Ministerpräsident Winfried Kretschmann legt Grundstein für Nationalparkzentrum
"Wollen Köpfe und Herzen der Besucher gewinnen"

In aller Würde legte Ministerpräsident Winfried Kretschmann die Plombe in den Grundstein hinein.
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Seebach (gat). Eine große Baugrube – das Fundament für den Riegel E des zukünftigen Nationalparkzentrums – lässt auf der Fläche gegenüber des Ruhesteilhangs deutlich erkennen, dass die Arbeiten für das Zentrum begonnen haben. Am Samstagnachmittag war nun die Grundsteinlegung, Ministerpräsident Winfried Kretschmann, Umweltminister Franz Untersteller und Finanzstaatssekretärin Gisela Splett nahmen sie vor und gingen in Ansprachen auf die Bedeutung und die Wirkung des Nationalparks und des zukünftigen Besucherinformationszentrums (BIZ) ein.
„Der Nationalpark ist für mich ein echtes Herzensanliegen“, eröffnete Ministerpräsident Kretschmann seine Ansprache und ließ im Verlauf seiner Rede keinen Zweifel an seiner Begeisterung für die Natur und ihren Eigenwert. Er bezeichnete den Nationalpark als einen Entwicklungspark, in dem es darum gehe, die Natur in einem langen Prozess Natur sein zu lassen. „In 600 Jahren ist dies im Nationalpark wohl erreicht“, so Kretschmann. Nur auf lange Sicht könnten sich Pflanzen und Tiere, die in einem bewirtschafteten Wald keinen Lebensraum finden, in unberührter Natur entwickeln. Und dabei dürfe man nicht einfach nur an große Waldtiere denken. „90 Prozent der Arten im Nationalpark werden kleiner sein als ein Fingernagel. Zahlreiche von ihnen werden unter der Erde und im Totholz leben“, stellte Kretschmann heraus und hielt als gelernter Biologe ein engagiertes Plädoyer für das Verständnis der Lebenszusammenhänge in Flora und Fauna.
Mit der Grundsteinlegung für das Nationalparkzentrum werde daher eigentlich der Grundstein dafür gelegt, dass die Liebe zur Natur gestärkt und geweckt werde. „Die Natur bietet viel Spannendes und Romantisches und wer sich von ihrer Schönheit ergreifen lässt, wird auch Lebensfreude erleben. Wir wollen mit unserem Nationalpark die Köpfe und Herzen der Besucher gewinnen“, schloss Kretschmann seine Ansprache und dankte den beiden Leitern, Wolfgang Schlund und Thomas Waldenspuhl, für das, was sie bisher schon Großartiges geleistet haben.
Umweltminister Franz Untersteller ging in seiner Ansprache auf die Ausstellungen im BIZ ein, das er als Foyer des Nationalparks bezeichnete. Die Dauerausstellung auf 1.000 Quadratmeter nannte er das Herzstück, sie wird eine faszinierende Zeitreise durch den Schwarzwald und seinen Lebensraum ermöglichen.
Finanzstaatssekretärin Gisela Splett nahm die Zahlen in den Fokus: Das zukünftige Nationalparkzentrum mit BIZ und Verwaltung wird eine Fläche von 3.700 Quadratmeter einnehmen, 3.000 für Bildung und Gastronomie, 700 für die Verwaltung. An Materialien werden 90 Prozent Schwarzwaldtanne verbaut und neun Prozent Holz aus Baden-Württemberg, ausschließlich für die Turmfassade werde wegen ihrer Witterungsfestigkeit ein Prozent Alaskazeder in Form von Schindeln verarbeitet. Gemäß Kostenplan wird das Gebäude, das aus verschiedenen Riegeln besteht, die wie übereinander gefallene Baumstämme angeordnet werden, 26,5 Millionen Euro kosten, drei Millionen Euro sind für die Einrichtung der Ausstellung vorgesehen, 2,2 Millionen Euro kostet die Neuordnung der Verkehrs- und Parkplatzsituation auf dem Ruhestein.
Die Plombe des Grundsteins wurde gefüllt mit einer badischen und einer württembergischen Zeitung, mit Broschüren und Münzen. In diesem Jahr sollen alle Betonarbeiten für die Fundamente zu Ende gebracht werden.

Autor:

Daniela Santo aus Lahr

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