Marion Danner stellt Bilder mit 3-D-Effekt her
Eigene Nische gefunden

Marion Danner hat mit der "Modeling-Clay-Art"-Technik ihre Nische gefunden. In ihrem Atelier entstehen Bilder ganz unterschiedlicher Motive.
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  • Foto: Foto: Michael Bode
  • hochgeladen von Matthias Kerber

Friesenheim (mak). "Ich war eigentlich schon immer ein kreativer Mensch", sagt Marion Danner, Hobby-Künstlerin aus Friesenheim. Und weiter: "Ich habe immer gerne gemalt und gebastelt", so die sympathische 31-Jährige. Das Talent bemerken auch schon früh die Eltern, die bereit waren, sie und ihre kreative Ader zu fördern. Das Wissen einiger kunsttechnischer Kurse an der Volkshochschule saugt sie auf wie ein Schwamm. Das meiste bringt sie sich im Laufe der Zeit aber selber bei.

"Angefangen habe ich mit Aquarellbildern und Acrylzeichnungen", so Danner. Das Malen macht ihr Spaß, aber so richtig zufrieden ist sie damit dann doch nicht. Ihr fehlt das gewisse Etwas. Vor rund sieben Jahren findet sie dieses gewisse Extra dann endlich. Sie fängt an mit Gips zu experimentieren. "Ich wollte immer etwas Einzigartiges erschaffen", so Danner, die seit 13 Jahren als Sekretärin am Ortenau Klinikum in Lahr beschäftigt ist. Der Gips auf den Leinwänden macht ihre Kunst lebendig und sorgt für eine plastische Dreidimensionalität. Danner gibt ihre Kunst den Namen "Modeling-Clay-Art", was etwa so viel bedeutet wie Kunst mit Modelliermasse. Unter dem Namen können Interessierte auch ihren Online-Shop besuchen, wo es eine Auswahl ihrer Werke zu sehen gibt. "Die Technik dazu habe ich mir selber beigebracht. Ich habe immer wieder experimentiert, bis es dann endlich gepasst hat", so Danner.

Im eigenen Atelier, dass sie in ihrem Elternhaus im Jahr 2017 einrichten konnte, braucht sie eine ganz bestimmte Stimmung, um in ihren Flow zu kommen. "Ich muss vor allem alleine sein, um kreativ sein zu können", sagt sie. Besucher hat sie bei ihrer Arbeit nicht so gerne. "Das lenkt mich nur ab und ich komme zu nichts", erzählt sie mit einem Lächeln. In ihrem Atelier sei sie in ihrer eigenen Blase. "Es ist mein Refugium, um dem Alltagstrott ein wenig zu entfliehen."

Den großen Auftritt braucht sie nicht

Im Jahr 2015 stellt sie ihre Werke erstmals auf dem Weihnachtsmarkt in Friesenheim aus. Und ihre Bilder kommen gut an. "Eine Mitarbeiterin der Gemeinde Friesenheim hat mich angesprochen und gefragt, ob ich an der Nova 2016 teilnehmen möchte", berichtet sie stolz. Dann stellt sie ihre Werke im Rathaus von Friesenheim von 2017 bis 2018 aus. Es folgen die Rathäuser in Kippenheim und Ettenheim. "Das ist eine wirklich schöne Bestätigung meiner Arbeit", so Danner.

Sie wartet aber nicht nur ab, sondern kümmert sich auch selbst um Ausstellungsmöglichkeiten. Ihre Bilder hängen in Autohäusern, Banken und im Klinikum in Lahr. "Bei meinem Arbeitgeber habe mit meiner Anfrage offene Türen eingerannt", erzählt sie lachend.

Bei ihren Ausstellungen beobachte sie stets die Leute, vor welchen Werken sie länger verweilen. "Meine Bilder mit Herzmotiven haben offenbar eine besonders große Anziehungskraft gehabt", so Danner. Den großen Auftritt braucht die Hobby-Künstlerin aber nicht. "Ich bin gerne im Hintergrund und freue mich lieber im Stillen", gibt sie sich bescheiden.
Hinsichtlich der Motive lässt sie sich von eigenen Ideen leiten, findet aber auch Inspiration im Urlaub oder der Natur. Ihr Werk lässt sich hinsichtlich der Motive gar nicht so richtig fassen, es ist wahnsinnig vielfältig. "Ich habe mich im Laufe der Zeit vom Abstrakten zum Gegenständlichen weiterentwickelt, so dass meine Werke, die man auch in Auftrag geben kann, inzwischen plastisch und gestalterisch zugleich sind", erzählt Danner.

Bei ihrer Kunst gehe sie sehr akribisch vor, sagt sie. "Ich habe immer schon einen relativ konkreten Plan im Kopf, wie es aussehen soll. Ein gewisses Grundgerüst brauche ich", macht sie deutlich. Die Arbeit mit Gips macht für Danner den besonderen Reiz ihres Schaffens aus. "Der Gips ist nun mal meine Handschrift und das Fundament meiner Kunst", hebt sie deutlich hervor. Vor neuen Herausforderungen hat sie keine Angst. "Für mich ist das eher Ansporn. Ich experimentiere solange, bis sich das gewünschte Ergebnis einstellt."

Die Kunst soll für sie aber weiterhin ein Hobby bleiben. Ihren Beruf möchte sie nicht aufgeben, "weil ich mir die Freiheit lassen will, kreativ zu sein, wann immer ich es möchte, ohne Druck dahinter", sagt die sympathische Friesenheimerin mit einem Lächeln.

Autor:

Matthias Kerber aus Offenburg

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