Gesundheitstour
Merkel besucht Ökumenischen Hospizdienst Acher-Renchtal
- Koordinatorin Silke Bohnert (v. l.), Natalie Wimmer und Dr. Katrin Merkel (MdL)
- Foto: Abgeordnetenbüro Dr. Katrin Merkel
- hochgeladen von Matthias Kerber
Achern (st) Im Rahmen ihrer Gesundheitstour machte die CDU-Landtagsabgeordnete für den Wahlkreis Kehl, Dr. Katrin Merkel, den ersten Stopp beim Ökumenischen Hospizdienst Acher-Renchtal. Im Gespräch mit Koordinatorin Silke Bohnert und Natalie Wimmer standen die Hospiz- und Trauerarbeit sowie die aktuellen Herausforderungen im Mittelpunkt.
„Die Hospizarbeit leistet einen unschätzbar wichtigen Beitrag. Menschen werden in einer besonders schweren Lebensphase mit Zeit, Zuwendung und Würde begleitet. Auch für Angehörige ist diese Unterstützung von großer Bedeutung und erleichtert die Betreuung der Sterbenden im gewohnten Umfeld“, sagte Merkel.
80 Ehrenamtliche
Rund 80 Ehrenamtliche engagieren sich im Hospizdienst Acher-Renchtal. Sie werden umfassend ausgebildet und durch regelmäßige Supervisionen und Fortbildungen begleitet. Die Nachfrage nach Sterbebegleitungen ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen.
Bohnert schilderte, dass sich Veränderungen im Gesundheitssystem unmittelbar auf die Arbeit des Hospizdienstes auswirken. Das zeige sich etwa, wenn Kliniken zusammengelegt werden oder es im Entlassungsmanagement der Krankenhäuser hakt. Auch der Personalmangel in Pflegeheimen erschwere eine intensive Begleitung am Lebensende.
Ein weiteres Thema war die Finanzierung der Trauerbegleitung. Während die Ausbildung in der Sterbebegleitung von den Krankenkassen gefördert wird, muss die Ausbildung der Trauerbegleiter überwiegend über Spenden finanziert werden. Zudem ging es um Möglichkeiten, das ehrenamtliche Engagement stärker wertzuschätzen.
„Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie wichtig eine verlässliche Hospiz- und Palliativversorgung ist. Deshalb begrüße ich, dass die Landesregierung dieses Thema im Koalitionsvertrag ausdrücklich verankert hat. Unser Ziel ist es, die ambulanten und stationären Angebote weiter zu stärken und Menschen in dieser sensiblen Lebensphase bestmöglich zu begleiten“, so Merkel nach dem Gespräch.
Der Besuch in Achern ist Teil von Merkels diesjähriger Gesundheitstour. Als Mitglied des Ausschusses für Soziales, Arbeit und Gesundheit nutzt sie den Austausch mit Verantwortlichen und Fachkräften, um neben der eigenen Expertise aus der Apotheke auch deren Erfahrungen in ihre parlamentarische Arbeit einzubringen.



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