Jakobskreuzkraut
Vorsicht vor giftiger Pflanze

Achern (st). Sie ist in Wuchsform und Blüte dem medizinisch verwendeten Johanniskraut durchaus ähnlich, in ihrer Wirkung aber nicht ungefährlich. Die Rede ist vom sogenannten Jakobskreuzkraut, einer gelb blühenden, bis zu zirka einem Meter hohen Pflanze, die sich in den vergangenen Wochen und leider auch an immer mehr Standorten entwickelt und die in allen Pflanzenteilen giftig ist, so die Stadtverwaltung Achern in einer Pressemitteilung. Die Form der Blütenausbildung erinnert an die zusammengesetzten Blüten von Gänseblümchen, allerdings mit der Auffälligkeit, dass alle Blütenbestandteile gelb sind. Sie gedeiht im Bereich wenig genutzter Grünlandflächen, aber auch an Straßen- und Wegerändern. Insbesondere bei Pferden, Rindern und kleinen Wiederkäuern führt sie zu Vergiftungen, deren Giftstoffe auch in Silage und in Heu nicht verloren gehen und daher auch lange nach ihrer Blühphase ihre fatale Wirkung noch entfalten kann, da sich die Giftstoffe in der Leber bis zu einer tödlichen Dosis sammeln. Auch für Menschen ist die Pflanze nicht ungefährlich, da eine Anreicherung der giftigen Inhaltsstoffe, insbesondere bei mehrfachen Kontakten möglich ist. Grundstückseigentümern oder Spaziergängern, denen eine eindeutige Identifizierung der Pflanze möglich ist, wird empfohlen, diese Pflanze unter Gebrauch von Handschuhen einschließlich der Wurzel herauszuziehen und in einem Müllsack über die graue Tonne zu entsorgen. Sollte die Pflanze im Bereich öffentlicher Flächen wahrgenommen werden, ist die Stadtverwaltung für Hinweise an den städtischen Bauhof dankbar.

Autor:

Matthias Kerber aus Offenburg

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