Wegen hoher Nachfrage
Trinkwasserenthärtung erreicht Leistungsgrenze
- Aufgrund des hohen Verbrauchs muss die Enthärtungsanlage abgeschaltet werden.
- Foto: Symbolfoto: ag
- hochgeladen von Matthias Kerber
Achern (st) „Auch in der aktuellen Hitze- und Trockenperiode ist die Acherner Wasserversorgung ausreichend leistungsfähig und darüber hinaus sogar noch in der Lage, Ottenhöfen und Sasbachwalden mit Wasserlieferungen zu unterstützen. Allerdings muss aufgrund des hohen Verbrauchs die Enthärtungsanlage abgeschaltet werden. Dies bestätigt die Entscheidung des Gemeinderats, einen zweiten Enthärtungsreaktor in Betrieb zu nehmen“, so Oberbürgermeister Manuel Tabor in einer städtischen Pressemitteilung.
Mehr als 7.500 Kubikmeter pro Tag
Aufgrund der anhaltend hohen Temperaturen und der hohen Trinkwassernachfrage ist die Wasserförderung im Wasserwerk Rotherst zwischenzeitlich so hoch, dass die einstufige Enthärtungsanlage aktuell die Grenze der Leistungsfähigkeit erreicht. Derzeit sind die Quellschüttungen in Ottenhöfen und in Sasbachwalden für eine eigenständige Versorgung nicht mehr ausreichend. Sofern die Trockenheit anhält muss gegebenenfalls verstärkt Trinkwasser ins Acher- und Sasbachtal gefördert werden. Mit einem aktuellen Verbrauch von mehr als 7.500 Kubikmeter pro Tag wird die Kapazität des Enthärtungsreaktors überschritten. Das Wasserwerk Rotherst selbst hat eine ausreichend große Kapazität, um alle angeschlossenen Verbraucher zu versorgen. Damit die Trinkwasserversorgung für alle Bezieher aufrechterhalten werden kann, muss die Enthärtungsanlage aber außer Betrieb genommen werden. Somit kann kein enthärtetes Waser mehr ins Netz gefördert werden. Der Härtegrad wird innerhalb von ein bis zwei Tagen auf 22 Grad Deutscher Härte (Härtebereich hart) ansteigen.
Der Bau des zweiten Enthärtungsreaktors steht kurz vor dem Abschluss. Im Herbst 2026 soll er in Betrieb genommen werden.
Sofern der Verbrauch nicht deutlich sinkt, muss die Enthärtungsanlage auch für die nächsten Wochen ausgeschaltet bleiben und das Trinkwasser weiter mit 22 Härtegraden ins Netz gefördert werden. Damit die Enthärtungsanlage wieder in Betrieb genommen werden kann, muss der Tagesverbrauch mehrere Tage auf deutlich unter 5.000 Kubikmeter pro Tag fallen, so die Stadt Achern abschließend.





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