Bauchtanz ist mehr als erotischer Hüftschwung

Annette Gündel alias Amira el Amar kam vom Ballett zum orientalischen Tanz.
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Ortenau. Wie bei vielen Tänzerinnen begann alles mit Ballett, das ich mit acht Jahren erlernen
durfte. Als mein Lehrer - Choreograph vom Stadttheater Freiburg - aus
gesundheitlichen Gründen aufhören musste, ich war damals 20 Jahre alt,
suchte ich nach einer Alternative und kam über Umwege zum orientalischen
Tanz. Eine Leidenschaft begann. Als ich anfing zu unterrichten, habe
ich eine Ausbildung zur orientalischen Tanzdozentin absolviert, um
meinen Schülerinnen ein hohes Niveau an Unterricht bieten zu können, das
sich bis heute bewährt hat. Stetige Fortbildungen bei namhaften
Dozenten in meinem aber auch anderen Tanzbereichen, haben mein
Repertoire enorm erweitert.

Bauchtanz ist für mich die Verkörperung der Weiblichkeit schlechthin. In keinem anderen Tanz kann sich Frau so vielfältig und mit all ihren Attributen so intensiv
darstellen. Einzig der Flamencotanz kann mit ihm konkurrieren, hat aber
einen anderen Background.

1997 habe ich eine Tänzerin aus dem Europa Park kennengelernt. Sie wollte auf ein Seminar, musste aber eine Ersatztänzerin für sich finden, da der Park damals noch in der
Wintersaison geschlossen hatte und keine Kollegin greifbar war. Sie hat
mich gefragt, ich sagte zu und es begann eine wunderbare Zeit als
freiberufliche Tänzerin im Park. Zunächst im Rittermahl, dann als
orientalische Tänzerin in der maurischen Nacht. Höhepunkte davon waren
das Mitwirken bei der Bild-Party im Jahr 2000, für die Hannelore Kohl
Stiftung, den Ball des Sports und mehr. Auch bei Sonderveranstaltungen,
wie der Miss Germany Wahl, durfte ich ebenfalls mitwirken.

Auf jeden Fall braucht man eine gute Aus- und Fortbildung. Die
Zusammenarbeit mit namhaften orientalischen Tänzerinnen ist enorm
wichtig. Es geht nicht nur darum, sich auf irgendeine orientalische
Musik zu bewegen – das kann jede gute Balletttänzerin auch. Es geht
vielmehr darum, den orientalischen Tanz und seine Musik verstehen zu
lernen. Nur dann kann man ihn auch glaubwürdig interpretieren.

Es ist mir wichtig, dass dieser wunderbare Tanz nicht nur als ein
erotischer „Auf die Männer fertig los“-Tanz dargeboten wird, sondern
auch von den Tänzerinnen, die ihn anbieten mit Respekt und Niveau
präsentiert wird. Man bekommt auch hier nur, was man zahlt. Und es ist
mir wichtig, den Menschen mittels meiner Shows, den orientalischen Tanz
näher bringen zu dürfen. Sie davon zu überzeugen, dass er nicht nur auf
den allzu bekannten „Bauchtanz“ reduziert wird, sondern eine breite
Palette wunderbarer Tänze beinhaltet, die alle Frauen, die daran
interessiert sind, erlernen können. Ein Tanz, bei dem Alter, Figur oder
Größe keine Rolle spielen.

Wer uns Bauchtänzerinnen live sehen möchte, kann dies bei unserer Show „Fantasia Arabica“ am 7. März, ab 20 Uhr in der Sternenberghalle in Friesenheim tun.

Autor: st

Annette Gündel alias Amira el Amar kam vom Ballett zum orientalischen Tanz.
Annette Gündel ist seit 1995 aktive Tänzerin.

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