Von oben nicht sichtbar kommen die Arbeiten gut voran
Renchgewölbe unter B28 in Bad Peterstal-Griesbach wird saniert

Ein Blick in die unterirdische Baustelle
  • Ein Blick in die unterirdische Baustelle
  • Foto: Regierungspräsidium
  • hochgeladen von Daniela Santo

Bad Peterstal-Griesbach (st). Ein paar Leitbaken, eine Baustellenampel, Container, Baumaterial und ein großes Hinweisschild – mehr ist für Verkehrsteilnehmer auf der B28 von der Baustelle am Gewölbe in Bad Peterstal-Griesbach nicht zu sehen.
Dass nur wenige Meter unter der Fahrbahn die Rench entlang fließt, wissen nur wenige. Auf einer Länge von etwa 330 Metern ist der Fluss, dem das Renchtal seinen Namen verdankt, auf Höhe des ehemaligen Kurheimes und Hotels St. Anna verdohlt.
Der Scheitelpunkt des Gewölbes aus Sandsteinen liegt nur wenige Zentimeter unter dem Asphalt. Bis vor kurzem zählte das Gewölbe noch zu den Bauwerken mit der schlechtesten Zustandsnote im gesamten Ortenaukreis. Die jahrzehntelange Verkehrsbelastung, insbesondere durch Schwerlastverkehr, hatte zu massiven Schäden an dem Bauwerk geführt. Offene Fugen, lose oder gar ganz ausgebrochene Steine und dicke Kalkablagerungen waren die Hauptprobleme, die dringend beseitigt werden mussten.
Doch wie saniert man ein fast vier Meter breites Gewölbe unmittelbar unter der B28? Eine Vollsperrung hätte die wichtige Ost-West-Verbindung durch den Schwarzwald über Monate unterbrochen und schied für die Verantwortlichen schnell aus. Es galt, eine Sanierungsmethode von innen zu finden, um die Beeinträchtigungen für den Verkehr, besonders aber auch für Anwohner und Tourismus so gering wie möglich zu halten.
Die Wahl fiel auf eine sogenannte Rückverankerung. Hierbei werden die Steine in regelmäßigem Abstand durchbohrt und mit Eisenstäben nach hinten gesichert. Anschließend wird ein Zementmörtel in die Löcher eingepresst. Hierdurch werden Hohlräume hinter den Steinen verschlossen und die Rückverankerung erhält ihre Stabilität. Zudem werden Ablagerungen entfernt und offene Fugen wieder sauber verschlossen.
Das Ergebnis lässt sich sehen. Manch ein Gewölbekeller sieht nicht so gut aus wie das von der beauftragten Firma Bau-Sanierungstechnik (BST) aus Gernsheim sanierte Gewölbe. Schade nur, dass das dem Verkehrsteilnehmer, der sich über den Zwangshalt an der Baustellenampel ärgert, leider verborgen bleibt. Er kann sich aber gewiss sein, dass nur wenige Zentimeter unter ihm für die zukünftige Verkehrssicherheit auf der B28 gesorgt wird.
Die Gesamtmaßnahme ist in zwei Abschnitte aufgeteilt. In diesem Jahr, noch etwa bis Oktober, wird die erste Hälfte des Gewölbes saniert. Im kommenden Jahr folgt dann die zweite Hälfte bis in den Kreuzungsbereich zur Wilden Rench hinein.

Autor:

Daniela Santo aus Lahr

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

4 folgen diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen