Durbacher Winzer erwarten 2019 einen großen Jahrgang
Lese und Qualität der Trauben sind optimal

Die Durbacher Winzer freuen sich auf den Jahrgang 2019, der vielversprechend ist.
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Durbach (gro). Hohe Qualitäten, eine schöne Säure und vielversprechend im Keller – der Jahrgang 2019 macht den Durbacher Winzern bislang mehr Freude als der des Sonnenjahres 2018. Stephan Danner, Geschäftsführer der Durbacher Winzergenossenschaft: "Wir hatten einen guten Sonnenjahrgang mit Regen zur richtigen Zeit. Die Reben waren bestens versorgt, im Gegensatz zum Jahr 2018." Die WG hatte – wie fast alle alle Winzer im Ort – am 16. September mit der Hauptlese begonnen, die in dieser Woche beendet wurde. "Alles hatte sich im Vergleich zu 2018 um zwei Wochen nach hinten verschoben", so Danner.

Das bestätigte auch Kellermeister Rüdiger Nilles von der WG: "Wir haben nur noch den Cabernet Sauvignon draußen stehen und einige Sorten für edelsüße und Eisweine. Wir sind mit der Menge und der Qualität sehr zufrieden. Auch wenn die Temperaturen zeitweise über dem Niveau von 2018 lagen, hielten sich die Sonnenbrandschäden in Grenzen. Die drei Hitzeperioden mit Temperaturen über 40 Grad Celsius waren für einige Sorten belastend." Wie auch die Weingüter Heinrich Männle und Freiherr von Neveu ist er mit dem Verhalten der Weine während der Gärung zufrieden. Beide Weingüter hoben hervor, dass die Oechselgrade, aber auch der Säuregehalt sehr gut seien. Das Weingut Heinrich Männle hatte in den Lagen am Waldrand leichte Probleme mit der Kirschessigfliege.

Mehr Qualität als 2018

Seinen dritten Jahrgang hat Matthias Wörner vom Weingut Wörner dieses Jahr eingebracht. "Ich verspreche mir von 2019 mehr Qualität als von 2018", stellt er fest. Die Rebenversorgung sei top gewesen. Die Lese angenehm.
Seinen ersten Jahrgang hat Alexander Spinner-Glanzmann im Keller: "Dieses Jahr haben wir noch Trauben in Ökoqualität eingekauft, im nächsten Jahr werden wir eigene Flächen bewirtschaften. Wir werden nette Weine haben, die man gut trinken kann." "Kein Hagel, kein Trockenstress, die Niederschläge kamen gerade noch passend", so die Vertreter vom Markgräflichen Weingut auf Schloss Staufenberg. "Die Rotweine werden ein schöner Jahrgang werden."

Alexander Laible vom gleichnamigen Weingut stellte fest: "Nach den ersten Proben ist es ein sehr nachhaltiger Jahrgang, der in den Extraktwerten größer als der von 2018 ist. Die Qualität ist gut, die Menge liegt rund 20 Prozent unter der des Vorjahres und ist damit normal." "Die Mostgewichte sind während der Lese vor dem Regen extrem gestiegen", beschreibt René Huber vom Weingut Graf Wolff Metternich den Verlauf des Herbstes. Die Oechslegrade lägen je nach Sorte zwischen 95 und 100. "Wir hatten hochreifes, gesundes Lesegut und hervorragende Säurewerte."

Geringere Menge

"Riesling und Scheurebe waren mengenmäßig die Verlierer in diesem Jahr", erklärt Thomas Männle vom Weingut Andreas Männle. Schon im Frühjahr sei der geringe Ertrag erkennbar gewesen. "Es mag am Trockenstress des Vorjahres liegen", vermutet der Winzer, der mit den Kiloerträgen zufrieden ist. Als optimal bezeichnete auch Christian Huber vom Weingut Huber den Verlauf der Lese und die Qualität der Trauben. "Der größte Unterscheid zu 2018 war, dass die Trauben kühl in den Keller kamen", findet Andreas Laible vom gleichnamigen Weingut. "Die Moste waren intensiv, mineralisch mit Fülle. Wenn die Weine sich so präsentieren, wie es der Most verspricht, wird es ein toller Jahrgang."

"Wir werden knackigere Weine als 2018 bekommen mit einer sehr hohen Qualität", ist sich Andreas Vollmer vom Weingut Vollmer sicher und auch Josef Rohrer, Weingut Schwörer, ist mit dem Jahrgang bisher sehr zufrieden.

Autor:

Christina Großheim aus Offenburg

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