Nationalpark Schwarzwald: Konzept und Praxis haben sich bewährt
Lob für Umgang mit Borkenkäfer

Forstwirt sucht mit Fernglas nach Anzeichen für Borkenkäferbefall.
  • Forstwirt sucht mit Fernglas nach Anzeichen für Borkenkäferbefall.
  • Foto: Anne Kobarg
  • hochgeladen von Matthias Kerber

Seebach (st). Ein kleiner Käfer, der durch massenhafte Vermehrung bei günstiger Witterung besonders den Fichtenbeständen schwer zusetzen kann, lässt bei Waldbesitzern landauf und landab wieder die Alarmglocken läuten. Auch in der Sitzung des Nationalparkrats war er eines der Topthemen: der Borkenkäfer.

Strategie erläutert

Dort wurden die aktuelle Situation sowie die Strategie des Borkenkäfermanagements im Pufferstreifen des Nationalparks Schwarzwald und der angrenzenden unteren Forstbehörden Freudenstadt, Rastatt, Baden-Baden und Ortenau erläutert. Das Konzept hat sich seit der Gründung des Nationalparks etabliert und seine Leistungsfähigkeit deutlich unter Beweis gestellt. Umweltminister Franz Untersteller, der an der Sitzung teilnahm, zeigte sich beeindruckt.

Borkenkäfermanagement

„Das Borkenkäfermanagement, wie es hier im Nationalpark Schwarzwald umgesetzt wird, ist ganz offensichtlich ein wirksames Instrument zum Schutz der umliegenden Wirtschaftswälder“, so der Minister. Das bestätigte Landesforstpräsident Max Reger: „Der Pufferstreifen hat sich als wichtiges und funktionierendes Kontrollinstrument gegen die Ausbreitung des Käfers erwiesen. Selbst im vergangenen Jahr, als sich der Borkenkäfer überall im Land massiv vermehrte, gab es in den an den Nationalpark Schwarzwald angrenzenden Wäldern dank der hervorragenden Arbeit aller am Management Beteiligten keine Probleme. Dies ist der gut abgestimmten und hervorragend koordinierten Zusammenarbeit von Nationalparkverwaltung, ForstBW und der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt zu verdanken.“

Region gut gerüstet

Das vom Nationalpark und ForstBW gemeinsam entwickelte Konzept hat sich bewährt, davon waren alle Nationalparkratsmitglieder überzeugt. Aufgrund der sehr trockenen und niederschlagsarmen Witterung des Vorjahres und der gravierenden Nassschneeschäden in der Nationalparkregion zu Beginn dieses Jahres baue sich aktuell wieder eine schwierige und extreme Situation auf – aber durch das etablierte Konzept und die intensive Zusammenarbeit von Nationalpark, ForstBW und der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt sei die Region bestens gerüstet, so der Tenor der Versammlung, der auch die Verwaltungen der Anrainerkommunen angehören. Landesforstpräsident Max Reger versicherte außerdem, dass die zum 1. Januar 2020 entstehende Anstalt des öffentlichen Rechts, die zukünftig die Staatswälder im Land betreuen wird, das so erfolgreiche Borkenkäfermanagement inklusive aller weiteren aktuell bestehenden Verträge vollinhaltlich übernehmen werde. Damit ist eine erfolgreiche Fortführung des bewährten Konzeptes in den kommenden Jahren gesichert.

Autor:

Matthias Kerber aus Offenburg

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