die Pflege und Bewirtschaftung der Fläche übernehmen. „Getreu nach dem Motto „Das Beste aus der Region, für die Region“ soll die Öffentlichkeit über die Entwicklung des interessanten Projektes auf dem Laufenden gehalten werden“, so Reiner Graf. Nach Abschluss der Entwicklungsmaßnahme soll die Obstanlage wieder interessierten Pächtern zur Verfügung gestellt werden.

Autor:

Rembert Graf Kerssenbrock aus Kehl

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