Dritter Bewerber in Rheinau
Norbert Hense will Bürgermeister werden

Norbert Hense will Bürgermeister in Rheinau werden. | Foto: Nico Ristau
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Kehl/Rheinau(st) Ein dritter Bewerber für das Amt des Rheinauer Bürgermeister hat seine Bewebungsunterlagen eingereicht: Norbert Hense, 36-jähriger Stadtrat aus Kehl. „Rheinau ist eine vielfältige Stadt mit einer beeindruckenden Vielzahl an Vereinen, in der das Engagement der Menschen sichtbar wird“, so Hense in einer Presemitteilung. Außerdem liege die Stadt geografisch sehr attraktiv zwischen dem Landkreis Rastatt und den Städten Achern und Kehl sowie Frankreich, ist Hense auch von der Lage Rheinaus überzeugt. Dazu komme die Städtepartnerschaft mit Gambsheim, welche noch mehr Potential habe: „In Rheinau wird Europa vor Ort ganz konkret.“
Hense setzt nach eigenen Angaben sich seit vielen Jahren als engagierter Kommunalpolitiker mit Leidenschaft für die Region ein. Als Antrieb für seine Kandidatur sieht er nun nicht zuletzt die aktuelle Weltlage und die Rolle von Kommunen in dieser. „Unsere Welt scheint aus den Fugen geraten. Die Nachrichten überschlagen sich. Viele Menschen empfinden zunehmend Überforderung von der Fülle an Informationen“, so Hense. Dabei gibt er unumwunden zu: „Mir geht es ähnlich. Auch ich fühle mich nach der Tagesschau oft beunruhigt. Für mich ist klar: In einer instabilen Welt brauchen wir umso mehr stabile Kommunen!“ Daher sei ihm wichtig, dass die Kommunen vor Ort diese Stabilitätsanker sind. „In den Städten und Gemeinden findet das Leben statt. Dort wird Politik Realität, dort werden Entscheidungen getroffen, die sich direkt auf das Leben der Menschen auswirken“, erklärt Hense, der als Mitarbeiter im Abgeordnetenbüro des Landtagsabgeordneten Bernd Mettenleiter (Bündnis 90/Die Grünen) auch landespolitische Erfahrung mitbringt.

Erfahrung vor Ort

Als langjähriger Kommunalpolitiker wisse er um die Herausforderungen der Kommunen: „Die Aufgabenfülle nimmt zu und die Aufgabenstellungen werden außerdem immer komplexer. Gleichzeitig bleiben die personellen und finanziellen Ressourcen begrenzt.“ Hense möchte sich daher für mehr Kooperation zwischen den Kommunen einsetzen. „Mit Kehl und Lichtenau hat Rheinau bereits gemeinsame Zweckverbände. Solche Modelle sind die Zukunft, denn allein können viele Orte die Herausforderungen nicht mehr meistern.“
Auch bei der künftigen Stadtentwicklung Rheinaus soll Kooperation eine wichtige Rolle spielen: „Jeder Ortsteil hat eigene Schwerpunkte und Kompetenzen, die er einbringt. Ich bin davon überzeugt: Wenn jeder Ort sein Alleinstellungsmerkmal erhalten kann, ergibt es zusammen Rheinau!“ Die künftige Stadtentwicklung müsse daher eng im Dialog mit den Menschen gedacht werden. Mit seiner fachlichen Kompetenz, seinem vielfältigen ehrenamtlichen und politischen Engagement und der kommunalpolitischen Erfahrung, möchte Hense nun in den kommenden Wochen mit den Menschen in Rheinau ins Gespräch kommen.
Hense ist in Kehl geboren und in Bodersweier aufgewachsen. Gemeinsam mit seiner Partnerin lebt er in der Kehler Innenstadt. Nach dem Abitur auf dem zweiten Bildungsweg, hat er in an der Universität Freiburg Politikwissenschaften und Geschichte studiert. Berufsbegleitend zu seiner Arbeit im Landtagsabgeordnetenbüro von Mettenleiter, hat er seinen Master in Politikwissenschaften abgeschlossen und auch das Kontaktstudium Verwaltung an der Kehler Akademie der Hochschule Kehl absolviert. Hense ist seit 2019 für die Bündnis 90/Die Grünen Mitglied im Gemeinderat von Kehl. Seit 2024 ist er dort Fraktionsvorsitzender.

Hense ist damit der dritte Bewerber für den Chefsessel in Rheinau. Erster Kandidat war Daniel Knörle, ihm folgte Maurice Ochs. Die Bewerbungsfrist läuft noch bis einschließlich 6. April. Gewählt wird am 26. April.

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