Nachfragebündelung startet
Bürger entscheiden über Glasfasernetz

Beim Pressegespräch informierten Projektmanagerin Marina Wilberger von der Deutschen Glasfaser und Bürgermeister Christian Huber über den Start der Nachfragebündelung für den Glasfaserausbau in der Gemeinde Willstätt.
  • Beim Pressegespräch informierten Projektmanagerin Marina Wilberger von der Deutschen Glasfaser und Bürgermeister Christian Huber über den Start der Nachfragebündelung für den Glasfaserausbau in der Gemeinde Willstätt.
  • Foto: Gemeinde Willstätt/Holger Hemler
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Willstätt (st). Im Rahmen eines Pressegesprächs wurde im Bürgersaal des Willstätter Rathauses über den Start der Nachfragebündelung für den Ausbau des Glasfasernetzes in der Gemeinde Willstätt informiert. Gleichzeitig haben in den vergangenen Tagen alle betroffenen Haushalte in der Gemeinde ein Anschreiben von Bürgermeister Christian Huber erhalten.

Homeoffice statt Pendeln? Filme auf Abruf statt linearem Fernsehen? Internettelefonie statt Festnetz? Willstätt hat in den kommenden Wochen die Chance auf den Ausbau eines reinen Glasfasernetzes, mit dem die Bürger in Höchstgeschwindigkeit im Internet surfen können.

Der erste Schritt auf dem Weg in die digitale Zukunft von Willstätt ist gemacht: Deutsche Glasfaser und die Kommunalverwaltung haben einen Kooperationsvertrag geschlossen. Als privatwirtschaftlicher Anbieter treibt Deutsche Glasfaser den Glasfaserausbau schnell und unbürokratisch voran. Dafür ist sie aber auf die Unterstützung der Bürger in Willstätt angewiesen. Am 25. September startet die Nachfragebündelung. Bis zum Stichtag am 13. Dezember 2021 können die Anwohner im Ausbaugebiet einen Vertrag mit Deutsche Glasfaser abschließen, um einen kostenfreien Glasfaseranschluss bis ins Haus oder in die Wohnung zu erhalten. Wenn mindestens 40 Prozent der anschließbaren Haushalte in Willstätt mitziehen, steht dem Netzausbau nichts mehr im Wege.

Die neue Infrastruktur berücksichtigt alle Haushalte im Ausbaugebiet und schafft die Voraussetzung, dass auch Nachzügler noch angeschlossen werden können. Wer jedoch erst nach dem 13. Dezember 2021 Glasfaser beantragt, muss dann die Anschlusskosten von derzeit mindestens 750 Euro selbst tragen.

Servicepunkt wird eingerichtet

Deutsche Glasfaser informiert ausführlich über den Netzausbau, die Produkte sowie den Projektverlauf auf einem Online-Infoabend am 6. Oktober um 19 Uhr. Infos und Einladungen werden vorher noch an alle Haushalte verteilt. Ab dem 8. Oktober eröffnet außerdem ein eigens eingerichteter Servicepunkt in der Hauptstraße 53, montags, mittwochs und freitags von 9 bis 13 Uhr und von 14 bis 19 Uhr sowie samstags von 9 bis 14 Uhr. Zudem werden Mitarbeiter von Deutsche Glasfaser die Bürger daheim besuchen und auf Wunsch beraten. Alles selbstverständlich unter Einhaltung der geltenden Abstands- und Hygienemaßnahmen.

Die Entscheidung, das Glasfasernetz in der Gemeinde durch die Deutsche Glasfaser (DG) und nicht wie geplant durch die Breitband Ortenau ausbauen zu lassen, hatte der Willstätter Gemeinderat vor der Sommerpause getroffen.
Im Mai dieses Jahres hat sich die Deutsche Glasfaser (DG), ein Unternehmen, das deutschlandweit den flächendeckenden Ausbau und Betrieb von Glasfasernetz-Strukturen betreibt, an die Breitband Ortenau gewandt. Die DG plant, in der Ortenau den Glasfaserausbau voranzutreiben. Ende Mai wurde seitens der Breitband Ortenau in Abstimmung mit Bürgermeister Christian Huber die Gemeinde Willstätt als vorrangiges Ziel für einen Ausbau definiert.

„Jetzt haben wir die große Chance in der Gemeinde Willstätt, ein neues und leistungsfähiges Glasfasernetz für die Übertragung von Daten, Sprache und Fernsehsignalen bis in jeden Haushalt zu erhalten“, so Bürgermeister Christian Huber. „Diese müssen wir einfach nutzen.“ Für die Anschlusskunden ist es eine Entscheidung in eine zukunftsweisende Technologie und für die Hauseigentümer trägt der Glasfaseranschluss zur Wertsteigerung der Immobilie bei.

Die entscheidende Voraussetzung für den Ausbau: In der Gemeinde Willstätt müssen sich während der sogenannten Nachfragebündelung 40 Prozent der anschließbaren Haushalte bis zum Stichtag 13. Dezember 2021 für einen Glasfaseranschluss entscheiden, damit sich der Ausbau für das Unternehmen wirtschaftlich realisieren lässt. Dies ist ein einmaliges und zeitlich begrenztes Angebot des Unternehmens Deutsche Glasfaser Whoelsale GmbH. Im Vorfeld hat Willstätt auch bei anderen Kommunen, die bereits mit der DG beim Netzausbau zusammengearbeitet haben, nachgefragt und jeweils eine Empfehlung der Zusammenarbeit mit der Deutschen Glasfaser erhalten.

Ausbaustart bereits 2022 möglich

Sollte die Nachfragebündelung positiv verlaufen, könnte der Ausbau des Glasfasernetzes durch die DG in der Gesamtgemeinde bereits im kommenden Jahr beginnen. Auf die Gemeinde wird dann eine anstrengende Zeit zukommen, da in kürzester Zeit viele Baustellen entstehen. Deshalb will man gute Überwachungsstrukturen einrichten, um mögliche Probleme frühzeitig in den Griff zu bekommen. Die DG ist zuversichtlich, einen vollständigen Ausbau bis Ende 2022 realisieren zu können. Dieses Ziel soll durch den gleichzeitigen Beginn in allen Ortsteilen erreichbar sein.

Beim Ausbau des Glasfasernetzes mit der DG kommen im Gegensatz zum Ausbau mit der Breitband Ortenau auf die Gemeinde keine Ausbaukosten zu. Das Angebot der DG umfasst einen vollständigen privatwirtschaftlichen Ausbau.
Auch für die Immobilien-Eigentümer, die einen Ausbau wünschen, erhalten diesen kostenlos. Hauseigentümer, die keinen Anschluss erhalten wollen, werden in der Infrastruktur dennoch berücksichtigt. Dann ist auch zu einem späteren Zeitpunkt möglich, nachträglich den Glasfaser-Anschluss zu erhalten. Dieser kostet dann jedoch den tatsächlichen Erschließungspreis, wobei von mindestens 750 Euro oder mehr pro Hausanschluss ausgegangen wird.

Alle Informationen über Deutsche Glasfaser und die buchbaren Produkte sind online unter www.deutsche-glasfaser.de verfügbar.

Autor:

Matthias Kerber aus Offenburg

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