Clemens Bühler leitet das katholische Bildungszentrum
Gemeinschaft und den Glauben fest im Blick

Die ehrenamtliche Tätigkeit in der Kirche brachte Clemens Bühler auf die Idee, sich später dort auch beruflich zu engagieren.
  • Die ehrenamtliche Tätigkeit in der Kirche brachte Clemens Bühler auf die Idee, sich später dort auch beruflich zu engagieren.
  • Foto: Michael Bode
  • hochgeladen von Isabel Obleser

Sasbach. "In der Kommunionszeit und später als Ministrant war immer ein Thema, dass sich jeder katholische Junge prüfen müsse, ob er sich nicht für das Priesteramt berufen fühle. Diese Berufung habe ich nie gespürt. Aber viele Theologen und Pastoralreferenten hatten einmal die Idee, Priester zu werden", sagt Clemens Bühler, der heute als Leiter des katholischen Bildungszentrums Offenburg arbeitet. Der 56-Jährige studierte in Freiburg Theologie, ließ sich zum Pastoralreferenten ausbilden und lebt heute in Sasbach.
Der Grundstein für den späteren beruflichen Werdegang wurde in der Jugend gelegt. Nach der Erstkommunion und der Zeit als Ministrant ging Clemens Bühler den Weg des Glaubens weiter und engagierte sich als Jugendgruppenleiter: "In den Gruppenstunden haben wir gebastelt oder Geländespiele gemacht. Was ich sehr schön fand, war im Sommer ein zweiwöchiges Ferienlager, in der Regel ein Zeltlager. Es ging aber auch um Inhalte des Glaubens." Seinen Zivildienst leistete der gebürtige Freiburger in der ökumenischen Erwachsenenbegegnungsstätte Weingarten. "Diese wurde von Sozialarbeitern geleitet, mit dem Pfarrer und den Gemeindereferenten hatte ich ebenso zu tun. So bekam ich eine gewisse Vorstellung von den Aufgaben, auch wenn der Beruf des Pastoralreferenten damals relativ neu war. Bis ich nach dem Theologiestudium so weit war, waren wir erst der zwölfte Kurs, der in die Ausbildung ging. Als ich mit dem Studium anfing, habe ich noch keinen Pastoralreferenten persönlich gekannt", so Bühler, der lediglich wusste, dass es den Beruf gibt. Den Beruf des Gemeindereferenten kannte er: "Dieser ist aber ein anderer Ausbildungsgang. Einmal habe ich mit meinem Religionslehrer geredet und dieser meinte, ich solle Theologie studieren, das würde mich mehr fordern. Das war für mich der richtige Weg, weil ich viele Dinge gerne grundsätzlicher angehe, während Gemeindereferenten eine sehr viel praktischere Ausbildung haben."
"Von der Tätigkeit her sind die Berufe allerdings sehr ähnlich und vergleichbar, nur der Zugangsweg ist ein anderer", sagt der Diplom-Theologe, der während des Zivildienstes den Entschluss fasste, das, was er ehrenamtlich schon machte, später auch im Beruf tun zu wollen. Während des Theologiestudiums fiel Clemens Bühler dann sprichwörtlich die Decke auf den Kopf: "Ich habe fast immer, auch während des Zivildienstes und Studiums, zu Hause gelebt. Da kam mir die Möglichkeit recht, zwei Semester in Paris zu studieren. Zudem konnte ich meine Französischkenntnisse aufpolieren." Bildung und Sprache sind ihm wichtig, noch immer liest er Bücher in französischer und englischer Sprache. Bücher sind ohnehin eine seiner Leidenschaften. Nach dem Studium zog es Bühler in die Ortenau. Dort war er an der Heimschule Lender und am Spätberufenenseminar St. Pirmin als Schülerseelsorger und Religionslehrer tätig. Als Referent betätigte er sich am Geistlichen Zentrum in Sasbach, dann als Pastoralreferent in der Seelsorgeeinheit Achern-Land und als Religionslehrer am Gymnasium in Achern. Das kam seinen beruflichen Vorstellungen sehr nahe, forderte ihn heraus.
In dieser Zeit wurde ein Nachfolger für den Offenburger Bildungswerkleiter Gerhard Hilz gesucht. "In der Stellenbeschreibung wurden auch Französischkenntnisse verlangt, was mich aufhorchen ließ. Es gibt am Bildungszentrum auch Gruppen und Bereiche mit Anbindung ins Elsass", so Bühler. Er bekam die Stelle und schätzt es, am katholischen Bildungszentrum Programme und Inhalte zu entwickeln, auch die Kooperationen mit der evangelischen Seite, der Volkshochschule und selbst mit dem Bund für Umwelt und Naturschutz. "Es ist viel Verwaltungsarbeit, weniger Praxis. Einmal habe ich einen Vortrag über Hildegard von Bingen aus theologischer Sicht gehalten, solche Aufgaben sind jetzt aber sehr selten", sagt Bühler, der gerne Filmgespräche moderiert. Denn Filme sind eine seiner weiteren Leidenschaften, besonders fremdsprachige. Ein anderer Interessensbereich ist die Sasbacher Koinonia, deren Vorsitzender er ist. "Koinonia ist in der Bibel die Gemeinschaft", erklärt Clemens Bühler, denn christliche Werte und die Gemeinschaft sind ihm nicht nur beruflich wichtig.^Daniel Hengst

Autor:

Isabel Obleser aus Gengenbach

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