Roland Mack wird 70
Der Europa-Park ist sein Leben

Sein Vater Franz war und ist immer noch großes Vorbild für Europa-Park-Chef Roland Mack, der nächste Woche seinen 70. Geburtstag feiert.
  • Sein Vater Franz war und ist immer noch großes Vorbild für Europa-Park-Chef Roland Mack, der nächste Woche seinen 70. Geburtstag feiert.
  • Foto: Michael Bode
  • hochgeladen von Daniela Santo

Rust. Dass die Eröffnung der neuen Wasserwelt des Europa-Parks Rulantica fast eine Punktlandung zum 70. Geburtstag wird, war nicht geplant. Umso mehr freut sich Roland Mack, seinen Ehrentag am 12. Oktober dort verbringen zu können. "Den Entertainment-Anteil werden wir im Wasserpark erleben, die eigentliche Geburtstagsfeier findet dann im Hotel 'Krønasår' statt", erzählt der Jubilar.

Einmal Chef von Deutschlands größtem Freizeitpark zu sein, hatte Roland Mack nicht im Sinn, als er 1969 nach Karlsruhe ging, um Maschinenbau zu studieren. Er sollte in die Fußstapfen seines Vaters Franz treten und den Produktionsbereich bei Mack Rides in Waldkirch übernehmen. Kaum mit dem Studium fertig und außerdem mit Marianne frisch verheiratet, gerieten die beruflichen Pläne von Roland Mack ins Schlingern: "Der Mitbetreiber unseres Freizeitparks, der uns auch als Ausstellungsfläche dienen sollte, verstarb drei Monate vor der Eröffnung", berichtet Mack. Also übernahm die Familie selbst. Heute spielt der Europa-Park im Konzert der ganz Großen zwischen Disney, Universal und Co. eine nicht unerhebliche Rolle, eine Auszeichnung jagt die andere, Stars und Sternchen geben sich dort ein Stelldichein. "Das hatten wir wirklich nicht erwartet, als wir vor über 45 Jahren an den Start gegangen sind", gibt Roland Mack zu. Wo man steht und geht, der Park trägt seine Handschrift. Nicht umsonst heißt sein Buch, das pünktlich zu seinem 70. Geburtstag erscheinen wird, "Mein Leben für den Europa-Park". Nach und nach gibt Roland Mack aber Verantwortung ab – an die mittlerweile achte Generation im Familienunternehmen. Seine Söhne Michael und Thomas übernehmen immer mehr das operative Geschäft.

Dornröschen wohnt in der Nachbarschaft

"An diesem Konzept arbeite ich weiter", sagt Roland Mack und betont, dass er sich aber keinesfalls ganz zurückziehen wird. "Schon mein Großvater und mein Vater haben bis zu ihrem letzten Atemzug ihre Erfahrungen in unser Unternehmen eingebracht", nennt er seine Vorbilder. Vor allem ist er aber stolz, dass das Familienunternehmen weiter besteht: "Das ist nicht selbstverständlich in unserer Branche, viele Parks werden an große Gruppen verkauft."

Roland Mack, der, wie er selbst immer gern sagt, "zwischen Dornröschen und Schneewittchen wohnt", ist noch immer ein Arbeitstier. "Robust und diszipliniert" ist er, wenn es sein muss, reichen ihm zwei bis drei Stunden Schlaf. Wenn ein Arbeitstag mal wieder völlig anders als geplant verläuft, etwa weil unangekündigt hoher Besuch vor der Tür steht oder technische Probleme gelöst werden müssen, nimmt er sich die Aktenordner abends mit nach Hause. "Ich arbeite immer alles sofort weg, dann habe ich den Kopf frei für Neues", erklärt er. Dabei bleibt ihm aber immer Zeit für Schabernack. "Das habe ich von meiner Mutter, einer echten rheinischen Frohnatur, geerbt", sagt er schmunzelnd. In all den Jahren hat sich seine Familie an den prallvollen Terminkalender gewöhnt, der kaum freie Abende oder Wochenenden zulässt. "Sie haben es akzeptiert und sich arrangiert", so der Vater von drei Kindern. Dabei geholfen hat sicherlich die Entscheidung, direkt im Park zu leben. "So konnten mich die Kinder nach der Schule im Büro besuchen oder ich zum Essen nach Hause gehen, meine Frau kocht nämlich leidenschaftlich gern", plaudert er aus dem Nähkästchen.

Und wo er gerade dabei ist, verrät Roland Mack, dass er zwar mit viel Spaß die schnellste Achterbahn der Welt fährt, allerdings mit Rundfahrgeschäften mittlerweile so seine Probleme hat: "An der zunehmenden Übelkeit merke ich mein zunehmendes Alter." Sein liebstes Fahrgeschäft ist im Übrigen immer das, was als nächstes im Park eröffnet wird. Sehr gern fährt er auch alle Themenbahnen, etwa die Geisterbahn oder Arthur, weil sie alle Sinne ansprechen. "Jetzt freue ich mich aber vor allem auf Piraten in Batavia, die wir im kommenden Jahr wieder eröffnen." Noch heute, eineinhalb Jahre später, blutet Mack das Herz, wenn er an den Großbrand denkt. "Es war furchtbar, daneben zu stehen und zu sehen, wie all das wegbrennt, für das man seine ganze Leidenschaft einsetzt", beschreibt er seine Gefühle. Doch trotz des Rückschlags schaut er nach vorn, so wie er es immer schon getan hat. Daniela Santo

Autor:

Daniela Santo aus Lahr

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